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Notiz zu Pownce

Um die Jahre 2007 und 2008 traten zahlreiche Mikrobloggingdienste auf den Plan. Die meisten sind verschwunden und heute fallen mir im Gespräch die meisten nicht mehr ein. Ein interessanter Dienst war Pownce. Trotz des für mein Ohr ungewöhnlichen Namens vergesse ich ihn immer wieder. Die Notiz soll ihn nun für mich festhalten. Ein weiterer Dienst ist fanfou, ein chinesischer Twitter-Klon, der 2009 der Zensurbehörde zum Opfer fiel und geschlossen wurde, ab 2010 jedoch wieder geöffnet ist. Von der Wiedereröffnung habe ich erst heute erfahren und mein Account existiert heute noch. Ich kann also wieder in China auf deutsch schreiben …

Screenshot vom chinesischen Microbloggingservice fanfou

Screenshot vom chinesischen Microbloggingservice fanfou

Schneeengel

In der Nacht von Freitag auf Sonnabend so kurz nach Mitternacht stehe ich am Fenster und schaue auf die beleuchtete Stadt und dem Schneetreiben zu. Der Impuls einen Scheeengel in den frisch gefallenen und unberührten Schnee zu formen steigt in mir auf. Bei Twitter schreibe ich später:

Der Blick aus dem Wohnzimmerfenster zeigt strukturelle Ähnlichkeiten mit dem Blick aus meinem Zimmer in meinem Elternhaus. Die von mir selbstgeformten Scheeengel konnte ich von dort aus gut sehen. Zufall oder Impuls aus dem Unbewußten? Schön, daß Schneeengel einen Eintrag in der Wikipedia haben.

Mein erster Tweet

Irgendwie scheint gerade wieder ein Meme auf Twitter zu laufen: „Mein erster Tweet“. Hier der dazugehörige Link.
Mein erster Tweet war auf unserer nugg.ad-Weihnachstfeier am 6.12.2007 zu „fortgeschrittener Stunde“. Der Inhalt spricht für sich:

Der erste Tweet

Der erste Tweet

Meeresgemüse

Es muß Jahrhunderte her sein als ich das Wort das letzte Mal gehört oder gelesen habe. Ich erinnere nicht mehr ob es im Geographie- oder Biologieuntericht war, vermute letzteres im Zusammenhang mit Sukzession – Queller. Dass diese Pflanze eßbar sein soll, davon habe ich allen Ernstes gestern erst erfahren, nachdem die Holde per Telephon einge Fischrezepte ausgetauschte. Sichtlich überrascht fragte ich per Twitter nach und bekam auch prompt eine Antwort:

Leider war das an diesem Tag nicht meine Richtung und so fuhr ich in ein Kaufhaus am Wittenbergplatz in dessen Fischabteilung ich Skreikotelettes im Sonderangebot kaufte und die den Queller ebenfalls vorrätig hatten. Ein Kilopreis von 35€ für das Gemüse ließ mich vor Schreck keine Luft bekommen (frischer Queller in der Saison soll an der Küste ca. 25€ pro Kilo kosten) aber wir brauchten nur 100 bis 150 Gramm.

Über den Skrei hatte ich bereits im vergangenen Jahr berichtet aber wir versuchten nun ein neues Rezept. Als wichtigste Erkenntnis bei der Zubereitung des Fisches heute gilt, vergiß die drei S von Salzen, Säuern, Stehen lassen, dies ist nicht mehr adäquat, da die Frische des Fisches heute einigermaßen gegeben ist und der Geruch nicht mehr mit Zitrone überdeckt werden muß. Die Zitrone zerstört im übrigen das Eiweiß des Fisches und läßt ihn hart werden.

