Schreck in der Nacht – Feuer im Haus

Heute Nacht kurz vor drei Uhr fuhr ich in gehobener Stimmung, becksgoldbeladen und tequilabeseelt, im Taxi von einer Party im Prenzlauer Berg nach Hause. Vor dem Eintreffen daheim war bereits aus größerer Entfernung deutlich, daß etwas passiert war. Feuerwehr- und Polizeiwagen sperrten meine Straße völlig ab, ich mußte das Taxi vorzeitig verlassen und zu Fuß weiter. Meine Nachbarn und ihre Kinder standen vor dem Haus, sie wurden evakuiert, der Eingangsbereich war abgesperrt und bewacht, niemand durfte das Haus betreten.

Was war passiert?

Ein Feuer griff vom Balkon eines Mieters auf seine und angrenzende Wohnungen über.

Meine Nachbarn wurden im Schlaf überrascht und mußten das Gebäude verlasssen. Polizei oder Feuerwehr stellten einen Bus bereit, in dem sie Platznehmen konnten. Über die genaue Ursache des Feuers war noch nichts bekannt. Gegen 3:30 Uhr gab die Einsatzleitung das Wohnhaus teilweise wieder frei und die Mieter der obigen Stockwerke konnten über die Feuertreppe in ihre Wohnungen.

Die Polizei berichtet heute in einer Pressemeldung, die ich zitiere:

Aufgrund eines Feuers, das sich heute früh zunächst auf einem Balkon in Kreuzberg entwickelt hatte, mussten mehrere Mietparteien ihre Wohnungen verlassen.
Die Tochter eines 41-jährigen Wohnungsmieters in der Wilhelmstraße bemerkte gegen 2 Uhr, dass ein bislang unbekannter, glimmender Gegenstand aus einem oberen Stockwerk auf den Balkon gefallen war. Kurz darauf breitete sich das Feuer aus, so dass die Mieter rasch die Wohnung verlassen mussten. Alarmierte Einsatzkräfte der Feuerwehr löschten die Flammen, durch das Teile des Hauses stark beschädigt wurden. Aufgrund der starken Hitzeeinwirkung und Rauchgasentwicklung mussten die Bewohner ihre Wohnungen verlassen. Der 41-jährige Mieter der Brandwohnung sowie eine 22-jährige Nachbarin wurden mit leichten Rauchgasvergiftungen in einem Krankenhaus ambulant behandelt. Wegen der Löscharbeiten war die Wilhelmstraße für rund 90 Minuten in beide Fahrtrichtungen für den Fahrzeugverkehr gesperrt. Ein Brandkommissariat des Landeskriminalamtes hat die Ermittlungen zur Brandursache übernommen.

Puh, das war ein gehöriger Schreck in der Nacht.

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