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Förderung von Creative Commons

Seit einigen Jahren unterstütze ich Creative Commons in den USA mit einer jährlichen Spende und bin beim CC-Netzwerk dabei. Mit Einrichtung dieses Blogs vor fast fünf Jahren stellte ich hier die Inhalte unter eine CC-Lizenz und tue das auch, soweit es technisch möglich ist, in anderen Informationssystemen und Plattformen. Und deshalb freue ich mich, daß der Verein D64 Zentrum für Digitalen Fortschritt eine Kampagne zur Unterstützung von Creative Commons begonnen hat. Ich unterstütze die Forderungen des Vereins in dieser Sache, insbesondere die Forderung zur Implementierung der Lizenzmöglichkeit auf Plattformen halte ich für wichtig, damit die differenzierte Entscheidung jedermanns als Urheber auch dort möglich wird. Natürlich möchte ich darauf hinweisen, das die CC-Lizenzen nicht unumstritten sind. Hier ein kritischer Beitrag von @mspro dazu. Schon seit Jahren ist die NC-Version hoch umstritten, die, wenn man Urheber genauer befragt was sie eigentlich intendieren, gegen ihre eigenen Interessen ist. So befürchten viele Urheber die kommerzielle Nutzung ihrer Beiträge durch das Kapital ohne daß sie dabei angemessen berücksichtigt werden falls sie eine Lizenz ohne NC-Baustein verwenden. Sie vergessen dabei, daß selbst die Nutzung ihrer Werke durch ein kleines Blog, das sich mit Werbung oder Spenden refinanzieren möchte damit ohne ihre ausdrückliche Genehmigung unmöglich gemacht wird. Deshalb bin ich ein großer Freund der Share-Alike-Lizenz, die auch die unangemessene kommerzielle Verwertung verhindert ohne Restriktionen für kleine Blogs oder kleine Webseiten zu haben. Die neuen CC-4.0-Versionen, die erst kürzlich vorgestellt wurden ändern an der verunglückten NC-Version nichts. Allerdings gibt es eine Verbesserung der Share-Alike-Version, bei der nunmehr die zeitlich letzte CC-Version des (bearbeiteten) Werkes gilt. Auch die Namensnennung wird erleichtert, indem auf eine verlinkte Seite mit den Angaben zum Urheber verwiesen werden kann.

Ich hoffe, daß die Idee von Creative Commons noch viele Leute überzeugen wird.

Über die zarte Digitalisierung meines Fernsehkonsums

Kabelanschluß ist in meiner Wohnung Teil der Mietsache, schon von Beginn an und zunächst als analoger, später in den Nuller-Jahren als digitaler Anschluß. Das hat mich nie sonderlich interessiert, genügend Programme waren immer da. Die letzte Hardware dazu habe ich von zehn Jahren gekauft, einen mächtigen Röhrenfernseher von Loewe, Modell Planus. Zur Kaufzeit fand ich, daß das Ding einen wunderbar großen Bildschirm mit Bild-im-Bild-Funktion und Stereolautsprechern hatte. Der Planus entwickelte sich im Laufe der Zeit zum unverzichtbaren Inventar, den ich mit allen seinen Macken und Zacken schätzen lernte. Seine erratischen Lautstärkeschwankungen zwischen Sendungen und Programmen, seine ausgeleierte Abdeckklappe für die Funktionsknöpfe, solcherlei Eigenheiten machen ihn halt liebenswert. Digitalprogramme kann er nicht empfangen, war auch unnötig. Dies änderte sich Mitte Oktober als der Kabelbetreiber des Vertrauens unvermittelt etliche Dritte Programme des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks im Analogbereich abschaltete und nur noch digital übertrug. Die Holde und ich waren konsterniert. Was tun? Ich schaute mich zunächst im Internet, dann in verschiedenen Geschäften nach neuen Fernsehern um und kapitulierte vor dem aktuellen Stand der Fernsehtechnologie. Ein neuer Fernseher kommt mir nicht ins Haus.

Dieses Wochenende sollte die Lösung bringen, ein Digitalreceiver für den Kabelempfang mußte her. Entschlossen begab ich mich zum Alexanderplatz und hatte zunächst Mühe, den neuen Standort des Medienhändlers des Vertrauens zu finden, so lange war ich nicht mehr dort. Ein ausgesprochen netter Verkäufer erklärte mir die Funktionsweisen verschiedener Modelle und ich erstand ein Gerät im zweistelligen Eurobereich und ein neues Scartkabel. Der Anschluß des Gerätes und die Erstinstallation waren kinderleicht.

Ich bin begeistert. Ich kann nun wieder alle Programme, die ich auch vorher hatte und ein paar mehr empfangen. Der Neomanie in der TV-Geräte- und Fernsehtechnologie kann ich mich mit der Weiterverwendung meiner alten Röhrenkiste elegant entziehen. Allerdings findet schließlich doch eine zarte Digitalisierung meines Fernsehkonsums statt. Diese ist aber meinen Bedürfnissen angemessen.