Skreikotelette und Queller

Skreikotelette und Queller

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Und jetzt auch noch MacBook Air

Die langjährige erfolgreiche Nutzung von iPhone und iPad haben mich langsam aber sicher auch im Notebooksegment weichgekocht: seit Freitag habe ich ein MacBook Air. Es ist mein erstes Notebook von Apple. Das Teil sieht großartig aus und fühlt sich großartig an aber werde ich es ebenfalls so gut oder sogar besser nutzen können wie meine alten Windowsrechner? Das Anmelden am heimischen Wlan war ein Klacks, sogar die Installation meines heißgeliebten Twitterclients Twhirl ging problemlos. Allerdings bereiten mir andere Dinge, die bis jetzt unter Windows ohne Nachdenken funktionieren, Schwierigkeiten. Wie legt man selbsterstellte Dateien und Dokumente ab, gibt es ein Ordnersystem, sowas wie einen Explorer oder muß ich mich völlig umgewöhnen? Wie konvertiere ich Fotos in ein anderes Format, wie richte ich mir den Bildschirm vernünftig ein? Wo sehe ich tiefergehende Systemeinstellungen?

Screenshot MacBook Air

Im Moment fühle ich mich mit dem Air wie ein Anfänger, wie ein Kind, das das völlig Unbekannte langsam tastend erkundet. Bin gespannt wie lange diese Phase dauert.

Ups – ein Hypechen auf App.net

Was ist denn auf App.net los? Seit vorgestern haben sich meine bescheidenen Followerzahlen von irgendwas in den Zwanzigern fast verdoppelt. Liegt es an der Einrichtung von von Schnupperaccounts für 5$ im Monat oder an der auf 36$ herabgesetzten Jahresgebühr? Entwickeln sich die Mitgliederzahlen dadurch nach oben und melden sich zudem mehr Entwickler an, um an dem neu aufgesetzten Developer Incentive Program zu partizipieren? Bin mal gespannt wie die Antwort darauf lautet.

Heute bin ich das erste Mal seit Wochen wieder in meinem Account gewesen um die Anfragen zu bearbeiten. Dabei habe ich noch einen Blick auf die Liste der Third-Party-Apps geworfen und muß erfreut feststellen, daß da eine Menge neuer Anwendungen hinzugekommen sind. Sehr erfreulich! Ich habe auch gleich die kostenlosen Apps Rhino und Rivr ausprobiert. Auch Tweetbot für Twitter hat ein Geschwister für App.net, auch zum Crossposten, namens Netbot für 3.99 Euronen bekommen. Da bin ich dann doch eher geizig. Im Bereich der  Browser-Plug-Ins tut sich ebenfalls eine Menge.

Ob das Incentivierungsprogramm für Entwickler den Entwicklern selbst und vor allem dem gemeinen Nutzer Vorteile bringt wird, zeigt die Zeit.

Im Übrigen vermissen wir den @moellus auf App.net.

Furioser Endspurt – App.net funded

Dalton Caldwells geplante Twitteralternative, App.net wird nun ausgerollt. In einem furiosen Endspurt wurde das Ziel $500.000 zur weiteren Entwicklung einzusammeln, gut 38 Stunden vor Ablauf der selbstgesetzten Frist erreicht. Die spannenden Minuten zwischen $495.000 und dem Ziel habe ich mir live angesehen. Zum jetzigen Zeitpunkt, gut drei Stunden später, sind weitere $53.000 eingesammelt. Vor drei Tagen übrigens waren erst 70% des Solls erreicht. Vor vierzehn Tagen war ich noch skeptisch ob sich genügend zahlende Nutzer finden würden, bin dann aber selbst auf den Zug aufgesprungen, denn dabei sein möchte ich schon auch um den Preis eines niedrigen Geldeinsatzes.
Warum mache ich da eigentlich mit, was erwarte ich? Zunächst ist einfacher zu sagen was ich nicht erwarte: Datenschutz europäischer Provenienz, auf die Schnelle einen knalligen Desktopclient wie mein Lieblings-Twhirl und eine bedeutende Reichweite. Erwartbar sind jedoch in der Tat ordentliche Clients und ein tragfähiges Ökosystem rund um den neuen Dienst. Dies bedarf aber Zeit, dies ist der kritische Faktor. Ich bin gespannt ob und wie der pekunäre Beitrag des einzelnen Nutzers die eigenen Erwartungen reguliert. Werden sie ungeduldig wenn die Funktionalität nicht wie erwartet zu wünschen übrig läßt? Haben sie Geduld und sind vielleicht sogar bereit ihre Zahlungsbereitschaft zu erhöhen?
Es wird spannend ob ein werbefreier Microbloggingdienst, für den die Nutzer zahlen sollen, bestehen wird.

