Stochastische Papageien als Metapher für das auf mathematischen Prinzipien beruhende aber sinnlose Geplapper der LLMs scheint im ersten Moment überzeugend. Allerdings tut man den Papageien unrecht, sie sind eben keine Maschinen, sie sind leibliche Wesen. Besser wäre: stochastische Tröte…
Schlagwort: technologie
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Über einen Sonntag 8
Schreibübung im (Sonntagstagebuch)bloggen in Sätzen mit maximal zwei Wörtern, die sich im Text nicht wiederholen dürfen – eine spielerische Modifikation.
Äuglein aufmachen. Toilette aufsuchen. Schlafqualität ermitteln. Blutdruckmessgerät positionieren. Holde liebkosen. Nase schneuzen. Kaffee eingießen. Draußen betrachten. Schlafzimmerfenster kippen. Betten aufschütteln. Flugmodus rausnehmen. Feedreader durchgehen. Mastodon öffnen. Eierkocher anschalten. Schnittlauch schneiden. Frühstück auskosten. Zähne putzen. Plurk grüßen. Sonntagszeitung durchforsten. Katzenwäsche durchführen. Müll rausbringen. Briefkasten aufschließen. Porter trinken. Geschirr spülen. Wasserflasche kaltstellen. Danksagung finden. Emotion zeigen. horaxnotes rebloggen. Altpapier zusammentragen. IPA schlürfen. Filegros brutzeln. Hollandaise umrühren. Abendessen verzehren. Satt sein. Muttern anklingeln. Rezept erörtern. Fernsehzeitung auswerten. Gerichtsfilm ansehen. Magerjoghurt essen. Mund spülen. Stichworte zusammentragen. Notiz schreiben. Nanostromausfall überrascht. Router rebooten. Kaffeemaschine bestücken. Ausgiebig gähnen. Blogbeitrag veröffentlichen. iPad abschalten. Gute Nacht.
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Über einen Sonntag 7
Vor acht Jahren (tagebuch)bloggte ich in Sätzen mit zwei Worten – eine spielerische Modifikation – über einige Sonntage. Die Tage in dieser Kürze zu beschreiben fiel mir nicht leicht da die Worte im Text möglichst nicht wiederholt werden sollten. Das ging stockend von der Hand. Vielleicht werde ich die Schreibübung in unregelmäßigen Abständen wiederholen.
Augen aufschlagen. Latschen anziehen. Schlafqualität prüfen. Blutdruck messen. Morgen sagen. Holde küssen. Kaffee brühen. Regen betrachten. Unleidlich sein. Tablet anschalten. Mastodon öffnen. Netnewswirebutton drücken. Plurk starten. Schrippen aufwärmen. Minigurke aufschneiden. Philosophiesendung sehen. Duschen verwerfen. Bücher bestellen. Hunger bekommen. Schnitzel naschen. Balkonthermometer ablesen. Rausgehen absagen. Interdentalbürstchen austauschen. Geschirr abwaschen. Eisberge bestaunen. Senf rausstellen. Eier anpieken. Bereal bespielen. Tüften abgießen. Abendessen genießen. Gesättigt fühlen. Muttern anrufen. Trauer empfinden. Fernsehzeitung studieren. Tatort schauen. Magerjoghurt schleckern. Zähne putzen. Tippi zuhören. Stichworte zusammenreimen. Kaffeemaschine vorbereiten. Sporttasche packen. Müde werden. Blogbeitrag publizieren. Gute Nacht.
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Über das iPhone 8 und sein Back Cover
Im April 2019 zog das aktuelle iPhone 8 als Nachfolgerin eines defekten iPhone 8 hier ein. Knapp ein Jahr trug es die Last des Daseins als Unternehmenshandy bis 2020 diese Bürde entfiel. Seit sieben Jahren funktioniert es ohne Fehl und Tadel. Die Oberfläche ist makellos, Riefen sind nicht zu erkennen. Knöpfe und Anschlüsse tun was sie sollen. Das Betriebssystem ist etwas außer Mode, eine Applikation wird nicht mehr upgedated, eine weitere musste wegen Ausfall gelöscht werden. Eine neue Applikation konnte nicht geladen werden. Mit einer maximalen Kapazität von 93% der Batterieleistung im Neuzustand ist es fit genug keine Nachfolgerin zu dulden. Es wird wohl noch eine Weile hier wohnen.
