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Gedanken nach der Wahl zum Abgeordnetenhaus

Auch heute morgen ist die Sonne aufgegangen, macht die Kaffeemaschine ihren Dienst, liegen die Sonntagszeitungen vor der Tür, steht das Abgeordnetenhaus steinern-wuchtig an der Niederkirchnerstraße und kein Tor zur Hölle als lava-glühender Schlund ist an seine Stelle getreten. Das Leben geht weiter.

Das Ergebnis macht nachdenklich, die stärkste Partei mit überschaubaren 21%, die anderen folgen schwächer in einem Band zwischen 14% und 17%, einzig die FDP mit knapp 7%. Das ist eine eindrucksvolle Fragmentierung der Sitzverteilung. Ist das besorgniserregend, wird sich der Gesetzgeber blockieren? Ich denke nicht, zwischen den Fraktionen werden Gemeinsamkeiten ausgelotet, eine vernünftige Zusammenarbeit vereinbart werden. Das funktioniert auch zwischen drei Parteien, wie wir aus der Historie seit 1949 auf Bundesebene wissen.

Ich hege vorsichtigen Optimismus, daß das gelingen wird.

Wählen gehen

Heute sind die Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus und zu den Bezirksverordnetenversammlungen. Daran nehme ich teil, wie auch an allen anderen Wahlen zu den unterschiedlichen politischen Ebenen seit dem Beginn meiner Wahlberechtigung. Gedanken warum ich wählen gehe, ob es sinnvoll ist, oder gar (ir)rational wie Anthony Downs reflektiert oder ob Nichtwählen „besser“ wäre, habe ich mir nie gemacht. Ich gehe einfach wählen. Ob und wem ich damit Authorität zuschreibe ist mir unklar, klar ist allerdings, wäre Wählen Pflicht also Zwang ausgesetzt würde ich mich dagegen sträuben.

Im Laufe der Zeit, von der ersten Wahl in meiner Geburtstadt bis heute hat sich die tasächliche Lokation des Wahllokals mehrfach geändert. Meine erste Wahl fand in einer Grundschule statt. Meine Wahl-Lokale in Berlin (West) waren wirklich Lokale, Eckkneipen, in denen im Hinterzimmer gewählt und an der Theke Bier getrungen wurde. Heute ist das Wahllokal das AOK-Service-Center, vermutlich wird es in einigen Jahren eine Seniorenwohnanlage sein …

Im Laufe meines Lebens habe ich verschiedene Parteien gewählt, niemals aber aus Protest, dazu ist die Politik zu wichtig, zu ernst, bestimmt sie das Leben aller hier Wohnenden ob Staatsbürger oder nicht. Politiker im Parlament sollten bei aller Pluralität immer miteinander sprechen und Argumente austauschen können. (Das ist das „Wesen“ der Politik). Politik als das Sprechen über die „Gegebenheiten des Lebens“ wie Zygmunt Bauman schreibt ist zusammengeschweißt mit den „Rechten und Pflichten“ der Menschen also mit der Moral. Politiker von Parteien, die das (Kantsche) moralische Sittengesetz (Handle so, daß du die Menschheit sowohl in deiner Person als in der Person eines jeden anderen, jederzeit zugleich als Zweck, niemals bloß als Mittel brauchst) negieren sind für mich unwählbar. Diese Politiker, sind ja auch diejenigen, die nicht mit anderen sprechen und Argumente austauschen wollen, also das „Wesen“ von Politik nicht begriffen haben. Sie gehören nicht ins Parlament. Den Mitgliedern und Wählern solcher Parteien sei zudem ein Blick in die Kantsche Abhandlung „Vom ewigen Frieden“ und hier ganz besonders in den „Dritte Definitivartikel“ geraten.

Damit ist eine Auswahl getroffen.

Kurz

Ups, nur ein Photo heute….
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Über die Kaffeemaschine

Was kann interessant sein an einer Kaffeemaschine? Eigentlich nicht viel, höchstens das Verhältnis des Besitzers zu ihr. Gute neun Jahre hat meine Kaffeemaschine durchgehalten, eine Schwester von ihr, fast gleichaltrig und von mir damals erworben, steht seit Gründung in der Firma. Nun ist meine Kaffeemaschine inkontinent geworden und muß ersetzt werden. Oh nein, die Schwester erwähne ich nur um mir die Länge des Besitzes zu vergegenwärtigen, kein magisches Denken bewegt mich. Ein Ersatz ist gefunden, ein Nachfolgemodell der gleichen Firma. Der Nachfolger sieht ähnlich aus, die Technologie ist fast dieselbe, dazugekommen ist eine „Auto-Off-Funktion“, nicht mehr, keinerlei technologischer Fortschritt, ein Gerät ohne Funkschnittstelle und ohne GPS. Die Vermutungen zur Langlebigkeit der Technologien in meiner Wohnung konnten nicht widerlegt werden. Vermutlich nimmt die Langlebigkeit der Technologien in meiner Wohnung noch zu, denn in letzter Zeit ist die Menge der Bücher stetig gewachsen.

