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Und wieder mit dem Training begonnen

Vor einiger Zeit hatte ich bereits über mein Ausdauertraining mit dem Fahrradergometer gebloggt. Nach einiger Zeit habe ich mit dem Training aufgehört und letzten Sonntag nach über neunmonatiger Pause wieder damit begonnen. Unregelmäßig teile ich die Trainingsdaten bei dailymile. (Klick auf das Widget unten rechts). Mich beschäftigte lange die Frage warum ich das Ausdauertraining wie auch das Krafttraining nicht wirklich in mein Leben eingebaut bekomme. Die Antwort darauf liegt eigentlich vor mir, es ist der falsche Zwang zur Regelmäßigkeit. Mit dem Zwang zur Regelmäßigkeit ist eine mechnistische Sicht auf den eigenen Körper verbunden, der den Körper als Maschine mit definierten Input-Output-Relationen und nicht als ein komplexes vielschichtiges metabolisches System versteht. Letztere Sicht fordert einen anderen Trainingsstil, der Trainingslänge durch Trainingsintensität ersetzt und dabei viel Zufälligkeit einbaut. Das Training wird beispielsweise eine Woche lang an fünf Tagen mit zwanzig Minuten Länge durchgeführt, danach eine zweiwöchige Trainingspause eingelegt an die sich drei Tage mit einem Training von je vierzig Minuten Dauer anschließen. Variationen unterstützen die Superkompensation und formen das Training für den Trainierenden erträglich.

Bin ja gespannt ob ich das nach dieser Einsicht  hinbekomme ….

Im Coiffeursalon

Heute ist es mal wieder soweit, Haareschneiden ist angesagt. Das findet ganz profan bei uns zuhause im Badezimmer statt. Dabei entwickelt folgender loriotesquer Wortwechsel über den die Holde und ich uns wie Bolle amüsieren. Er scheint so typisch für uns zu sein:

Ich so: “Sach ma, kannste nicht den neuen Haarschneider nehmen?”
Sie so: “Nee, der alte kennt Deine Haare.”

<3

Hallo Sommerzeit

Langsam öffne ich die Augen und sehe die LED-Projektion des Weckers an der Schlafzimmerdecke. Es ist 7:42 Uhr. Etwas früh am Morgen für Sonntag denke ich und weiter – es ist Sommerzeit und dieser verdammte Funkwecker hat sich wieder nicht umgestellt. Das hat er die Jahre vorher jedenfalls tatsächlich teilweise erst Wochen später getan. Aufstehen und erstmal einen Kaffee trinken. Die Freude ist groß, daß es die F.A.Z. nun nach sieben Wochen und etlichen Anrufen im Kundencenter geschafft hat, die F.A.S. wieder vertragsgemäß zuzustellen. Mit Vergnügen widme ich mich der Sonntagszeitung. Kaffeekanne ist alle und ich setze neuen Kaffee auf und stelle gedankenverloren die Uhr der Mikrowelle eine Stunde vor. Intervention der Holden, was ich denn da mache, sie hätte doch schon die Sommerzeit eingestellt. Und was zu erwarten war, auch der Funkwecker im Schlafzimmer hatte sich bereits umgestellt.
Bin nicht mal groß erstaunt, Sommerzeit fühlt sich so völlig normal an…

Mein erster Tweet

Irgendwie scheint gerade wieder ein Meme auf Twitter zu laufen: “Mein erster Tweet”. Hier der dazugehörige Link.
Mein erster Tweet war auf unserer nugg.ad-Weihnachstfeier am 6.12.2007 zu “fortgeschrittener Stunde”. Der Inhalt spricht für sich:

Der erste Tweet

Der erste Tweet

Vier Wochen ohne Sonntagszeitung

Seit vier Wochen wird die abonnierte Sonntagszeitung nicht mehr geliefert. Die Gründe sind ein Rätsel. Mehrfache Anrufe im Kundenzentrum fruchten nichts. Freudliche Mitarbeiter registrieren den Sachverhalt, entschuldigen sich, versprechen der Sache nachzugehen und immer wieder Ratlosigkeit. Gutscheine werden geschickt, sodaß ich mit dem Gutschein der Vorwoche beim Büdchen des Vertrauens die ausgebliebene Sonntagszeitung holen kann. Ist aber nicht Sinn eines Abonnements die Zeitung beim Büdchen des Vertrauens per Gutschein zu holen. Zeitgleiche Ereignisse werden zu Kausalitäten umgedeutet: beginnt doch die Nichtlieferung just in dem Moment, indem als Gratistreueleistung die Werktagsausgabe der Zeitung für zwei Wochen geliefert wird. Zusammenhänge werden vom Kundenservice verneint. Ratlosigkeit bei mir. Ist da ein großes schwarzes Loch des Nichtverstehens zwischen Verlag, Agentur und Zusteller?

