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Selbstreferentielles

Das Blog hat einen neuen Anstrich. Nach Cutline und Coraline ist Twenty Twelve als drittes Theme innerhalb von 12 Jahren in Gebrauch. Twenty Twelve tritt minimalistisch auf, ist responiv und sieht sehr gut auf dem iPad aus. Der Hintergrund ist von Standard auf Weiß gesetzt. Es gibt kein Headerpic mehr. Die Sidebar ist aufgeräumt und nur auf der Startseite und den Beitragsseiten aktiviert. Folgende Schriftarten werden genutzt: Libre Franklin für Überschriften und Libre Baskerville für Fließtext und Links. Die Linkfarbe ist schwarz, bei Mausover grau.

Unternehmensschließung und Pandemie münden in eine ungewohnte Art des Wartezustands und in Physical Distancing. Der Wartezustand birgt ungehobene Freiheitsspielräume. Mit diesen entwickelt sich ein anderes Zeitgefühl samt erweiterten Reflexionsmöglichkeiten. Das sickert bis in die Gestaltung des Blogs.

2020

2020 atmet ikonographisch einen Hauch Narzissmus. Das ist nicht nur der Pandemie geschuldet.

Bestnine Instagram 2020

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Über ein Narrenschiff

Das Narrenschiff der Gegenwart ist der Lauti auf dem – und um den herum – sich alte, dem Gilb anheimfallende Männer versammeln um in grotesker Weise gegen rationale Maßnahmen der Pandemiebekämpfung protestieren.

Über die Maske

Maskenpflicht in Berlin. Erstaunlich wie schnell die Gewöhnung an das Maskentragen eintritt. Es wird wenig Zeit vergehen und das Mitführen der Maske und das Aufsetzen in Räumlichkeiten wird zur Selbstverständlichkeit. In jeder Jacke wird eine Maske abgelegt werden wie eine Packung Taschentücher. Was sind Mechanismen die das bewerkstelligen? Warum gewöhnt sich die Gesellschaft so schnell daran?

Über das Nichttreffen

Wenn liebgewonnene Rituale nicht mehr durchgeführt werden, wenn das Treffen mit Freundïnnen nicht mehr stattfinden kann, dann scheint das Leben schwierig zu werden, es scheint leer zu sein. Was aber, wenn das nicht wirklich viel ausmacht. Wäre das unsozial oder das Frozen Man Syndrom…?

Über einen Hubschrauber

Die „Gelben Engel“ fliegen in normalen Zeiten über Berlin wenn Menschen in Not sind. Andere Helikopter fliegen über Berlin wenn der Staat meint in Not zu sein: bei Demonstrationen oder beim Besuch von Staatsgästen. Einen Helikopter einzusetzen um Kontaktbeschränkungen der Bevölkerung zu überwachen sind ein Novum. Meint der Staat er sei in Not?

Über Anpassung

Kein sonnabendliches Frühstück an der Tschechischen Bierbar? So what… Kein freitagliches Biertrinken mit den Kumpels? Schade, aber nun denn… Sonnabendliches Frühstücken und freitagliches Trinken guter Biere schmecken zuhause.
Nicht mehr mit den Öffentlichen fahren? Laufen ist gesünder. Kein Gasthörerdasein im Sommersemester? Der Bücherschrank ist reichlich bestückt und Onlinevorlesungen gibt es genug.
Kein Besuch bei der betagten Mutter? Das ist ambivalent, den Kümmerimpuls zu unterdrücken und das schlechtes Gewissen abzuschließen verlangt Vernunft und Kraft; ist anstrengend.
Erstaunen und Unverständnis wenn Menschen, deren Mantra Liberalität und Vernunft schien, sich vehement für den Ausnahmezustand erklären. Hier ist das Nichtmitmachen erste Bürgerpflicht.

Über einige Betagte

Dieses Nicht-Einfügen-Wollen, dieses freundlich Widerspenstige, dieses irritierende das Eigene-Ding-Machende, warum sind die 2. Weltkriegskinder so? Die Alten in den Familien leben in der Krise die Normalität. Wie schaffen die das…?