Schlagwort-Archive: Berlin

Kein Gänseparadies für mich

Der November ist Gänsezeit und normalerweise bin ich im November im Gänseparadies. Dieses Jahr ist es anders, aus Gründen natürlich. Sehr schade. Auch daheim ist das Gänsebraten nicht gerne gesehen, auch natürlich aus Gründen. So habe ich mir kurzentschlossen in der Lebensmittelabteilung des Vertrauens in der Stadt beholfen und nach dem Wochenendeinkauf Keule, Brust und Grünkohl schnabuliert. Äußerst begeisternd….

Gänsebrust, -keule, Grünkohl

Gänsebrust, -keule, Grünkohl

Das plötzliche Verschwinden von Industry Standard aus der Lebensmittelabteilung des Vertrauens

Die Lebensmittelabteilung im Kaufhaus des Vertrauens modernisiert die angebotene Küche an den einzelnen Verzehrstände. Ein erfolgreiches Beispiel, es ist immer voll da, ist New Burger, ein weiteres Beispiel ist der Pignut BBQ-Stand. Den letzten Modernisierungsschub bekam die Küche durch Industry Standard aus Neukölln. Mein absolutes Highlight ist der gegrillte Knochen mit lecker, lecker Knochenmark. Absolut großartig und für den Snack zwischendurch der Brüller.
Neulich stelle ich beim Besuch der Lebensmittelabteilung des Vertrauens mit Verwunderung und großem Bedauern fest, daß der Stand verschwunden ist. Ob dies kommerzielle Gründe hat, sehr viel los war da ehrlich gesagt nicht, oder andere, vermag ich nicht zu sagen. Gerüchte gibt es zuhauf aber das ist hier nicht der richtige Ort zum Berichten.

Auf meinem Tumblelog stelle ich hier und hier ein paar Bilder von den von mir  verzehrten Snacks bereit.

Hochbetagte

Die Wochenendausgabe der Süddeutschen berichtet in der Kategorie Wissen über neue Erkenntnisse der Langlebigkeit bei Menschen. Nicht objektive Kriterien wie aktueller Gesundheitszustand, soziale Teilnahme und Funktionsstatus, sondern die subjektive Bewertung der eigenen Lebenssituation sollen relevant sein. Der gelungene Umgang mit den eigenen Ressourcen, trotz körperlicher Gebrechen sei der Schlüssel. Optimismus und Lebensmut, -willen sind wichtig. Als Jüngere ist das Hineinversetzen in die Körperlichkeit und Bedürfnisse Hochbetagter sehr, sehr schwierig. Wir dürfen hier nicht unbedingt Kausalität mit Korrelation verwechseln, denn die „Stichprobe der Hochbetagten“ ist natürlich selektiv. Aber spannend und nachdenkenswert scheinen die neuesten Forschungsergebnisse zu sein. Und persönlich relevanter werden diese Ergebnisse natürlich auch…

Der Router verabschiedet sich mit lautem Knall

Einen Tag nachdem ich die Auftragsbestätigung zum Anbieterwechsel von Telephonie und Internet erhalte verabschiedet sich der Router mit lautem Knall. Lauter Knall deshalb, da die Sicherung rausspringt nachdem die Kondensatoren abgerauscht sind. Da will ich nicht meckern, der Router hat seine zehn Jahre durchgehalten. Mit dem Anbieterwechsel wird auch ein neuer Router kommen, bis dahin spendiere ich uns einen Ersatzrouter für einen schmaleren Euro. Witzig, dieser Zufall, nicht wahr?

Router

Router

Scheitern an Online-Formularen

Telephonie- und Breitbandzugangsbetreiber sind in unserem Haushalt verschiedene Unternehmen. Um eine höhere Bandbreite zu bekommen und auf IP-Telephonie umzustellen möchte ich beide Funktionen in die Hand des DSL-Zugangsbetreibers legen. Das Preis-Leistungsverhältnis ist gut, mit dem Unternehmen bin ich seit Jahren sehr zufrieden. Ich logge mich mit meinen Zugangsdaten ein um den Provider- und Tarifwechsel zu bestellen. Auf einer der letzten Seiten muß ich meine Festnetznummer, die portiert werden soll, eingeben. Nach dem Drücken des „Weiter-Buttons“ erfolgt eine Fehlermeldung in der Art „Diese Rufnummer existiert schon“ und nichts geht mehr. Ich breche den Bestellvorgang etwas verunsichert ab. Ich probiere es nun mit dem Telephoniebetreiber, obwohl etwas teurer und für mich zweite Wahl. Meiner Festnetznummer werden, obwohl ich angebe, daß keine weiteren Nummern gewünscht werden, trotzdem noch zwei Nummern zugeordnet. Dazu soll ich den Betreiber meiner jetzigen Festnetznummer, die er selber ist, eingeben. In dem Auswahlmenü ist er logischerweise nicht aufgelistet. Verwirrt und verunsichert breche ich auch den Bestellvorgang ab. Nach einer Weile probiere ich es erneut beim Breitbandbetreiber bis zum erneuten Auftreten des beschriebenen Fehlers. Kurzentschlossen rufe ich das Unternehmen an. Nach der Schilderung der Fehlermeldung bekomme ich die fröhliche Antwort, daß dies bekannt sei, da auch meine Festnetznummer des DSL-Anschlusses in ihrem System sei. Ich gebe also meine Bestellung telephonisch auf und hoffe auf eine problemlose Umstellung. Aber warum ist der Fehler, wenn bekannt, nicht abgestellt?