Über das SPD-Mitgliedervotum zum Koalitionsvertrag

Die SPD scheint eine höchst erstaunliche Partei zu sein. Sie hält Regionalkonferenzen zu einem noch in keiner Weise finalisierten Koalitionsvertrag mit der CDU/CSU ab und streitet sich leidenschaftlich dabei. Wie kann das eigentlich sein? Ist das Absurde in die Partei eingezogen? (Einige Gegner aber auch Freunde der SPD würden behaupten, das Absurde wohne schon geraume Zeit dort.)

Es gibt, sehr grob gesagt, zwei Möglichkeiten Entscheidungen zu treffen. Die schnelle, leichte Art, die auf einer wie immer gearteten Heuristik beruht und die langsame, anstrengende Art und Weise, die das intensive Nachdenken und Reflektieren zur Methode hat. So wie der Prozeß des Mitgliedervotums angelegt ist, vermute ich, fürchtet die Parteiführung die erste Art, will sie aber gleichzeitig als möglichst alleinige Entscheidungsfindung durchdrücken. Was meine ich damit?

Nicht jedes Mitglied wird den Koalitionsvertrag durcharbeiten um dann eine wohlabgewogene Entscheidung zu treffen sondern eher die Abkürzung nehmen, nach dem Motto “Mit den Konservativen sowieso nicht!” oder “Mein Herzensthema ist nicht dabei”. Einer solchen Art der Verkürzung wird die Parteiführung mit Ersetzung entgegenwirken. Die Ersetzung erfolgt mit entpolitisierten Entgegnungen wie z.B. “Wenn wir das Leben von Millionen verbessern können, dann müssen wir das machen!”. Eine solche Aussage fällt vielleicht in die Philosophie, hat aber mit politischem Handeln nichts zu tun, da eine Gegenposition unmöglich ist. Die Mitglieder sollen ihre genutzte Heuristik durch diejenige des Parteivorstands ersetzen und zur Zustimmung bewegt werden.
Eine weitere Ersetzung, die der Parteivorstand anbietet ist die der Führung durch Vertrauen. Die Mitglieder sollen entlastet werden damit sie den Vertrag nicht unbedingt selber zu lesen brauchen. Der Parteivorstand werde ja schon nichts Unsozialdemokratisches vorlegen.
Wenn am 5.12. der Vertrag online publiziert wird, am 6.12. bei allen Mitgliedern postalisch eingegangen ist, dann muß die Entscheidung der Mitglieder spätestens am 9.12. in der Post sein. Allein dieses enge Zeitregime wird viele Mitglieder in eine heuristische Entscheidungsfindung zwingen. Dafür muß von Seiten der Parteiführung der Boden bereitet werden und eben eine Vielzahl von alternativen Heuristiken angeboten werden, die die Mitglieder als Ersetzung verwenden können und es damit einfacher haben zuzustimmen.

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Ein Jeanskauf

Klamottenkauf ist für mich eine Qual. Es macht mir keinen Spaß, scheint aber gelegentlich notwendig falls mal ein Bekleidungsstück kaputt geht. Danach richtet sich auch mein Einkaufsverhalten, überlegen was man braucht und dann rein in den Laden, kaufen und – zack – wieder raus, gucken und schlampern ist nicht. Das ist übrigens ein Verhalten, das ich schon als Teenie an den Tag gelegt habe. Allerdings hatte ich damals einen Markenwahn kultiviert – bei Jeans, die Marken der restlichen Bekleidung waren schnuppe. Das hat sich mit den Jahren gelegt und ist teilweise ins Gegenteil mäandriert wenn ich z.B. beim Kaufhaus um die Ecke, das es längst nicht mehr gibt, Jeans für 15€ kaufte, die jetzt noch im Schrank liegen, die allerdings aus mir unbekannten Gründen in der Weite etwas geschrumpft sind.

Neulich war es wieder soweit, eine Jeans mußte her. Ich begab mich in das Kaufhaus des Vertrauens in der City West und steuerte guter Dinge die Etage mit den Jeansmarken an jeweils eigenen Ständen an. An einem der Stände musterte mich der agile Verkäufer mit Kennerblick und empfahl mir eine sehr coole Jeans in belebendem Steingrau. Auf dem Weg zur Anprobe in die Umkleidekabine blickte ich auf das Preisschild – 170€ – und fühlte nichts, nicht mal eine Empörung ob dieses Preises. Frozen Man Syndrom, oder so. Anprobe – und was soll ich sagen der Schnitt war eine Hüfthose. H Ü F T H O S E! Das fühlte sich hochgradig unangenehm an und ich bat entschlossen um eine Hose mit normalem Schnitt. Und dann stellt sich raus, an all den Jeansständen der verschiedenen Marken gibt es keine Hosen im “klassischen” Schnitt. Ein weiterer freundlicher Verkäufer verwies mich an die Herrenabteilung, ich verstand Altherrenabteilung, dort hätte man Jeans im “klassischen” Schnitt und mit Stretch. Mit S T R E T CH! Was will mir der Mann sagen? Dank des Studiums der Stoiker blieb ich ruhig. Allerdings, der Tip war o.k., ich konnte eine Jeans erwerben, die mir gefiel und die im Preis in vernünftigen Dimensionen lag.