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Selbstreferentielles (5)
Das Blog bekam im Januar vor fünf Jahren einen neuen Anstrich. Auch im Januar dieses Jahres ist es soweit: Nach einem responsiven, „klassischem Theme“ hat es ein Block-Theme bekommen.
„Poema“ ist minimalistisch, zum Lesen sehr gut geeignet. Viele Installationen von Poema scheint es nicht zu geben; es ist ein Nischentheme. Die gewählte Schriftart ist Fira Sans.
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Über ein Sich-Selbst-Verlieren
Ziemlich ungewöhnlich ist es schon: die LTE-Schnittstelle des iPhones hat sich selbst verloren. Wird es angeschaltet oder der Flugmodus deaktiviert kann die LTE-Schnittstelle kein Netzwerk konnektieren. Vier Balken und das LTE Symbol zeigen trotzdem vollen Kontakt. Wird 3G eingestellt und dann auf LTE umgestellt ist der Kontakt da. Desgleich passiert wenn die Wlan-Schnittstelle deaktiviert wird. Also nur wenn zuvor ein anderer Modus aktiv war findet LTE sein Netzwerk.
An dieses Eigenleben des Devices gilt es sich zunächst anzupassen.
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Über Speichelsteine
Yottanisch wächst die Tarantel in dem gleichnamigen Scince-Fiction-Spielfilm von Jack Arnold aus dem Jahr 1955 nach Injektion eines Wachstumsserums. Bei Menschen injiziert führt das Serum zu Deformationen der Extremitäten und des Kopfes.
Yoktonisch ist ein Speichelstein der Ohrspeicheldrüse, der zu ähnlich aussehender Deformation, wie im Film, in der betroffenen Gesichtshälfte führt. Dabei geht der Speichelstein behutsam vor: er schmerzt nicht, er ist nicht zu fühlen, er lässt die Gesichtspartie ohne Vorwarnung unvermittelt in rasender Geschwindigkeit anschwellen. Er sorgt für Erschrecken und Ratlosigkeit bei den Betroffenen, die nicht vergehen sobald das Gesicht zügig abgeschwollen ist. Was war das? Was habe ich getan, fragt der Mensch. Der Stein bleibt weiterhin stumm und lässt sich mit der Spucke und was sonst noch so im Mund ist in die tieferen Stockwerke des Körpers spülen.
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Über die Mikrowelle
Sie ist ein Ärgerniss, die Mikrowelle: sie funktioniert. Über zwanzig Jahre alt – die Farbe hat sich verändert, die Technik mit Drehknopf und einem Zeitdisplay ist alt – funktioniert sie noch wie am ersten Tag. Schön wäre doch eine Mikrowelle, inklusive Grill vielleicht, mit allem technischen Firlefanz wie Tastaturen, Programme, viel Blinkendem und Internet. Aber nein, die alte Mikrowelle macht brav ihren Dienst. Damit sagt sie etwas und sie wird verstanden.
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Über die verschüttete Suppe
Quo vadis soup.io? Die Suppe ist demnächst ein Jahr abgestellt. Schade, war sie doch ein Aggregator europäischer Herkunft und für mich ein weiteres Tumblelog neben Tumblr. Auf meiner Suppe „horax ist hier“ hatte ich die Domain „horax.me“ gemappt. Gestern habe ich auf Tumblr die Seite „horax ist hier“ als Nebenblog zum Tumblelog aufgemacht und die Domain darauf gemappt. „horax ist hier“ ist kein zweites Tumblelog sondern ein weiteres Blog. Ich begann vor geraumer Zeit auf dem Tumblelog Blogposts zu schreiben, die ich hier in diesem Blog nicht schreiben wollte. Dazu ist aber das Tumblelog nicht gedacht. Das neue Blog wird solche Posts enthalten. Drei Blogs sind dann aber wirklich genug…
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Über Twitterlisten
Obwohl ich Listen in Twitter unnötig fand – die Beschäftigung damit würde Twitter zuviel Bedeutung zuschreiben – habe ich schließlich doch einen Set Listen eingerichtet. Die Listen sind themenspezifisch und auf privat gesetzt. Einige Listen konzentrieren Accounts und die Informationen weil das Thema relevant ist. Der Zugriff wird erleichtert. Andere Listen invisibilisieren Accounts und die Informationen weil das Thema zwar nicht unbedingt irrelevant ist aber spezifisch sehr viel Rauschen erzeugt. Das erleichtert das Lesen der Timeline ungemein. Ein Feature benutze ich schon länger für die Selbstsorge, das der stummgeschalteten Worte. Es ist hochwirksam…