Und nun noch ein Finger-Pulsoximeter

Die Holde hat sich ein Finger-Pulsoximeter gekauft. Was das Gerät macht samt dem innewohnende Verfahren liest sich hier einfach. Natürlich werde ich gleich mit gemessen, diene als eine Art Referenz.

Finger-Pulsoximeter
Finger-Pulsoximeter

Ein weiteres Verfahren samt Gerät zur Überwachung der Körperfunktionen ist also in unseren Haushalt eingezogen und das hat mich angeregt, die Verfahren bzw Geräte, die wir besitzen, einmal auf zulisten:

Eine Waage zur Messung des Körpergewichts.
Mehrere Thermometer (mit Quecksilber als auch digital) zur Messung der Körpertemperatur.
Ein Brustband und jeweils ein Empfangsgerät in Fahrrad- und Ruderergometer zum herzfrequenzgesteuerten Training.
Ein Formular aus starkem Papier zum Protokollieren des Widerstands, der Dauer der Übung sowie Datum des Krafttrainings.
Ein Finger-Pulsoximeter zur Messung des Sauerstoffgehalts im Blut.

Diese Verfahren und Geräte scheinen nicht die Speerspitze der vernetzten Digitalisierung zu sein, die Protokollierung der Daten wird nur beim Krafttraining angewandt. Das spiegelt unsere Haltung zur Überwachung von Körperfunktionen wider: Messung ausschließlich um Abweichungen vom Zustand der Gesundheit zu ermitteln bzw als Erinnerungshilfe zum letzten Training. Keine Messungen zum Zwecke der Optimierung von Fitness, denn die Optimierung von Fitness kennt keine Grenze sondern ist eine selbstgewählte Tretmühle ohne Ausgang und damit sinnlos.

Der Platz im Zug

Wenn es paßt reise ich per Deutsche Bahn gerne in der 1. Klasse. Der Sparpreis mit BahnCard-Rabatt macht es finanziell erträglich. Die offerierte Zeitung, Wlan, Bedienung mit Speisen und Getränken am Platz und die im Preis eingeschlossene Reservierung sorgen für eine angenehme Reiseatmosphäre. Selbst zu reisestarken Zeiten mit gefülltem Zug ist so das Reisen kommod. Natürlich können unter solchen Bedingungen Abweichungen, wie ausgefallene oder verspätete Züge, fatal sein. In letzter Zeit hatte ich diesbezüglich Glück, Ausnahme war das Reisen an Weihnachten aber das ist eine ganz andere Geschichte.

Ist der Zug jedoch nicht ausgelastet beobachte ich ein für mich eher überraschendes Verhalten der Mitreisenden. Diejenigen, die die Reservierung inkludiert haben setzten sich mit hoher Wahrscheinlichkeit auf die reservierten Plätze selbst wenn der Wagen freie Plätze bietet, die bequemer und großzügiger sind. Warum werden die Optionen nicht genutzt?

Und was mach ich mit Peach?

Wieder ist ein neues Social-Media-Messenger-Techno-Dings aufgetaucht – Peach. Ein rosa Pfirsich zur Kommunikation und mit sogenannten „Magic Words“, Kurzbefehle für technische Funktionen wie z.B. das Teilen von Locationen („here“) oder das Wetter („weather“) bzw. das Erstellen von Zeicnungen („draw“). Das Ausprobieren ist kinderleicht und macht Spaß (jedenfalls jetzt noch am Anfang).

Peach
Peach

Peach ist so frisch, daß zur Zeit noch kein Wikipediaeintrag existiert. Mal sehen wie lange sich Peach hält und ob es den Weg vieler Dingse in die Bedeutungslosigkeit geht. Ein Plurk ist es jedenfalls nicht.

