Schlagwort-Archive: party

Biere zählen

Zum Feierabend hin trinke ich gerne mal ein kleines Bier. Um eine Messung durchzuführen wieviele das in einer bestimmten Zeiteinheit sein könnten setze ich ein strikt analoges Meßinstrument ein – die Kronkorken-Dartscheibe. Auf die magnetische Scheibe werfe ich die Kronkorken, die dort fixiert werden. Mal sehen wann sie voll sein wird.

Kronkorkenzielscheibe

Kronkorkenzielscheibe

Kurz

Ups, nur ein Photo heute….
img_7050

Was hat Craftbeer mit der re:publica zu tun?

Die zehnte re:publica ist vorbei, großen Dank an die Organisatoren, das habt ihr wieder knorke hinbekommen. Eine sehr gute Idee ist die Erweiterung der Räumlichkeiten um mehr Stages und einen zusätzlichen Außenbereich.

Inhalte

Meine must-haves sind die Sessions von Gunter Dueck „Cargo Kulte“, Richard Sennet „The city as an open system“ und Thomas Fischer „Strafrecht, Wahrheit und Kommunikation“. Zum den must-haves gehören auch die Sessions von Freunden wie Maxim & Katrin „Fluch und Segen – intime Körperdaten in eHealth Anwendungen“ sowie der Michi „Netzinnenpolitik – Grundzüge einer Politik der Plattformgesellschaft“.

Beeindruckend sind die Ausführungen von Carolin Emcke „Raster des Hasses“. Emcke beschreibt Hass nicht einfach als Emotion des Individuums sondern sucht nach den Bedingungen, die ihn generieren, strukturieren und kanalisieren. Hass kann also sozial konstituiert werden. Ihre zentrale Frage ist: „Was sehen die Hassenden?“ (am Beispiel des belagerten Flüchtlingsbus in Clausnitz) Sie sehen im Gegenüber nicht eine Person, sie fragen nicht „Wer einer ist?“, sie müssen etwas anderes sehen, einen Stellvertreter, sie verdinglichen. Ihre Ausführungen regen mich zum Weiterdenken an.

Total fasziniert bin ich von Kate Stones  Session „A feel for print – paper music instruments“. Die Verbindung von Papier mit Musik, das Überführen des Digitalen in Analoges, Körperliches, Materielles und damit Haptisches ist eine großartige Idee. Ihre Arbeit ist eine höchst anregende, kreative Art des Tüftelns, der Bricolage. Das Überführen eines Computerprogramms zum Erstellen von Musikstücken auf ein Papier mit aufgemalten Blumen und Tieren, die jeweils ein Feature der Software beinhalten und mit deren Berühren Musikstücke erstellt werden können ist verblüffend.

Weiterlesen

Eine seltsame Platzierung im Regal

Die Lebensmittelabteilung des Vertauens in der Stadt hat ihren Bierverkaufsbereich umgestaltet. Im Gegensatz zu den großzügig gestaltenen Bereichen Weine oder Hochprozentiges, die jeweils beratendes Verkaufspersonal haben, ist der Bierbereich deutlich kleiner und ohne eigenes Personal. Das fände ich für mich persönlich nicht weiter schlimm, falls der Bereich eine sich mir erschließende Ordnung hätte. Die einzige Ordnung, die ich erkennen kann ist die nach Ländern. Nicht ersichtlich ist mir eine Ordnung nach Bierarten geschweige denn eine separate Sortierung in oder nach Craftbieren vs Rest. Das führt dann zu verwirrenden Platzierungen sodaß das Black Flag Imperial Stout von Schoppe Bräu und das Pale Ale von Flying Turtle neben Standardpilsetten industrieller Brauerereien stehen.

Bierplatzierung

Bierplatzierung

Ich wünsche mir da ein wenig mehr Klarheit und Herzblut, so wie das in anderen Bereichen der Lebensmittelabteilung des Vertrauens gang und gäbe ist.

Über Loco-Motion

Ohrwürmer fressen sich in das Gehirn, verwirren den Geist, blockieren sowohl Denken als auch Wollen und betäuben die Seele. The Loco-Motion ist so einer, der mich gelegentlich heimsucht. Drei sehr bekannte Versionen gibt es, das Orginal gesungen von Little Eva, die Siebziger-Jahre-Variante von Grand Funk Railroad und ein Cover aus den Achzigern von Kylie Minogue. Mein Favorit ist die Grand-Funk-Variante insbesondere auch in der Live-Version von 1974.

Zur Erbauung habe ich alle drei Versionen mal eingebettet.

(Die Videos sind nicht unter einer Creative Commons Lizenz lizensiert)

Kurzbesuch auf der Biermeile

Vor zehn bis fünfzehn Jahren war mein letzter Besuch auf dem Internationalen Berliner Bierfestival und dieses Wochenende ist es wieder mal soweit. Ich bin in Gesellschaft, wir sind an handwerklich produzierenden Brauereien interessiert. Es ist heiß, viel zu heiß für einen längeren Besuch. Wir besuchen u.a. die Stände von Bierlinie, Brewdog, Rollberg, Braukunstkeller und Dérer. Einige Kühlmaschinen sind zu schwach, die offerierten Biere daher zu warm.