Heute nur Babyschritte

Die Reaktion erfolgt auf dem Fuße. Vier Wochen Trainingsabstinenz an den Kraftmaschinen hinterlässt beim erneuten Training seine Spuren. Und zwar deutliche Spuren und mit einem einfachen Wort ausgedrückt – Muskelkater. Heute schmerzen Stellen am gesamten Körper, die ich lange nicht gespürt habe und andere von denen ich nicht wußte, daß sie auch schmerzen können. Morgen wird der schmerzliche Höhepunkt der Folgen dieser Pause sein. Nicht, dass ich mich darauf freue. Heute und morgen wird mein Schritt nicht ausholend, federnd und dynamisch sein, sondern ich bin und werde nur zu einem Gang in der Lage sein – Babyschritte…

Wann wird mein Home smart sein?

Smart Home ist in aller Munde. Ich verzichte auf die Begriffserklärung zu Smart Home und verweise auf einen Artikel in der Wikipedia, der für diesen Zweck genügt. Der überwiegende Teil des Wohnungsbestandes in Berlin sind Mietwohnungen, so auch meine.

Liest man die einschlägigen Artikel in Zeitungen, Fachzeitschriften und sonstigen Publikationen oder beschäftigt sich mit den Broschüren von Smart Home Technologieanbietern so wird schnell deutlich, daß das Smart Home eher als Konsumgut betrachtet wird und der Mieter seine Wohnung mit Eigenkäufen einrichten soll und der Vermieter mit dem Smart Home scheinbar nichts zu tun hat. Diese Sichtweise ist grundfalsch, Smart Home ist „Infrastruktur“ und damit vor allem Vermietersache. Sicherheit, Energiesparen, technische Funktionalität gewährleisten, Anschluß an leitungsgebundene Kommunikationssysteme sind Felder, die der kluge Vermieter bestellen kann. Ich nehme meine Wohnung als Beispiel. Die Gegensprechanlage und die Wohnungstür sind Mietsache. Diese könnte der Vermieter durch smarte Lösungen ersetzen. Die Heizungsanlage läuft mit Nachtabsenkung, die Thermostate sind analog mit Bimetalldrahtschaltung ausgestattet und funktionieren gut. Die Substitution der Heizungsthermostate auf meine eigenen Kosten ist nicht gerade rational.

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Geburtstagsbrunch des Kaufhauses des Vertrauens

Das Kaufhaus des Vertrauens in der Stadt begeht dieses Jahr das 110-jährige Bestehen. Herzlichen Glückwunsch! Dazu werden an drei Sonntagen jeweils ein Geburtstagsbrunch in der Lebensmittelabteilung veranstaltet. Zum ersten Termin wurden rund 600 Tickets ausgegeben, zum heutigen 1200 und zum zukünftigen bis jetzt bereits 1600 Tickets. Zur Öffnungszeit um 11 Uhr war die Warteschlange rund ums Haus bis in die Passauer Straße lang. Der Einlaß ging trotzdem schnell vonstatten, um 11:08 Uhr erreichte ich die 6. Etage. Mit vielen Bekannten verbrachte ich eine schöne Zeit, wir hatten Spaß, aßen gut und tranken die Budweiserfässer der Tschechischen Bierbar aus. Alles easy, tutti und knorke. Meine verzehrten Schnittchen habe ich im Tumblelog hier und hier abgelegt.

Über die Umwidmung der Eierharfe

Willy Abel war ein kluger Kontrukteur. Er entwickelte neben einem Briefmarkenautomat eine Vielzahl von Haushaltsgeräten, die dann in Massenfertigung hergestellt wurden und heute noch werden. Eines seiner Patente war auf den Eierschneider oder, wie es berlinerisch heißt – die Eierharfe.
Die Holde widmet die Eierharfe um und macht eine Bratkartoffelharfe daraus. Das Ergebnis sind feine und gleichmäßige Scheiben. Knorke – nicht wahr?

Eierharfe

Eierharfe

Das Wahllokal

Früher[TM] war unser Wahllokal eine richtige Wirtschaft, Kneipe, Restaurant. „Zum eisernen Gustav“ hieß die Räumlichkeit, sie existiert weiterhin am Mehringplatz als Restauration aber unter anderem Label. (Die Suchmaschine des Vertrauens findet sie samt einiger Bilder aus der Zeit) Am Wahltag wählten wir zuerst in einem Hinterzimmer, Rauchverbote gab es nicht und auch dort wurde nach meiner Erinnerung kräftig gequalmt. Nach dem Wahlakt begaben wir uns an die Theke, schraubten zwei, drei Pilsetten zu Frühschoppen und gingen danach heim. Heutzutage ist unser Wahllokal das AOK-Servicecenter. Ist das dieses Älterwerden…? Sicher nicht aber irgendwie symbolisch scheint es mir doch zu sein. Entwickelte sich die Gesellschaft in eine Richtung, an der sich das festmachen ließe? Selbstoptimierung, Veggiedays, Fitness versus Weiter-entwicklung, Friß-die-Hälfte und Erhalt der Gesundheit. Parafiskus versus Kneipe. Diese Gegensätze lassen sich aufsetzten. Aber hey – Spaß sollte sein und deshalb werde ich in einer guten Stunde rüber ins Willy-Brandt-Haus zu Wahlparty mit Biertrinken und Fachsimpeln gehen.