Aber eines ist klar, Klamottenkauf wird durch mir durch diese Erfahrung nicht leichter.

Urteilen braucht Zeit – auch in der SPD

Das nenne ich mal Geschwindigkeit, nur vier Wochen nach der krachenden Niederlage der SPD bei der Bundestagswahl gibt der Parteikonvent grünes Licht für Koalitionsverhandlungen mit der CDU/CSU. Das überrascht mich schon etwas. Nicht etwa, weil im Wahlkampf etwas anderes gesagt wurde, Wahlkampfaussagen sind  für viele Wähler, auch für mich, Aussagen in Form des allgemeinen Billshitbingos, sondern weil eine fundierte Analyse des mageren Ergebnisses noch nicht vorliegt. Ich halte es schon für wichtig die Gründe dieses Ergebnisse zu kennen um darauf aufbauend überhaupt fundierte Entscheidungen in Richtung Koalitionsverhandlungen treffen zu können. Wenn also Sigmar Gabriel unser aller Willy Brandt in der folgenden Art und Weise interpretiert:

Also der, der die Deutungshoheit über die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen besitzt. Der steht in der Mitte der Gesellschaft. Willy Brandt wusste das. Er wusste, dass man diese Deutungshoheit erobern muss: von links, mit emanzipatorischen Antworten auf die Herausforderungen der Zeit.

und diese Interpretation seine Richtigkeit hat, dann sind die 26% der Wählerstimmen weder ein Indikator dafür die Mitte der Gesellschaft erreicht zu haben sondern ein sehr dünnes Ergebnis noch ein Indikator dafür die Deutungshoheit über die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen zu haben. Es bedarf also gründlichster Ursachenforschung des Wahlergebnisses. Und dann ist man für eine mögliche Koalition gerüstet. Aber sich den Gründen klar zu werden braucht Zeit, so wie jegliches Urteilen Zeit braucht, auch in der SPD, sonst wird das nichts.

Aber vielleicht sehe ich das ja grundfalsch weil ich die Politik von Volksparteien nicht verstehe.

Ob das Aufschreiben hilft?

Gut eine Woche nach dem Aufschreiben meiner Filtertüteneigenheit ist sie verschwunden. Bin erstmal fasziniert davon und habe da aber eher noch mehr Fragen: Ist das durch das Aufschreiben verschwunden und falls ja, für wie lange oder ist das nur vorübergehend? Wie funktioniert der Mechanismus? Welche anderen Tätigkeiten können helfen? Irgendwie scheint das ja ein Gewinn an Autonomie zu sein. Und falls das so wäre, welche weiteren Eigenheiten, insbesondere im sozialen Kontext lassen sich so verändern? Kann sich die Lebensqualität dadurch verbessern? Das wird sicher noch eine interessante Reise ….

Filtertüten verwirren mich

Unsere Kaffeemaschine ist eine olle Kruke, über sieben Jahre alt, so ein weißes Standardgerät von Severin mit zwei Thermokannen, jeweils acht Normtassen fassend. Wir benutzen zum Kaffeekochen naturbraune, ungebleichte Filtertüten der Größe 4.

Vor ein paar Wochen kam die Holde auf die Idee jeden Kaffeefilter zweimal zu benutzen und bat mich dieses ebenfalls zu tun. Die beiden Gründe, ökologische und pekuniäre Sparsamkeit sind einleuchtend. Dissens gibt es nicht, dann also einfach machen. Die Überraschung folgt auf dem Fuß, denn eine Verhaltensänderung ist für mich gar nicht so leicht. Wenn ich morgens die zweite Kanne Kaffee aufsetzte, hatte ich die Bitte völlig vergessen und eine neue Filtertüte benutzt. Die Holde mußte mich also erinnern und mahnen. In meinem Leben habe ich sicher hunderte von Kannen Kaffee gekocht, immer im gleichen Muster: Kaffeekanne spülen und Wasser auffüllen, alten Kaffeefilter entsorgen und neuen einsetzen, den Kaffee löffelweise abgezählt in den Filter geben. Ein Verfahren, das sich scheinbar tief in des Gedächtnis gegraben hat und automatisch abgerufen wird. Wie gesagt, trotz Einsicht in die Bitte und dem Wollen so zu verfahren, ging die Handlung schief. Es klingt vielleicht seltsam aber ich habe mir angewöhnt sobald ich mich zum Kochen der zweiten Kanne entschließe leise vor mich her zu murmeln: “Filtertüte drinnen lassen! Filtertüte drinnen lassen!…”. Das funktioniert eigentlich hervorragend. Heute morgen gibt es jedoch eine interessante Situation. Kurz nachdem ich mein Sprüchlein so vor mich hin murmele spricht mich die Holde an und wir reden über irgendein Thema und auf einmal halte ich die alte Filtertüte in der Hand und habe sie fast in den Mülleimer verbracht, da wird mir schlagartig die Situation bewußt und ich kann die Handlung unterbrechen.