This tweet made my day

Epochale Tweets sind selten aber der folgende von @baranek hat mich umgehauen:

Ich kenne den @baranek persönlich und als ich diesen Tweet las, da mußte ich mir das Geschehen vor meinem geistigen Auge vorstellen. Ich fand und finde diesen Tweet urkomisch konnte beim Lesen nicht mehr vor Lachen und nun, einige Zeit später während ich diese Worte schreibe, kichere ich immer noch vor mich hin. Meine Augen tränen vor Lachen …

This tweet made my day, danke @baranek!

Essen, überall Essen

Essentweets, Essenplurks, Essenfotos – Essen scheint überall zu sein. Selbst als eigene Kategorie in meinem Blog, was ich tatsächlich vergaß, hatte ich das Schreiben über Essen und Trinken in mehr als 140 Zeichen seit den Veränderungen auf Qype aufgegeben. Trotzdem präsentiere ich permanent Essensbilder auf Instagram, flickr und Plurk. Und ich scheine nicht alleine zu sein.

Mercedes Bunz hat in einem Artikel im Tagesspiegel einige Erläuterungen zu diesem relativ neuen Massenphänomen gegeben. Einen Satz finde ich besonders interessant:

„Und auch heute könnte man das Foto der Mahlzeit immerhin als so etwas wie das moderne Tischgebet lesen, halten wir doch damit vor dem Essen einen Moment inne und vergegenwärtigen uns selbst unser gutes Leben.“

Das „Innehalten“ ist für mich des Pudels Kern. Ein gutes Essen herzustellen verlangt Zeit und ein gutes Essen läßt sich nicht ohne Zeit genießen. Zeit und Autonomie sind miteinander verwoben und verschränkt denn Autonomie braucht Zeit. Wer ein gutes Essen genießt handelt autonom und wer ein Photo von gutem Essen, das er genießt, in das beschleunigte Digitale injiziert, der zeigt seine Autonomie.

Werde mal diese Hypothese bei nächster Gelegenheit an mir selber überprüfen.

Personalisierung von Plastikkarten – die @horax BankCard

Möglicherweise haben die Kritiker des Internets recht und auch mir vernebeln zusehens Algorithmen, Social Networks, böse Unternehmer und andere dunkle Gestalten die Sinne. Ich habe mir nämlich die EC-Karte mit meinem Twitteravatar personalisiert und ich finde das auch noch gut.

Die Berliner Volksbank hat ein Produkt namens Wunschbild BankCard im Angebot. (Zu Kosten und weiteren Informationen folge man dem Link). Wie bei solchen Angeboten üblich „beantragt“ man das Produkt. Dies ist online möglich und ist in wenigen Minuten recht einfach und schnell getan. Jedes „Antragsbild“ durchläuft eine sogenannte „Bildprüfung“, auf deutsch gesagt, eine Zensur. Nach dem Lesen der „Richtlinien zur Bildprüfung“ war ich mir nicht wirklich sicher ob der Avatar durchkommt. In diesen Richtlinien sind bspw. Zigaretten oder politische Symbolik nicht gestattet. Es lief glatt, die Karte wurde mir nach knapp 14 Tagen zugesandt.

Antragsbild Wunschbild BankCard

Die Qualität des Produkts hat mich äußerst angenehm überrascht. Glänzende Farben, deutlich frischer und ausgeprägter als auf dem hier abgebildeten Antragsbild, machen die Karte zu einem wirklichen Hingucker und der Begeisterungsausruf meiner Holden, als sie die Karte das erste Mal sah, war echt und fasziniert.
Diese Art der Personalisierung läßt sich noch auf eine Metaebene steigern, indem ich für die nächste Gelegenheit eines meiner Bilder aus Frauenfusses Moleskine-Projekt verwende. Die Möglichkeit kommt bestimmt.