Überraschung im Zug

In den vergangenen vierzehn Tagen reiste ich zweimal mit der Deutschen Bahn in der 1. Klasse (natürlich mit Spartarif) von Berlin nach Frankfurt. Auf der ersten Hinfahrt ging ich, den Üblichkeiten entsprechend, mit dem iPhone ins Wlan, das tadellos funktionierte. Den Üblichkeiten entsprechend heißt mit dem Online Manager der Telekom. Das iPad blieb im Flugmodus, da mir die erforderlichen Zugangsdaten für den Online Manager fehlten. Ich ärgere mich regelmäßig über die weniger als nutzerfreundliche Abfrage eines Zugangscodes per SMS, bei der erst die Simkarte aus dem iPad geprökelt werden muß um sie dann in ein SMS-taugliches Device zu stecken, den Code abzurufen um dann die Karte wieder ins iPad zurück zustecken. Eine Usability-Hölle. Auf der Rückfahrt bekam ich zufällig mit, als die Zugbegleitung einem Fahrgast den Wlan-Zugang erklärte, daß der Online Manager nicht mehr notwendig ist. Es reicht aus das Wlan zu konnektieren, eine Seite aufzumachen und loszusurfen. Herrrlich! Das funktioniert ja schon eine Weile in der einfachen Art und Weise.

Warum hab ich das nicht mitbekommen? Warum habe ich an alten Gewohnheiten festgehalten? War das etwa ein Streich von System I?

Threema zum Zweiten

Die Erstinstallation von Threema führte ich im August 2013 auf meinem iPhone durch. Die Zahl der Kontakte blieb übersichtlich, sechs Personen insgesamt, davon heute zwei inaktive. Als ich das Gerät wechselte versetze ich Threema in den wohlverdienten Dämmerschlaf, die iMessage war auch damals bevorzugter Messanger. Ich wurde dieser Tage von einem weiteren Kontakt gebeten Threema zu reaktivieren was ich heute auch tat. Da ich kein Backup durchgeführt hatte war das Generieren einer neuen ID notwendig, die alten Kontakte waren zu meiner Überraschung bereits markiert. Wenn Threema, dann volle Pulle, eine Verknüpfung der ID mit Mobilfunknummer oder Mailadresse habe ich abgelehnt. Irgendwie ist die Usability des Dienstes aber immer noch nicht wie ich mir das vorstelle. Ich habe es nicht geschafft den Account mit einem Avatar zu verknüpfen. Mein neuer Kontakt war völlig ratlos ob er mich trotz übermittelter ID auch gefunden hatte. Ein Tag an dem Threema zwei Menschen an den Rand des Wahnsinns gebracht hat.

Gedanken am Tag nach dem SPD Parteikonvent

Auch heute morgen ist die Sonne aufgegangen, hat die Kaffeemaschine ihren Dienst getan, lagen die Sonntagszeitungen vor der Tür, stand das Willy-Brandt-Haus steinern-gläsern auf der anderen Straßenseite und kein Tor zur Hölle als lava-glühender Schlund ist an seine Stelle getreten. Das Leben geht weiter.

Der SPD Parteikonvent hat gestern die Vorratsdatenspeicherung beschlossen, das hat mich erstaunlich ruhig gelassen obwohl dieser Beschluß ein Fehler ist. Der Beschluß ist sachlich falsch, er ist politisch falsch, was die Befürworter in der SPD möglicherweise unter Schmerzen lernen werden. Die SPD ist vor solchen falschen Entscheidungen nicht gefeit selbst die Ikone der Sozialdemokratie, Willy Brandt, hat Anfang der siebziger Jahre dem Radikalenerlaß zugestimmt. Damit wurden Teile einer junge Generation unter Generalverdacht gestellt, vorgeführt und diskriminiert. Der Fehler wurde erkannt und behoben. Auch die Vorratsdatenspeicherung wird von deutscher wie europäischer Gerichtsbarkeit unter die Lupe genommen und Fehler werden korrigiert werden. Der politische Schaden, den die Zustimmung zur Vorratsdatenspeicherung gerade unter der jüngeren Generation anrichtet ist noch nicht abzusehen. Ohne Not könnte sich die SPD damit eines händerringend gesuchten langfristigen Wählerpotentials entledigen. Sie dokumentiert mit dem Beschluß ihre Tradition einer Partei der vergangenen Disziplinargesellschaft, in deren DNA noch tief die überkommenen Methoden der Aufklärung wie Überwachung und die Disziplinen verwurzelt sind. Auch das wird in Zukunft notwendig sein zu modernisieren um nicht dauerhaft in einem Zwanzigprozentkeller zu verharren. Trotzdem hat mich, wie bereit geschrieben, diese Entscheidung erstaunlich ruhig gelassen denn sie wird korrigiert werden.

