Schlagwort-Archive: kommunikation

Über einen Dialog zum Schäferfrühstück

Dialog:

Ich hatte doch gesagt, ich esse keine Wurst und bat auch darum für mich keine zu kaufen.

Das ist keine Wurst, das ist Fleisch.

Über ein TV-Programm am Neujahr 2020

Ein TV-Sender bringt am Neujahrstag von 10:50 Uhr bis Mitternacht einen Laurel & Hardy Film nach dem anderen. Was bedeutet das? Schlägt die Kulturindustrie zu und überzieht den Zuschauer mit Schein und Ablenkung vom gesellschaftlichen Zwang? Lachen als Zustimmung zum Gegebenen und Negierung des möglich Besseren versucht sie zu erheischen, damit alles bleibt wie es ist? So einfach ist es nicht. Laurel & Hardy Filme sind heute, gerade im Abstand ihrer Erscheinungsjahre, anarchisch und subversiv. Diejenigen, die die Filme in ihrer Kinderzeit gesehen haben erinnern sich. Die alten Slapstickfilme, auch der anderen mit Chaplin und Keaton, reißen die Scheinhaftigkeit dessen auf, was mehltauartig über die Gesellschaft verbreitet werden soll zum Zweck des Stillhaltens. Mehr Filme davon…!

2019

Ikonographisch erinnert 2019 an 2016. Das ist Zufall. Traurige Ereignisse überwiegen. Die Freude und Neugier auf 2020 ist groß.

Instagram

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Über das Ergebnis der Mitgliederbefragung (4)

Das Bestehende, das Bräsige, das Neoliberale, das Anti-Digitale ist nicht gewählt. Ratlosigkeit überall. Diese Ratlosigkeit, bei den Anhängern des Bestehenden ist klar, bei den Befürwortern des Anderen ebenfalls, wenn auch auf bestimmte Art und Weise. Die Ziele, die Zwecke des Anderen sind klar, die Mittel, die Verfahren, die Wege nicht. Das schafft Irritationen. Die Auflösung ist offen. Zudem, das öffentliche Konzert um das Ergebnis von denjenigen, die sich wichtig empfinden, ist traurig. Inhalte werden bis zur Unkenntlichkeit verwischt in der personalisierten Welt, die ein Teil der Kulturindustrie zornig um das Progressive spinnt. Die Chance das Verbaute, den Schein zu durchzustechen ist da, sie sollte genutzt werden…

Über das Ergebnis der Mitgliederbefragung (3)

Taktik prägt die Mitgliederbefragung. Menschen, die nicht mit den Inhalten eines Teams übereinstimmen, nicht mal  in nenneswerten Relationen, wählen es trotzdem. Das nützt dem Bestehenden. Veränderung ist unangenehm. Das Bestehende, das Bräsige, das Neoliberale, das Anti-Digitale werden zwar nicht wirklich goutiert, sind aber für die Vielen erträglicher als frischer Wind. Das Konservative sitzt tief.

Über eine Twittersperre

Twitter hat Kosmar gesperrt nachdem er 200 inaktiven Accounts entfolgt ist. Twitter sah dies als Bedrohung an. Das ist grotesk und zeigt die Maßlosigkeit von Automatisierung. Die Politik, das Unverständnis der Digitalisierung im politischen Betrieb, ist ursächlich daran beteiligt. Leider kann sich davon auch bis heute die Sozialdemokratie nicht freisprechen, ist das NetzDG ein Baby des ehemaligen Justizministers. Netzpolitische A**chtritte durch D64 sind nötiger denn je. Keine kosmaresquen Tweets mehr lesen zu können ist kein großes Kino von Twitter. Schämt und entschuldigt euch!

Über ein Telephonat

Die kleine Maus, anderthalb Jahre alt, schnappt sich das Brillenetui ihrer Großtante und beginnt ein Telephongespräch. Wer der Angerufene ist, erschließt sich den Erwachsenen, die zufällig zuhören, nicht. Auch der Inhalt des Gesprächs wird von den Erwachsenen nicht verstanden, kann die kleine Maus noch nicht die Sprache der Erwachsenen sprechen. Andererseits, ihre Worte, ja es sind Worte, verstehen die Erwachsenen nicht. Sprache ist interessant, Gabriel Tarde hätte seine Freude daran…

Über das Ergebnis der Mitgliederbefragung (2)

Die Mitgliederbefragung bestätigt im ersten Wahlgang das Bestehende. Erschütternd…

Über das Ergebnis der Mitgliederbefragung

Wird das Ergebnis der Mitgliederbefragung das Bestehende bestätigen? Der Abstieg in die Bedeutungslosigkeit würde denkbar werden. Singend, Seit‘ an Seit‘ schreitend der Rückzug des Politischen aus der Politik. Die Selbstaufgabe einer Partei…

Über die Dialektik des Trackings

Neulich auf Twitter … Frage horax:

frage mich was adorno zum unerbittlichen kampf gegen das cookie durch sogenannte (datenschutz)aktivistïnnen sagen würde….

Antwort Malte Engler:

weniger noch kann das fehlbare Bedürfnis nach einer Einwilligung, auch nicht das verzweifelte, der Regulierung des Tracking die Erichtung weisen

Adorno, 2019, Dialektik des Trackings.