Ein musealer USB-Stick

In den Tiefen meiner Laptoptasche finde ich zu meiner Überaschung ein Ding – einen wirklich schönen musealen USB-Stick. Hergestellt in 2006 im EC-Kartenformat mit 1 GB Speicherplatz und und in der Karte einrastbarem Pinökel (also das Teil, das in den USB-Schlitz gesteckt wird) ist das ein schmales flaches Gadget, das bequem in jede Tasche paßt. Er ist auch nach zehn Jahren voll funktionsfähig und darauf befinder sich eine Präsentation von mir aus dem Jahre 2010. Ich verwahre ihn nun in der Laptoptasche an einem Ort, an dem ich ihn wiederfinde und werde ihn bei Gelegenheit benutzen. Ich freue mich auf die heiteren Gesichter derjenigen, die das Museumsstück demnächst bestaunen werden.

USB-Stick

USB-Stick

Und nun noch ein Finger-Pulsoximeter

Die Holde hat sich ein Finger-Pulsoximeter gekauft. Was das Gerät macht samt dem innewohnende Verfahren liest sich hier einfach. Natürlich werde ich gleich mit gemessen, diene als eine Art Referenz.

Finger-Pulsoximeter

Finger-Pulsoximeter

Ein weiteres Verfahren samt Gerät zur Überwachung der Körperfunktionen ist also in unseren Haushalt eingezogen und das hat mich angeregt, die Verfahren bzw Geräte, die wir besitzen, einmal auf zulisten:

Eine Waage zur Messung des Körpergewichts.
Mehrere Thermometer (mit Quecksilber als auch digital) zur Messung der Körpertemperatur.
Ein Brustband und jeweils ein Empfangsgerät in Fahrrad- und Ruderergometer zum herzfrequenzgesteuerten Training.
Ein Formular aus starkem Papier zum Protokollieren des Widerstands, der Dauer der Übung sowie Datum des Krafttrainings.
Ein Finger-Pulsoximeter zur Messung des Sauerstoffgehalts im Blut.

Diese Verfahren und Geräte scheinen nicht die Speerspitze der vernetzten Digitalisierung zu sein, die Protokollierung der Daten wird nur beim Krafttraining angewandt. Das spiegelt unsere Haltung zur Überwachung von Körperfunktionen wider: Messung ausschließlich um Abweichungen vom Zustand der Gesundheit zu ermitteln bzw als Erinnerungshilfe zum letzten Training. Keine Messungen zum Zwecke der Optimierung von Fitness, denn die Optimierung von Fitness kennt keine Grenze sondern ist eine selbstgewählte Tretmühle ohne Ausgang und damit sinnlos.

Über Prisma

Der Hype um die Prisma App hat sich binnen vier Wochen gelegt. Ausprobiert habe ich diese interessante Foto-Filtertechnologie ebenfalls und behalte sie auch weiter auf dem Device installiert. Die Filtertechnologie habe ich an Räumen wie die Perspektive in einem Hallenbad, an Gebäuden wie an einem neunstöckigen Wohngebäude, an Personen und natürlich an verschiedensten Gerichten ausprobiert. Prisma ist keine Fotoverbesserungstechnologie wie „Perfectly Clear“, „Tadaa SLR“ oder „SKRWT“ sondern transformiert Fotos in den Stil „alter“ und „junger“ Meister wie Mondrian oder Lichtenstein.

Hallenbad

Hallenbad

Paar

Paar

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Labskaus zum Dritten

Zwei Beiträge habe ich bereits über Labskaus geschrieben und zwar hier und hier. Ein dritter ist dann auch o.k.. Die Holde hat mir als Mitbringsel eine Dose Labskaus von der Nordseeküste mit gebracht. Dieser ist super, schön mild, und dazu gibt es Gurke, Rote Beete, Rollmops und Spiegelei. Ganz klassisch halt. Sehr zufriedenstellend!

Labskaus

Labskaus

Saure Lunge mit Semmelknödel

Die Einbildungskraft kannte keine Grenzen. Was wollte ich alles während der Zeit als Strohwitwer in der Küche ausprobieren? Fleisch, Fisch, Meeresgetier aller Art und so weiter und so weiter. 2013 und 2014 hatte das gut geklappt in 2016 ist irgendwie die Luft raus. Ein einziges Mal habe ich den Herd angeworfen und zwar für das einfachste Strohwitwerdinner ever. Denn nichts selbstgemacht sondern alles fertig gekauft. Saure Lunge nach bayerischem Rezept in der Dose und Semmelknödel einzeln verpackt in kleinen lustigen Plastikbeutelchen. Also alles schön erhitzen und fertig ist der Spaß:

Saure Lunge mit Semmelknödel

Saure Lunge mit Semmelknödel

Und ich muß zugeben, die Lunge war gut, schön gewürzt mit Lorbeer und erfrischender Säure; die Knödel waren gut. Kann man also ruhig mal machen …

Der Satz

Der Satz ist eigentlich ganz einfach „Klaatu barada nikto“. Meint man zumindest. Als Kurze haben sich mein bester Freund und ich immer gestritten über das was der Roboter gesagt hat – ich so „warara“ er so daran erinnere ich mich nicht mehr. Heute abend kommt die Neuauflage des Films im TV – natürlich schaue ich mir das an und denke zurück – weit zurück in die Kindheit.