Bis vor einigen Jahren war der Einkauf von Sardellenfilets beim Lebenshändler des Vertrauens einfach. Vorrätig waren einzig Sardellenfilets in Salzlake, stehend geschichtet in einem Behältnis, das einem Reagenzglas, allerdings mit flachem Boden, ähnelte. Der Deckel war eine Kombination aus Hartplastik mit einer Korkunterseite. Heute sind die Sardellenfilets in Rapsöl eingelegt und in Gläser gefüllt. Dabei gibt es zwei Varianten: stehend geschichtet oder im Kranz gelegt. Für die Unternehmen müssen beide Darreichungsformen Profit bringen sonst wären sie nicht im Angebot aber warum werden beide gekauft? Die Beschäftigten an der Bedientheke sind auf Nachfrage etwas ratlos, bemerken aber, daß die im Kranz gelegten Filets länger seien.
Schlagwort: Seafood
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Und nun auch noch Seeigel
Mit klarem Auftrag betrete ich den Verkaufsbereich für Seafood in der Lebensmittelabteilung des Vertrauens: Nordseekrabben, Westerländer Krabbensalat und Schollenfilets. Der Andrang ist übersichtlich, ich werde sofort bedient und während der freundliche Verkäufer die Schollenfilets pariert fällt mein Blick auf ein etwas ausgefallenes Angebot – Seeigel. Mein Interesse ist natürlich geweckt, allein es erscheint mir doch seltsam in so einem Stachelhäuter ein Nahrungsmittel zu sehen. Neugierig aber mit einem gehörigen Maß Skepsis ordere ich einen Seeigel und erkundige mich nach Zubereitungsart und Geschmack, die Antworten deuten eher auf ein Abenteuer.
Der Seeigel wird Vorspeise zum Dinner. Er kann roh oder gekocht gegessen werden, ich entscheide mich für die rohe Variante.