#digitalLEBEN – Pausanias wirft ein Stöckchen

Der Pausanias hat mir in einem Blogbeitrag ein Stöckchen zugeworfen, das ich ihm nun beantworten möchte. Über Digitalisierung zu schreiben ist natürlich schwieriger als in der zunehmend digitalisierten Gesellschaft zu leben. Bemühe mich also um Verständlichkeit.

In einer digitalen Welt zu leben, bedeutet für mich …

… nichts, denn ähnlich wie Markus Gabriel meine ich, daß es die Welt nicht gibt. (Sorry Mäx aber diese Klugscheißerei mußte sein…) Meine Umgebung, mein Leben, das ist richtig, wird zunehmend digitalisiert und das seit langem. Denke ich unendlich viele Jahre zurück, an den Beginn meines Studiums, an dem ich in Sekundengeschwindigkeit mit Statistikprogrammen Faktorenanalysen rechnete, zu denen man in noch älteren Zeiten tagelang mit Millimeterpapier und Zirkel arbeitete, so war das erstaunlich. Wahrscheinlichkeiten ergodischer Systeme habe ich durch das Programmieren kleinerer BASIC Anwendungen verstanden. Digitalisierung dringt zwar in Produktionsprozesse ein, mein Stuhl auf dem ich gerade sitze ist aber noch ziemlich analog, ebenfalls das Fenster, aus dem ich schaue. Die digitale Kommunikation erweitert meine „Reichweite“ und erlaubt vielfältige Verbindung zu Menschen die physisch entfernt aber mir nah sind ebenso wie ungewollte bzw. erzwungene Kommunikation.

Mein Computer ist für mich …

… eine Maschine. Davon habe ich drei in Besitz: Laptop, Tablet und Smartphone. Vor unendlich vielen Jahren als kleiner Junge habe ich immer die Kommunikatoren bzw. Assistenten in den Perry Rhodan Filmen und der Raumschiff Enterprise Serie bewundert. Das wollte ich immer haben, etwas ähnliches scheint das Smartphone zu sein.

Wirklich gut! Die größte Chance durch die Digitalisierung ist…

… mir jedenfalls unbekannt, da ich heute nicht vorhersehen kann was ich morgen wissen werde. Von daher ist mir das Verwenden von Superlativen ein Greuel. Ich würde mir aber Fortschritte im Bereich der Medizin wünschen, denn die Digitalisierung eröffnet die Chance personalisierte Medizin technisch und auch wirtschaftlich möglich zu machen. Eine weitere Chance ist das Zugänglichmachen von Wissen, gerade auch Wissen, das ganz spezielle Antworten auf verzwickte Fragen im Alltagsleben gibt.

Weiterlesen

Achtundvierzig Grad Unterschied

Schrulligkeiten sind ja eine Würze des Lebens. Eine meiner eigenen Schrulligkeiten kann ich selber mit dem iPad erleben, wenn ich morgens in schöner Regelmäßigkeit die App Magical Weather von MeteoGroup aufmache. Was die Wetterapp so kann ist hier zu lesen. Meine Einstellung sieht dann so aus:

Magical Weather
Magical Weather

Nach der Wetteranzeige der jeweils aktuellen Location sind dort Örtlichkeiten meiner Domains aufgereiht: von Orten in den USA (us) über das Britische Territorium im Indischen Ozean (io) und Montenegro (me) sowie den Kokosinseln (cc) bis zu Tumaco in Kolumbien (co). Auch das Wetter in der Hauptstadt meiner Sehnsuchtsinsel St. Lucia, Castries, wird angezeigt.
Der Temperaturunterschied von 48° zwischen Berlin und Diego Garcia, zwischen zuhause und der dem Land der Domain dieses Blogs ist schon gewaltig und dies zu konstatieren und darüber nachzudenken erscheint schnurrig. Also ich selber erscheine mir schnurrig.