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Ein völlig mißlungener Buchtitel

“He’s the real deal. What he’s doing is absolutely proper stuff.” (Nassim Taleb über Nate Silver nach Carole Cadwalladr 17.12.2012)

Nein, ich habe mich geweigert das Buch zu lesen, bis heute jedenfalls. Ein Buch mit dem Titel “Die Berechnung der Zukunft” erscheint mir unseriös und grotesk und ich habe keinerlei Lust mich mit derlei Unsinn zu beschäftigen. Noch immer gilt für mich die Poppersche Regel, daß ich heute nicht prognostizieren kann, was ich morgen wissen werde. Die Zukunft ist offen und selbst Fantastilliarden von Rechenkapazitäten und Algorithmen werden das nicht ändern. Aber wie häufig bei Gefühlen wie Abneigung gegen so einen Buchtitel habe ich mittels Heuristiken bewertet, mit Urteilen ohne Nachdenken, mit Urteilen ohne Urteilskraft. Hätte ich einfach nur den Orginaltitel “The Signal and the Noise” von Nate Silvers Buch richtig wahrgenommen wäre meine Reaktion statt Abneigung, sicher Interesse gewesen. Schon beim ersten Durchblättern des Buches, beim Blick in das Register wird sehr schnell deutlich, daß Titel und Klappentext dem Buch in keinster Weise gerecht werden und allenfalls europäisch verlegerischer Sensationsmache geschuldet sind. Nach den ersten vierundsechzig Seiten ist mir klar, dieses Buch schließt an die Erkenntnisse der modernen Unsicherheits- und Risikoforschung, wie durch Gerd Gigerenzer, Daniel Kahnemann und Nassim Taleb erarbeitet, an und es kann sicherlich Perspektiven erweitern.

Ich bin gespannt auf das Werk.

Und nun?

Die CDU ist klar eine Volkspartei, 40 Prozent der Stimmen sind eindeutig. Die SPD liegt bei 26 Prozent. Ist sie damit noch eine Volkspartei? Es scheint nicht so zu sein. Wenn alle Inhalte richtig und in der Bevölkerung verankert sein sollen warum schafft sie wenigstens die 30 Prozentgrenze nicht eindeutig? Das ist ein Widerspruch. Der sollte aufgelöst werden. Wollen die Mitglieder überhaupt noch eine Volkspartei bilden? Ich habe leichte Zweifel und erinnere noch einmal an Sigmar Gabriels Rede auf dem Bundesparteitag nach der verlorenen Bundestagswahl 2009:

Also der, der die Deutungshoheit über die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen besitzt. Der steht in der Mitte der Gesellschaft. Willy Brandt wusste das. Er wusste, dass man diese Deutungshoheit erobern muss: von links, mit emanzipatorischen Antworten auf die Herausforderungen der Zeit.

Drei Bundestagswahlen mit dem Wahl-O-Mat

Drei Bundestagswahlen lang begleitet mich der Wahl-O-Mat wobei er sicherlich keine Rolle für mein Wahlverhalten spielt aber teilweise überraschende oder gar nach eigenem Empfinden paradoxe Ergebnisse liefert. Die Macher des Wahl-O-Mat liefern die Erklärung für diese Paradoxien auf ihrer Webseite gleich mit, nämlich Reduzierung der Inhalte von Wahlprogrammen auf ja/nein-fähige Aussagen und Thesenauswahl durch eine Redaktion. Damit bekommt der Wahl-O-Mat einen ideologischen Filter, was meiner Ansicht nicht schlimm ist, es muß nur klar sein.
Ich habe mir die Versionen der Bundestagswahl von 2005 und 2009 heruntergeladen, mit meiner heutiger Perspektive genutzt und zusammen mit der 2013-Version gelistet. Hier das Ergebnis:

  2013 2009 2005
SPD 83% 64% 68%
Linke 76% 73% 77%
Grüne 72% 70% 68%
Piraten 71% 71% —-
FDP 59% 51% 45%
CDU/CSU 47% 41% 32%

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