Das Atmen ist etwas, das sich unbemerkt vollzieht, Personen mit Atemproblemen wie Asthma oder COPD ausgenommen. Was geatmet wird, das wird im Lebensvollzug kaum bemerkt, Ausnahmen mögen beispielsweise Gerüche, gleich ob angenehm oder unangenehm, sein. Mit der heute einsetzenden Hitze verändert die erhitzte Luft den Atmungsvorgang: die Luft wird schwerer, flüssig, so als trinke man die Luft. Das Atmen der erhitzten Luft wird deutlich gespürt. Als Baustein für den Stoffwechsel könnte man meinen, Atmen sei Ernährung.
Schlagwort: Gesundheit
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Am Morgen nach der Freitagsrunde
Am Sonnabendmorgen die Vitalwerte – sowie davon abgeleitete – abzulesen birgt keine Überraschung: Schlafqualität unterirdisch, Erholung kaum vorhanden, Streßlevel auf höchsten Höhen, Herzfrequenz rasend, einzig der Blutdruck zeigt sich freundlich. Gleichlaufend mit dem fremden Blick durch die Geräte ist das leibliche Spüren: Kopfschmerz, Herzklopfen in der Brust, Unruhe, Mattigkeit.
Es gibt Lagen da unterscheiden sich Fremdblick und leibliches Spüren: Am Morgen auf Reisen sieht der Fremdblick einen Morgen nach der Freitagsrunde während das leiblich Spüren dazu entgegengesetzt ist. Was ist in so einer Situation verlässlich? Oder ist die Frage falsch…?
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Warum sollte die SPD ihren Wählern etwas zumuten?
In (bürgerlichen) Presseorganen – aus Frankfurt, München, Hamburg und Berlin – wird die Sozialdemokratie aufgefordert ihren Wählern und Mitgliedern etwas zuzumuten. Damit ist gemeint Renten, Krankenversicherungs- und Pflegeleistungen zu kürzen und einen ungebremsten Anstieg der Mieten zu gewährleisten sowie Arbeits- und Kündigungsschutz abzubauen.
Dieselben Presseorgane schreiben allerdings nichts über Zumutungen der konservativen oder sogenannten liberalen Parteien für ihre Wähler und Mitglieder.
Was begründet dieses seltsame Ungleichgewicht?
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Über das Tragen der Maske
Cineastisch gesehen ähnelt die ffp2-Maske dem Mundschutz eines antiken Helden aus der Ilias. In zeitlich entgegengesetzter Richtung finden wir sie in derselben Funktion bei den Helferïnnen von Sith-Lords oder Sith-Ladies.
Auf der Straße besehen wirkt die Maske wie ein über Kinn und Nase gestülpter Kaffeefilter. Sie läßt schiefe Zähne, verfilzten Bart, Sabber im Mundwinkel und fauligen Atem verschwinden. Sarkasmus, Häme, Gekränktheit, Wut und Freude werden unsichtbar. Ein Kopf mit Fliegenlabium?
Wie auch immer die Maske das Aussehen verändert, wie auch immer die Anderen nur ungenau gelesen werden können, dort wo Menschen sich zur Zeit begegnen ist das Nichttragen der Maske merkwürdig.
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Beim Zahnarzt
Die Zahnarztpraxis des Vertrauens liegt weit tief im Berliner Westen. Der Weg dahin ist zermürbend, insbesondere wenn man wie ich, nicht mit einem Übermaß an Tapferkeit und Heldenmut beim Zahnarzt ausgestattet ist. Also wechsele ich zu einer Praxis die fußläufig und damit gut von zuhause aus zu erreichen ist. Sowohl die Anmeldung als auch das Wartezimmer muten unauffällig, wie tausende andere an, allein es überrascht, daß die Nutzung von Smartphones nicht unerwünscht ist. Das Behandlungszimmer birgt eine weitere Überraschung – ein einladender Behandlungsstuhl, nein eine Behandlungsliege. Beruhigende Musik ertönt dezent im Hintergrund. Die Durchsicht des Gebiß ist schnell erledigt, der Zahnarzt sagt an, die Zahnarzthelferin notiert, die Ergebnisse sind auf einem Wanddisplay ablesbar. Danach geht es zum Röntgen des Gebiß in den Röntgenraum, bei Rückkehr in das Behandlungszimmer ist die Aufnahme bereits auf einem Display über der Behandlungsliege verfügbar. Beim Abschluß der Untersuchung wird ein Nachfolgetermin vereinbart, der Terminkalender ist ebenfalls auf dem Wanddisplay einsehbar. In der Zahnarztpraxis im tiefen Berliner Westen bin ich bis dahin Papier und Kugelschreiber sowie Röntgenaufnahmen auf Film gewöhnt. Die Digitalisierung schreitet auch in der Zahnarztpraxis voran. Inwieweit ist das nun „gut“ oder „schlecht“? Wird durch Digitalisierung eingesparte Zeit nun mit Zuwendung zum Patienten gefüllt oder werden mehr Patienten (pro Zeiteinheit) behandelt? Kapitalrendite. Die Frage scheint mir offen. (Eine Medaille für Mut und Tapferkeit beim Zahnarzt erhalte ich am Ende der Session leider nicht. )
