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Roter Schnapper

Der Rote Schnapper oder Red Snapper ist keine Persönlichkeit oder Institution aus dem Feld der Politik sondern ein Speisefisch aus der Familie der Schnapper. Der Fischhändler unseres Vertrauens hatte an diesem Wochenende Rotes Schnapper Filet im (Sonder)Angebot von 29,95 €/kg. Der Fisch wurde im Indischen Ozean vor Thailand gefangen, hatte also eine weite Reise hinter sich, die mich zumindest nachdenklich stimmt. Fisch ist in Deutschland leider schlecht regional „produzierbar“ und konsumierbar, sodaß der Transport über weite Strecken erfolgen muß. Die Alternative zu den weiten Transportwegen hieße also völliger Verzicht.

Red Snapper

Red Snapper

Der Fisch hat festes weißes Fleisch und wenig Gräten. Allein die Konsistenz des Fleisches ist großartig, erinnerte mich an Thunfisch in feinster Sushiqualität. Der Geschmack ist ausgezeichnet. Wir haben den Fisch wiefolgt zubereitet:

  • Zunächst salzen, säuern und ca. 1,5 Stunden stehenlassen
  • Danach von allen Seiten leicht mehlen
  • Fett in der Pfanne stark erhitzen und auf der Haut ca. zwei Minuten bratenlassen, nach einer Minute die Hitze runterdrehen
  • Fisch wenden und auf der anderen Seiten zwei Minuten bratenlassen

Fertig.

Dazu gab es Biokartoffeln und braune Champignons in einer Sahnesauce.

Ein wunderbares Fischgericht.

Der letzte Skrei des Jahres

In der Freitagsausgabe des Tagesspiegel studiere ich gerne die Angebote der Lebensmittelabteilung des KaDeWe und ganz speziell die Offerten der Fischabteilung. Von meinem Kiez aus ist dies die nächste gutsortierte Gelegenheit zum Fischeinkauf.
An diesem Freitag hatte das KaDeWe vermutlich das letzte Angebot an Skrei für dieses Jahr. Diesen schmackhaften Winterkabeljau, dessen Fang streng reglementiert und durch die norwegischen Fischereibehörden ebenso streng kontrolliert wird, gibt es nur im Februar und März bis Anfang April in den Läden. Auch der Spiegel schwärmt auf seinen Onlinekulturseiten von dieser wunderbaren kulinarischen Köstlichkeit. Frischer Fisch entwickelt sich bedauerlicherweise immer mehr vom gesunden und für jedermann erschwinglichen Lebensmittel hin zu einem unbezahlbaren Luxusgut, was der monströse Angebotskilopreis von 34,95€ verdeutlicht.

Wir haben den Fisch wie folgt zubereitet:

  • Zunächst ganz klassisch, Salzen, Säuern und ca. 1,5 Stunden Stehenlassen
  • Danach von allen Seiten leicht gemehlt und photographiert

  • Fett in der Pfanne stark erhitzen und Fisch auf der Haut zwei Minuten bratenlassen, nach einer Minute die Hitze herunterdrehen
  • Fisch wenden und noch einmal auf dieser Seite zwei Minuten braten lassen

Fertig.

Dazu gab es handverlesene Biokartoffeln mit zerlassener Butter und Rahmwirsinggemüse aus der Tiefkühltruhe.

Eine großartige Köstlichkeit.