Ziemlich ungewöhnlich ist es schon: die LTE-Schnittstelle des iPhones hat sich selbst verloren. Wird es angeschaltet oder der Flugmodus deaktiviert kann die LTE-Schnittstelle kein Netzwerk konnektieren. Vier Balken und das LTE Symbol zeigen trotzdem vollen Kontakt. Wird 3G eingestellt und dann auf LTE umgestellt ist der Kontakt da. Desgleich passiert wenn die Wlan-Schnittstelle deaktiviert wird. Also nur wenn zuvor ein anderer Modus aktiv war findet LTE sein Netzwerk.
An dieses Eigenleben des Devices gilt es sich zunächst anzupassen.
Schlagwort: kommunikation
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Über ein Sich-Selbst-Verlieren
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Über den Sprech von Mitte
Xerotisch und strunzdumpf ist die Moralisierung der „Mitte“ als „fleißige“ durch den institutionellen politischen Liberalismus in Deutschland.
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2021
Wie 2020 ist auch 2021 ikonographisch ein Jahr ohne Wurst & Bier, dafür mit einem ordentlichen Überschuß Narzissmus. Wie wohl das Jahr 2022 werden wird?
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Über das TV-Programm an Heiligabend
Von den Jahren zuvor unterscheidet sich das diesjährige TV-Programm zur „Prime Time“ nicht: Tränendrüseniges, Actionkomödiantisches oder Kriegsgeballere füllen die Sendeplätze ob Öffentlich-Rechtlich oder Privat. Der Pandemie Angepasstes? Fehlanzeige. Ein Programm zum Wegschauen, was dem Tag angemessen wäre – Fernseher aus.
Nachmittags läuft eine kleine Serie schwarzweißer Sherlock Holmes Filme aus den 1940er Jahren. Amüsant anzusehen, sie wirken anarchisch frech und aus der Zeit gefallen. Genau die richtigen Filme um die Zeit zu überbrücken bis das Christkind kommt…
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Über 10:36 Uhr
Tragikomisch mutet die Genauigkeit des Termins in zwei Monaten beim Bürgeramt an: 10:36 Uhr. Nicht 10:30 Uhr oder 10:35 Uhr oder 10:40 Uhr – nein 10.36 Uhr. Das verschlägt den Atem. Was will diese Genauigkeit ausdrücken, die sowieso nicht eingehalten wird? Ist sie der Ausdruck des Selbstverständnisses einer Verwaltung? Ist es nur eine Markierung ohne weitere Aussage? Wann ist der nachfolgende Termin anberaumt: 10:46 Uhr? Ist es ein Spiegel der theoretischen Arbeitszeit einer Mitarbeiterin, die am Tag sieben Stunden und einundzwanzig Minuten arbeiten muß?
Was wird wohl die Antwort darauf sein?
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Über die verschüttete Suppe
Quo vadis soup.io? Die Suppe ist demnächst ein Jahr abgestellt. Schade, war sie doch ein Aggregator europäischer Herkunft und für mich ein weiteres Tumblelog neben Tumblr. Auf meiner Suppe „horax ist hier“ hatte ich die Domain „horax.me“ gemappt. Gestern habe ich auf Tumblr die Seite „horax ist hier“ als Nebenblog zum Tumblelog aufgemacht und die Domain darauf gemappt. „horax ist hier“ ist kein zweites Tumblelog sondern ein weiteres Blog. Ich begann vor geraumer Zeit auf dem Tumblelog Blogposts zu schreiben, die ich hier in diesem Blog nicht schreiben wollte. Dazu ist aber das Tumblelog nicht gedacht. Das neue Blog wird solche Posts enthalten. Drei Blogs sind dann aber wirklich genug…
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Über den ungenutzten Einkaufszettel
Prophylaktisch wird der Einkaufszettel geschrieben und zwar auf anlogem Papier, nicht in Binärschrift. Die Einkaufszettel sind kleine Zettel, in post-it-Größe, zurechtgeschnitten aus größeren, auch benutzten Papierformaten. Der Inhalt der Einkaufszettel wird genau besprochen; er bezieht sich auf die Lebensmitteleinkäufe einer Woche. Nach einem Einkauf wird der Zettel geprüft und das Erworbene durchgestrichen.