Am Mittwoch werde ich erneut einen Entschuldigungsbrief des Verlags samt Gutschein für die Zeitung erhalten, den ich am kommenden Sonntag einlösen könnte. Ob es kommenden Sonntag mit der Zustellung klappt?

Die Balkonsaison 2014 ist eröffnet

Der dichte Morgennebel am Freitag war ja schon mal ein interessanter Fingerzeig. Nach dem freundlichen Donnerstag und der starken Abkühlung der Luft in der Nacht war die morgendliche Kondensation nicht überraschend und Hoch Guido löste den Nebel rasch auf. Das machte Lust auf mehr am Wochende.

Morgennebel

Morgennebel

Der Sonnabend begann so freundlich, daß wir die Heizung abschalteten, denn bei 25 Grad im Wohnzimmer ist eher das weite Öffnen der Fenster angesagt. Die Wochenendeinkaufliste war relativ kurz, sodaß ich nur einen kurzen Gang zum Kaiser’s des Vertrauens um die Ecke machen mußte. Der Nachbarschaftspark lud nach dem Einkauf bei den milden Temperaturen in der Sonne zum Verweilen ein. Ein/zwei eiskalte Desperados leisteten mir Gesellschaft.

Theodor-Wolff-Park

Theodor-Wolff-Park

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Besuch bei Nofretete

Wenn es in Geprächen auf die reichhaltige Kulturlandschaft Berlins zu sprechen kommt werde ich immer etwas kleinlaut. Als Berliner begebe ich mich in anderen Ländern oder Städten dort auf kulturelle Spurensuche in der Heimatstadt eher selten. Einer dieser seltenen Momente ist in dieser Woche ein Besuch im Neuen Museum um die Büste der Nofrete zu bewundern. Hat mich doch ein Besuch in Ägypten samt einer Nilkreuzfahrt zu den verschiedensten Stätten der altägyptischen Kultur tief beeindruckt.

Wir beginnen den Besuch samt Führung jedoch im Keller mit der Sonderausstellung zu den Funden vor dem Roten Rathaus. Ich muß dazu sagen, ich habe mir vorgenommen so wenig Aufnahmen wie möglich zu machen um mich voll und ganz den gegewärtigen Eindücken hinzugeben. So sind insgesamt nur fünf Photos entstanden. Das erste zeigt zwei Zapfhähne aus den Schänken am Berliner Rathaus. Sie wurden im Fünfzehnten bzw. im Siebzehnten Jahrhundert hergestellt.

Zapfhähne

Zapfhähne

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Besuch bei Gänsen und Gallowayrindern

Ungefähr 80 Kilometer nord-nordwestlich von Berlin, in der Nähe von Neuruppin liegt das Gut Hesterberg. Dort leben ca. eintausend Tiere in Freilandhaltung, davon 500 Gallowyrinder in extensiver Mutterkuhhaltung. Im Hofladen des Gutes läßt sich hervorragend speisen und Fleisch- bzw Wurstwaren für den Hausgebrauch einkaufen. Gerichte sowie Fleisch- und Wurstwaren sind natürlich von den Tieren aus eigenem Bestand.

Gallowaykalb

Gallowaykalb

Drei Besuche zu drei unterschiedlichen “Themen” haben wir bisher gemacht, die unterschiedlichen Themen, Freitag bis Sonntag, sind auf der Homepage des Gutes im Veranstaltungskalender einsehbar.

Das erste Thema war Steaks – Steaks – Steaks zu dem der Gast die Auswahl zwischen Filetsteak, Rumpsteak, Schweinesteak und Hacksteak hat. Das Filetsteak war auf den Punkt, wurde mit Bohnen und Bratkartoffeln serviert und schmeckte großartig.

