Schlagwort-Archive: ausdauertraining

Gehen

Derjenige der ruht, besitzt alle Reichtümer. Ist es nicht dasselbe für denjenigen, dessen Fuß von einem Schuh umschlossen ist und der geht, als ob die ganze Erdoberfläche von Leder bedeckt wäre?

Dieses Zitat von Henry David Thoreau steht am Beginn des Buches „Lob des Gehens“ von David Le Breton. Ein unterhaltsames Buch, das zum Nach-Denken anregt, das ich aber nur bis Seite 75 geschafft habe. Über das Gehen als Sport berichtet die Sonntagszeitung auf fast einer ganzen Seite. Dieser Bericht beschreibt die abnehmende Akzeptanz der Sportart durch Verantwortliche von Olympischen Spielen und anderen Wettbewerben. Mangelnde mediale Attraktivität könnte man vermuten, mangelnde Einschaltquoten. Der Artikel bewegt mich tatsächlich dazu mir das 50 km-Gehen und das 20 km-Gehen als Liveberichtertstattung im Rahmen der Leichtathletikweltmeisterschaften im TV anzusehen. So verbringe ich gute fünf Stunden auf der Couch und sehe anderen beim Gehen zu. Was das nun mit Le Bretons Buch zu tun hat? Eigentlich nicht viel, ich hole es aus dem Regel, blättere ein wenig darin und komme zum Entschluß es (irgendwann) zu Ende zu lesen. Was mir allerdings nicht einfällt ist das Haus zu verlassen und einmal in gemächlichem Tempo durch meinen Kiez oder Kreuzberg zu gehen.

Und wieder mit dem Training begonnen

Vor einiger Zeit hatte ich bereits über mein Ausdauertraining mit dem Fahrradergometer gebloggt. Nach einiger Zeit habe ich mit dem Training aufgehört und letzten Sonntag nach über neunmonatiger Pause wieder damit begonnen. Unregelmäßig teile ich die Trainingsdaten bei dailymile. (Klick auf das Widget unten rechts). Mich beschäftigte lange die Frage warum ich das Ausdauertraining wie auch das Krafttraining nicht wirklich in mein Leben eingebaut bekomme. Die Antwort darauf liegt eigentlich vor mir, es ist der falsche Zwang zur Regelmäßigkeit. Mit dem Zwang zur Regelmäßigkeit ist eine mechnistische Sicht auf den eigenen Körper verbunden, der den Körper als Maschine mit definierten Input-Output-Relationen und nicht als ein komplexes vielschichtiges metabolisches System versteht. Letztere Sicht fordert einen anderen Trainingsstil, der Trainingslänge durch Trainingsintensität ersetzt und dabei viel Zufälligkeit einbaut. Das Training wird beispielsweise eine Woche lang an fünf Tagen mit zwanzig Minuten Länge durchgeführt, danach eine zweiwöchige Trainingspause eingelegt an die sich drei Tage mit einem Training von je vierzig Minuten Dauer anschließen. Variationen unterstützen die Superkompensation und formen das Training für den Trainierenden erträglich.

Bin ja gespannt ob ich das nach dieser Einsicht  hinbekomme ….

Ausdauertraining mit Hindernissen

Zur Zeit trainiere ich wieder regelmäßig die Ausdauer auf meinem Fahrradergometer. Diese Art des Trainings ist genau das Richtige für mich im Gegensatz zum Laufen auf der Straße, das Überwindung kostet, insbesondere wenn Wetter oder Umstände nicht wollen. Das gute Stück, schon etwas betagt aus dem vergangene Jahrhundert, steht also in der Wohnung, Ausreden das Training ausfallen zu lassen sind schwer zu konstruieren. Ich trainiere die Ausdauer nach Herzfrequenz, mit einer Obergrenze von Schlägen, die medizinisch induziert ist. So ist das Risiko einer Überlastung des Herz- Kreislaufsystems minimiert. Mein Ergometer hat leider keinen eingebauten Herzfrequenzempfänger, dies ist seinem betagten Alter geschuldet, sondern ein externer Empfänger muß angesteckt werden.

Fahrradergometer

Weiterlesen