SOPA und eine Verlagsdiät

Am vergangenen Mittwoch zum SOPA Tag habe ich auch mein Blog für 24 Stunden geschwärzt.

Zusätzlich belasse ich bis Ende Januar noch ein SOPA Ribbon in der oberen rechten Ecke der Seite.

Dieses Zeichen des Protestes gegen zensurartige technische und juristische Eingriffe in das Grundrecht der Meinungsfreiheit halte ich für notwendig und beteilige mich selbstverständlich.

Beim Reflektieren über die mutmaßlichen Folgen dieser Maßnahmen kam mir das Leistungsschutzrecht für Presseverleger in den Sinn und ich versuchte mir vorzustellen wie wohl ein www ohne Webseiten und Inhalte, die mit diesem Schutzrecht normiert werden könnten, aussähe. Dafür beschloß ich einige Tage auf die üblichen redaktionellen Inhalte zu verzichten und meine gewohnten Besuche auf den üblichen Publisherseiten einzustellen. Negative Folgen kann ich für mich bis jetzt nicht feststellen. Einen Informationsverlust hatte ich jedenfalls nicht, was wichtig war erreichte mich über Twitter, Facebook, Blogs oder sonstigen Seiten. Die Frage nach der alternativen Nutzung der Zeit kann ich zur Zeit nicht beantworten. Da dieses „Experiment“ noch andauert werde ich versuchen mich dazu selbst zu beobachten.
Ich fühle mich wohl bei dieser Verlagsdiät, vermisse nichts und freue mich schon auf die morgige Printausgabe der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, das einzige Presseerzeugnis, das ich für mich abonniert habe.

2 Antworten zu “SOPA und eine Verlagsdiät

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