Als ob ich versuchte mir mit dem morgentlichen Blick auf das Wetter in den Ländern die Domains peu à peu anzueignen und anzuverwandeln …

Ein neuer Versuch: Untappd – drink socially

Der Stecki hat meinem Gefühl nach in letzter Zeit häufiger Posts bierologischen Inhalts von Untappd zu Twitter gepostet. Die englischsprachige Wikipedia schreibt zu Untappd „is a social networking service that allows its users to check into beers as they drink them, and share these check-ins and their locations with their friends“. Beim Lesen seiner Tweets erinnere ich mich, daß ich dort auch noch ein Zugang habe und logge mich mal flugs ein. In der Tat ist mein Account am sechsten November 2010 angelegt und nur einen Tag genutzt. Ich beschließe das kurzfristig zu ändern und einen erneuten Versuch mit Untappd zu starten. Mit der App auf dem iPhone begebe ich mich zu einem Frühschoppenbuffet nach Köpenick ins Waschhaus und mache vom Dienst Gebrauch. Die App ist intuitiv leicht zu verwenden und hat neuerdings eineige interessante Filter für Photos. Die Biersorten werden schnell gefunden und der Pull von Foursquare-Locations funktioniert problemlos.

Untappd
Untappd

In der nächsten Zeit ergeben sich für mich einige Gelegenheiten den Service zu verwenden, so wie das anstehende Ironblogger Berlin Neujahrsbiertrinken, das ich dann sortenweise protokollieren werden.

Ob ich dabei bleiben werden?

Bahnfahrt in den Norden

15:30 Uhr
Heute geht es per Bahn in den Norden. Was so auf einer langweiligen Bahnfahrt passiert möchte ich gerne in diesem Post protokollieren. Da ich per iPad und iPhone reise und immer noch nicht weder mit der wordpress-App noch mit blogsy warmgeworden bin, schreibe ich schonmal ein paar Sätze vorneweg, sodaß ich mir die Formatierungen dann jeweils kopieren kann. Klingt amateurhaft ist aber genau so.

16:50 Uhr
Warten in der DB Lounge. Irgendwie nicht viel los für einen Sonntag oder ist die Ferienzeit schon rum?. Es gibt Vollkornstulle mit Kochschinken und Beck’s. Lustiger jungscher Typ sitzt neben mir, der erklärt, daß er schon alle DB Lounges besucht hat, nur Hamburg fehle ihm, da führe er jetzt hin.

17:30 Uhr
Erster Halt Spandau. Zug ist pünktlich aber übervoll. Frage mich ob er auf seiner Fahrt von Leipzig aus Reisende aus ausgefallenen Zügen aufnehmen mußte. Sitze auf einem Einzelplatz um meine Ruhe zu haben, werde mich aber später den Mitreisenden widmen. Denke die Fülle wird bis Hamburg anhalten. Kann von meinem Platz aus sehen, daß viele Leute vor dem Dienstabteil stehen und mit den Bahnangestellten diskutieren.

19:00 Uhr
Zug leert sich erwartungsgemäß in Hamburg Hauptbahnhof. Weiß immer noch nicht warum er so übervoll bis hierher war. Denke lieber an diese Bierbar ohne Namen auf der Südseite des Bahnhofs wo es leckeres Astra auch in kleinen Gläsern gibt. Jetzt auf meinen Lieblingsplatz, einem Doppelsitzer mit kleinem Tischchen am Fensterplatz und Beinfreiheit, gewechselt. Endlich zwei Steckdosen für iPad und iPhone. Na klar, Speisewagen gibt es auch nicht, sondern einen Notverkauf in Wagen Neun. Bei meiner letzte Reise mit diesem ICE im letzten Jahr war das genau so. Warum kriegt die Bahn das eigentlich nicht gebacken? Das letzte warme Beck’s im Notverkauf ergattert, muß eine Stunde halten.

Weiterlesen