Ein wirklich herausragender Sud ist das Salted Lime Wit/Gose von Vagabund, das Dérer am Hahn hat. Sehr erfrischend, säuerlich und leicht mit 4,8% ist das ein Bier, das sich ausgezeichnet bei der Hitze trinken läßt. Der Gemeinschaftssud von Braukunstkeller und Kehrwieder Kreativbrauerei, das „historische“ Köpenicker Moll, ein Rauchbier mit Rauch- und Sauermalznoten und 5,2% wird auf Maulbeerbaum-Chips gelagert. Es wird in der Flasche gereicht. Ich finde das Bier interessant, hat aber eine Trinktemperatur von deutlich über 6 Grad, eine erneute Verkostung wäre angemessen.

Die Biermeile versteht sich als eine internationale Veranstaltung mit 340 Brauereien aus 87 Ländern mit ca. 2400 Bieren und erwartet 800.000 Besucher über drei Tage. Das ist für die Veranstalter ein Erfolg. Mein Besuch im nächsten Jahr ist offen.

Bericht zum Craft Beer Crawl der Bierinseln Berlin

Der mit Spannung erwartete Tag ist da, der Craft Beer Crawl der Bierinseln Berlin beginnt. (Felix schreibt über die Hintergründe, die Bedeutung der Bierinsel Initiative wie immer kenntnisreich in diesem Post.) Eine Route habe ich mir bereits festgelegt. Alle ausgesuchten Bierinseln auf diesem Kurs sind Gelegenheiten, die ich noch nicht besucht habe. Eine Menge neuer Eindrücke erwarten mich.

Pünktlich um 12 Uhr geht es mit der U6 vom Mehringplatz zur Seestraße, dann sind es nur ein paar Schritte zu Fuß bis zur ersten Bierinsel, der Vagabund Brauerei. Beim Betreten des Taprooms habe ich das Gefühl einer Zeitreise in die Vergangenheit. War ich doch in einem anderen Leben rund um die damalige TFH und im Afrikanischen Viertel unterwegs. Der Taproom erinnert in Lage und Ausstattung daran. Vier Biere sind am Hahn, ich wähle drei davon aus und bitte den Vagabunden mir die richtige Reihenfolge zu benennen, in der ich die Biere verkosten soll, das Ergebnis ist folgendes:

Vagabund Brauerei: von rechts, Double IPA 7,1%, Szesuan Saison 5,2%, Rainer`s Rye Saison 7,5%

Vagabund Brauerei: von rechts, Double IPA 7,1%, Szesuan Saison 5,2%, Rainer`s Rye Saison 7,5%

Die Gläser empfinde ich sehr angenehm, die Temperatur der Biere ist an diesem doch heißen Tag auf den Punkt. Die drei Biere schmecken mir ausgezeichnet und ich bin mir sicher, daß dies nicht mein letzter Besuch bei Vagabund sein wird.

Weiterlesen

Route der Bierinseln Berlin

Was die „Bierinseln Berlin“ sind, ist hier zu lesen. Der famosen Craft Beer Crawl lege ich meine persönliche Route zugrunde. Sie beginnt im Wedding, führt über Gesundbrunnen nach Prenzlauer Berg und Mitte und endet schließlich in Kreuzberg. Von den insgesamt 21 Bierinseln besusche ich sieben, zusätzlich kommt noch die Stammbar dazu. Die Route mit den Taprooms und Besuchszeiten sind auf den folgenden beiden Bildern aus Swarm zu sehen:

craft beer crawl 1

craft beer crawl 1

craft beer crawl (2)

craft beer crawl (2)

Ein umfangreicherer Post zur „Bierinseln Berlin“ folgt in den nächsten Tagen.

Mächtig was los

Das Straßenfest zum zwanzigsten Karneval der Kulturen besuchte ich, den Üblichkeiten folgend, gleich am ersten Tag, am Freitagnachmittag. Zu der Zeit erwartete ich, wie jedes Jahr, noch wenig Publikum und gutes Durchkommen um die Strecke schnellen Schrittes abzulaufen und mir interessante Aussteller zu merken, die ich dann gezielt besuchen könnte. Aber – Überraschung das Straßenfest war schon gut besucht, insbesondere am Waterloo-Ufer drängten sich bereits die Interessenten. Es war also mächtig was los.

Waterloo-Ufer

Waterloo-Ufer

Das Angebot war eigentlich wie jedes Jahr, auffällig nur die Zahl der „Vodka-Bars“. Vodka scheint einen Hype zu erfahren.

Ich aß ein sehr leckeres Schaschlik, trank dazu verschiedene Vodka und zum Abschluß ein Augustiner gegen den Durst. Internationale Biere waren selbstverständlich präsent, Craftbiere nicht oder so unscheinbar präsentiert, daß ich sie übersah.

In der Erwartung noch deutlich erhöhter Besucherzahlen verzichtete ich auf weitere Besuche an den Folgetagen. Im kommenden Jahr dann wie üblich.

Nachtrag zum Rosenmontagszug

Der diesjährige Ausflug zum Rosenmontagszug nach Köln war wieder ein gelungener Kurztrip. Nach den anfänglichen Schwierigkeiten, die mir meine Devices immer noch unterwegs bereiten war das Treffen mit den Narren auf dem ganz besonderen Wagen wieder sehr schön. Vorher hatte ich noch zum gemütlichen Vorglühen dem von mir so geschätzten Paeffgen einen Besuch abgestattet.

Die diesjährige Verkleidung als „Blue Man“ habe ich um Perücke und Morph Maske erweitert. Leider waren die blauen Masken ausverkauft aber schräg genug fand ich es auch so.

Blue Man 2015

Blue Man 2015