Der Netzpolitische Kongreß der Grünen – mein Resumée

Das war schon kein schlechtes Triple, das „Bündnis 90/Die Grünen“ an netzpolitischen Veranstaltungen in den letzten 3 Monaten dem interessiertem Publikum geboten haben. Von der Netzpolitischen Soirée im September über die netz:regeln im Oktober war der Netzpolitische Kongreß am vergangenen Wochenende im Paul-Löbe-Haus des Bundestages ein gelungener Schluß- und Höhepunkt.

Rund 500 Interessierte versammelten sich zu einem straffen Programm aus Keynotes, Workshops und „Barcampsessions“ um das Thema zu erörten wie sich die Gesellschaft digital gestalten ließe. Oder im Klartext ausgedrückt – gibt es eine spezifisch grüne Netzpolitik?
Auf diese Frage habe ich auch nach Ende des Kongresses keine Antwort. Dies liegt sicher daran, daß „Bündnis 90/Die Grünen“ erst am Anfang ihrer Profilierungsphase in diesem Politikbereich stehen. Zur Zeit präsentiert sich die Partei auch netzpolitisch als eine liberale, die Zugangserschwernisse, anlaßlose Datenspeicherung u.v.m. ablehnt, die sozialen Dimensionen der Digitalisierung jedoch nicht im Fokus hat.

Qua Amt habe ich natürlich die Keynote von Peter Schaar und den anschließenden Datenschutzworkshop besucht, die inhaltlich nicht wesentlich Neues brachten. Peter Schaar mußte jedoch die deutliche innerparteiliche Kritik an der „VDS light plus“ der Datenschutzbeauftragten zur Kenntnis nehmen.
Der für mich vergnüglichste Slot war die Barcampsession „Internet in Kinderaugen“. Ich verweise einfacherhalber auf die Ausführungen von mrtopf, der die Session famos beschreibt und dessen Konklusion „Wir können positiv in die Zukunft blicken!“ ich vollends zustimme.

An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an Konstantin von Notz und dem Organisationsteam, die eine klasse Veranstaltung möglich gemacht haben.

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