Wurst und Bier 2015

In der Markthalle Neun findet heute die zweite Wurst und Bier statt. Von 11 bis 19 Uhr ist das Verkosten von Craft Bieren und fleischlichen Genüssen angesagt. Ich bin pünktlich um 11 Uhr da, denn es wird garaniert voll werden, nasche leckere Bratwürste und delektiere mich an den Bieren von Heidenpeters, AleBrower, Hans Müller Sommelierbier/ Hans-Craft sowie Kehrwieder und anderen Köstlichkeiten. Wie vermutet, ist es recht schnell voll in der Halle, die Stimmung ist außerordentlich gut, um 14 Uhr verabschiede ich mich leider schon. Ich verlasse die Markthalle an einer riesigen Schlange Eintrittwilliger, die bis auf die Straße reicht, vorbei. Im nächsten Jahr werde ich gerne wieder dabei sein – und natürlich pünktlich zu Beginn.

Wurst und Bier 2015
Wurst und Bier 2015

Heidenpeters

Das erste Bier von Johann Heidenpeter trinke ich auf dem Berliner Craft Bier Fest 2014 am 30 Mai. Das erste ist das Saisonniére, das zweite ist die Thirsty Lady und das dritte ist das Pale Ale, das ich sofort zu meinem Lieblingsbier erkläre. Meine Bewertungen zu den Bieren von Heidenpeters und anderen kann sich der geneigte Interessent bei Untappd ansehen. Danach dauert es eine Weile bis zu einem zufälligen Besuch in der Markthalle IX bei dem ich nun auch den Stand von Heidenpeters entdecke. Selbstverständlich trinke ich die Karte herunter was nicht sonderlich schwer ist, da sie grundsätzlich drei Biere umfaßt. Der selbstgebaute Stand aus Holz, hinten in der Ecke der Markthalle drückt Minimalismus aus, was ich besonders sympathisch, denn nichts lenkt den Besucher vom Genießen der Biere ab. Im Gespräch mit Bedienung und Kunden, sowie auch einer kurzen Recherche auf den einschlägigen Blogs beginne ich das Konzept von Heidenpeters zu verstehen und bin schon ein klein wenig beeindruckt von Johanns klarer Art der Selbstbestimmung. Das Bier zu brauen, das man selbst für das richtige hält ohne sich hereinreden zu lassen und dieses noch zum Erfolg zu führen finde ich bemerkenswert. Das ist ja fast „Steve-Jobs-artig“. Seit diesem ersten zufälligen Besuch komme ich, so oft es die Zeit erlaubt, wieder. Es ist irgendwie ein gutes Gefühl zu wissen, daß unter seinen Füßen im Keller des Gebäudes der Brauprozeß stattfindet. Das Bier wird in kleinen Mengen produziert, auch hier will Johann sich nicht irgendwelchen Zwängen ausliefern. Ich bin nur froh über den Außerhausverkauf, den man ebenfalls am Stand tätigen kann. Zwei Euro für eine 0,33l Flasche handgebrautes Bier finde ich angemessen und nehme gerne sechs davon fürs Wochenende mit. Zweifünfzig für ein Glas im Ausschank ist ebenfalls angemessen. Ich glaube, hätte das Heidenpeters Hocker an seinem Stand, dann wären meine Sessions dort sicherlich länger aber ich vermute mal darauf wurde bewußt verzichtet.

Pale Ale von Heidenpeters
Pale Ale von Heidenpeters

Ich finde es hochspannend, wie z.B. das Pale Ale je nach gebrauter Charge mal mehr, mal weniger im Geschmack differiert denn in einem handwerklichen Verfahren kommte es im Zeitablauf zu Abweichungen im Produktionsprozeß. Ich empfehle die Biere von Heidenpeters nachdrücklich.

Street Food Thursday

Über hundertzwanzig Jahre hat die Markthalle Neun in Kreuzberg auf dem Buckel, eine angemessene Örtlichkeit für den Street Food Thursday. Köche auch ohne Restaurant können hier ihren Gästen für überschaubares Geld Köstlichkeiten verschiedenster Art anbieten. Und in der Tat wandelt sich der Ort am Donnerstag gegenüber einem normalen Markttag freitags oder sonnabends deutlich. Die Stände nehmen in Häufigkeit zu, alles wirkt voller und bunter. Dabei sollte der Genießer bereits zu Beginn der Veranstaltung um 17 Uhr die Halle betreten und sich mit langsamen Schlendern die Köstlichkeiten erschließen, denn die Halle wird ziemlich schnell ziemlich voll. Genießen sollte eine gewisse Zeitdauer haben, Hektik erschlägt das Genießen genauso wie auch zu langes Anstehen und Warten an den Ständen.

Großartig ist das in Cidre eingelegte und elf Stunden sous-vide gegarte Rindersteak. Das Ergebnis sieht nicht nur sehr ansprechend aus, es ist auch ein Geschmackserlebnis für faire 5,50 Euro. (Leider habe ich vergessen wer der Koch war)

Street Food Thursday - 24 Stunden in Cidre eingelegtes Rindersteak, 11 Stunden sous-cide gegeart mit drei Stunden karamelisierten Zwiebeln auf Kartoffelbrot, gebeizten Senfkörnern & Schnittlauch
Street Food Thursday – 24 Stunden in Cidre eingelegtes Rindersteak, 11 Stunden sous-cide gegeart mit drei Stunden karamelisierten Zwiebeln auf Kartoffelbrot, gebeizten Senfkörnern & Schnittlauch

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