Zwiebeln fehlten nach dem Wochenendeinkauf. Der Einkaufszettel war während des Einkaufs mit dabei aber nicht gelesen. Es wurde einfach vergessen auf den Zettel zu schauen. Haarkötter hat recht: Notizen sind dazu da, die verschriftlichten Gedanken zu vergessen um Platz für neue zu machen. Die Zwiebeln waren auf dem Einkaufszettel und nicht im Kopf. Es bedarf der Übung während des Einkaufs auf den Zettel zu schauen…
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Über Twitterlisten
Obwohl ich Listen in Twitter unnötig fand – die Beschäftigung damit würde Twitter zuviel Bedeutung zuschreiben – habe ich schließlich doch einen Set Listen eingerichtet. Die Listen sind themenspezifisch und auf privat gesetzt. Einige Listen konzentrieren Accounts und die Informationen weil das Thema relevant ist. Der Zugriff wird erleichtert. Andere Listen invisibilisieren Accounts und die Informationen weil das Thema zwar nicht unbedingt irrelevant ist aber spezifisch sehr viel Rauschen erzeugt. Das erleichtert das Lesen der Timeline ungemein. Ein Feature benutze ich schon länger für die Selbstsorge, das der stummgeschalteten Worte. Es ist hochwirksam…
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Über den Blick in die Wetterapp
Niederschlag – was nun? Beim morgentlichen Blick in die Wetterapp bleibt es nicht, auch tagsüber wird vor dem Gang ins Freie des Öfteren nachgeschaut. Wenn es geht, warum nicht? Aber es scheint, als wäre in letzter Zeit die Wettervorhersage instabiler geworden, müsse sich häufiger korrigieren. Stimmt das? Eine Hypothese wäre, die Vorhersage wäre ungenauer, da es weniger Flugbewegungen gibt und somit einen geringeren Umfang von durch Flugzeugsensorik gemessene Wetterdaten, die zur Prognose verfügbar wären. Das stimmt nicht für Mitteleuropa, es gibt genug bodengebundene Wettersensorik. So ein Umweg des Denkens ist interessant, führt aber in die Irre. Das Wetter ist zur Zeit einfach sehr wechselhaft und das wird mit dem Blick in die App sichtbar. Ganz einfach, nicht wahr?
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Über das manuelle Uhrenumstellen
Kurioserweise gibt es in diesem Haushalt immer noch zwei Uhren ohne Funkmodul. Ein Siemenshandapparat fürs Festnetz, dessen Basisstation am Router angeschlossen ist, wird nicht über irgendeine Systemzeit umgestellt, sondern muß manuell eingestellt werden. Die Uhr der noch betagteren Mikrowelle (die Mikrowelle denkt gar nicht daran kaputt zugehen, sodaß sie durch eine moderne ersetzt werden kann) bedarf ebenfalls der Umstellung per Hand.
Die neue Funkuhr im Schlafzimmer verweigert sich wie ihre Vorgängerin beharrlich der Umstellung. Dies liegt an der Exposition des Schlafzimmers, das durch die Signalquelle in Frankfurt am Main nicht zufriedenstellend erreicht wird. Die manuelle Einstellung der Zeit ist nicht benutzerfreundlich, zudem hat sich die Gebrauchsanweisung irgendwo versteckt. Die Uhr wird also mit zwei Batterien transportfähig gemacht und in das Wohnzimmer verbracht, das eine günstige Exposition zur Signalquelle hat. Einige Minuten später ist die Uhr auf die Sommerzeit umgestellt und wird an ihren gewohnten Ort zurückgebracht, das Netzkabel angeschlossen und die Batterien entfernt. Fertig.