Filetsteak vom Gallowayrind

Filetsteak vom Gallowayrind


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#d64hurra

Sonntagabend, voller Bauch vom Dinner und im TV läuft “Schnappt Shorty!” während ich einige Sätze über den “D64 Neujahrsempfang 2014″ im Grünen Salon schreibe. Den kategorisisere ich in die Schublade “Vermischtes” denn das Inhaltliche gibt es von Gesche Joost genau hier und ab dem nächten Absatz folgt Anekdotisches.

Sehr gut besucht war der Neujahrsempfang, ca. 195 Anmeldungen gab es im Vorfeld. Unter den Gästen waren nicht nur Vereinsmitglieder oder Abgeordnete der SPD sondern auch Mitglieder anderer netzpolitischer Vereine und weitere Vertreter der Zivilgesellschaft, sowie etliche Leute aus der Crowd, von denen ich es nicht erwartet hatte. Bei gekühlten Getränken (sehr wichtig, das Bier ging nicht aus) und einem Buffet aus Fingerfood (das immer wieder aufgefüllt wurde) amüsierte sich das Publikum bei Musik und angeregten Gesprächen.

Buffet

Buffet

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Verdinglichung heute

Der designierte Spitzenkandidat der europäischen Sozialdemokratie für die Europawahl 2014, Martin Schulz, hat in einem Presseerzeugnis ausführlich das Thema Digitalisierung beleuchtet. Nico hat in seinem Blog darauf einen ausführlichen Kommentar geschrieben, den ich so gerne unterschreibe und dem ich eigentlich nichts hinzuzufügen habe.

Doch scheint mir die Forderung von Martin Schulz, “die Verdinglichung des Menschen nicht zuzulassen” und “die Ökonomisierung aller Lebensbereich zu verhindern” etwas aus der Zeit gefallen zu sein. Verdinglichung und Ökonomisierung sind längst Realität und im täglichen Leben seit Jahrzehnten auch ohne Digitalisierung erfahrbar.
Verdinglichung, nicht unbedingt als ökonomischer Begriff, sondern als Adiaphorisierung menschlicher Angelegenheiten sind beispielweise in der Verwaltung gang und gäbe. Ohne die Reduktion menschlicher Angelegenheiten auf Vorgänge und Aktenzeichen wäre eine rationale Bearbeitung ohne Distanz unmöglich.
Verdinglichung im ökonomischen Sinne drängt sich in alle sozialen Interaktionen, in denen Menschen sich freiwillig oder gezwungen, in Waren verwandeln um einen Zweck zu erreichen. Das sind die Verhältnisse auf dem Arbeitsmarkt, die jeder Arbeitnehmer kennt. Und diejenigen, die eine Wohnung suchen wissen genau, daß pekuniäre Potenz nicht ausreichend ist, sondern sich die ganze Person in eine Ware verwandeln muß, die dem Vermieter zusagt. Alltagserfahrung von Müttern und Vätern, die eine Kitaplatz suchen, sind daß sie sich gezwungen sehen ihr Kind ebenfalls als Ware präsentieren, das diese oder jene besondere Eigenschaft hat. In den Angelegenheiten des Politischen erfahren wir seit Jahren wie der Inhalt immer weniger relevant wird, der Person immer mehr Aufmerksamkeit zugeschrieben und medial vermittelt wird. Der Politiker ist zur Ware geworden. Wie die Menschen auch in Angelegenheiten des Gefühlslebens warenförmig handeln hat Eva Illouz beschrieben. Verdinglichung und Ökonomisierung sind also nahezu allgegenwärtig.

Abschließend eine Bemerkung zur Vorratsdatenspeicherung. Da die Politik, entweder freiwillig aufgrund der neoliberalen Ideologie oder vielleicht gezwungenermaßen, in immer mehr Politikfeldern Entscheidungs- und Vollzugsmacht abgegeben hat, bleibt das, was sie “Innere Sicherheit” oder “Äußere Sicherheit” nennt, noch als Entscheidungs- und Vollzugsmacht für sie übrig. Hier sieht sie  Gelegenheiten des Handelns, wie richtig oder falsch sie auch sein mögen.