Schlagwort-Archive: bierforschung

Über Reservierung

Ohne Worte…

Reservierung

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Über Live Canning

Aktuell läuft die Berlin Beerweek. Zwei Events dem Live Canning gewidmet, dem Abfüllen von Craftbier vor Publikum. Das regt zum Nachdenken an.

Aus der Fadheit industriell produzierter Biere hat sich die Craftbierszene entwickelt. Diese Szene wächst. Das Brauen besonderer Biere deren Geschmack im Gegensatz zur Fadheit der industriellen Biere steht scheint ein Schritt zur Ästhetisierung der Brauwirtschaft zu sein. Die Hervorhebung sinnlicher Wahrnehmung, die Betonung von besonderem Genuß und Geschmack deuten darauf hin. Dass es die Beerweek überhaupt gibt zeigt u.a. die Eventisierung rund um das Craftbier. Auch das Live Canning ist als Event Teil davon aber noch mehr. Während des Events setzt es den Druck künstlerischer Etiketten auf die Dosen die Ästhetisierung fort. Die Anzahl der Dosen sind limitiert. Die Dosen werden zum Kunstwerk und zum Sammlerobjekt. Das Publikum beim Live Canning wird so zur Anhängerschaft. Und diese wird wiederkommen… Ästhetisierung und Eventisierung katechisieren auch die Gläubigen, die Craftbiertrinkenden.

Über Beer Fusion

Will die deutsche Sprache eine Sache oder Angelegenheit mit erhöhter Dignität auszeichnen, so nimmt sie gelegentlich Zuflucht zu Begrifflichkeiten anderer Sprachen; auch im Bereich des Alkoholischen. Die Welt der harten Drinks hat keine besondere gesellschaftliche Dignität – möglicherweise haftet ihr noch der Geruch des Proletarischen an – so werden die Vermischung zweier oder mehrer Sorten „Verschnitt“ genannt. Rumverschnitt ist ein geläufiger Begriff. In der Welt der Weine und des Prickelnden, gesellschaftliche Dignität ist allgegenwärtig und die Weintrinkenden nennen sich selber stolz Connaisseusen, ist die Vermengung verschiedener Rebsorte der „Cuvée“. Die Craft Beer Szene, jene seltsame Verschlingung von Hippies und Hipstern mit eigenlebenführenden Geschmackspapillen – einen Begriff zu Connaisseuse gibt es dort noch nicht – nennt den Verschnitt „Beer Fusion“. Das ist aber noch nicht alles. Während in den vorgenannten Alkoholbereichen die Produzenten den Verschnitt auch machen, sind es in der Craft Beer Szene die Konsumenten, die die Mischung herstellen. Und diese Konsumenten, die sich von den Craft Beer Brauern nichts sehnlicher wünschen als ebenso kreativ angesehen zu werden wie jene von Jenen zahlen noch für das Herstellen… Eine verrückte Sache aber plausibel. Allmächtiger…

Über die Wurst und Bier 2018 – Der Tag

Nach dem Prolog steht nun der große Tag an. Bei strahlendem Sonnenschein ist es zunächst nicht sehr voll in der Markthalle Neun, das ändert sich zum Nachmittag hin rapide. Drei Sessions mit jeweils vier Flights stehen auf dem Programm:

  1. American Dream – klassische Combos der US-Craft Beer Szene
  2. Beyond Borders – Biere jenseits des Reinheitsgebotes in Kombination mit außergewöhnlichen Fleischwaren
  3. „Heute stehen wir nicht mehr auf“ – nachtschwarze Biere und wohlige Pates für eine winterschlafähnliche Bettschwere

Eine vollständige schriftliche oder bildliche Protokollierung der Sessions ist leider unmöglich.
Beeindruckend ist tatsächlich das Angebot an dunklen Bieren – Stout oder Porter. Großartig ist der Geschmack von „Cookie Monster“, einem Stout aus einer polnischen Brauerei.

Photos von den Sessions gibt es auf „horax sammelt hier“ und zwar hier und hier sowie vom Drumherum hier und hier.

Über die Wurst und Bier 2018 – Der Prolog

Zwei Stunden lang dauert der Prolog, mit dem schönen Titel „Großes Wurst & Bier Tasting“, zur diesjährigen „Wurst und Bier“. In sechs Flights werden wurstige Köstlichkeiten und dazu harmonierende Biere verkostet. Schon die Geruchsproben an den Würsten sind eine Offenbarung. Leider findet eine schriftliche Protokollierung nur unzureichend statt, hier ein listenartiger Überblick:

  1. Geräucherter Hausmacher Leberwurst, Käsekrainer dazu Gose
  2. Heißgeräucherter Bauchspeck dazu Saison mit Lemongras
  3. Rehsalami, reine Rindfleischsalami dazu Mango Sour Ale
  4. Argentinisch inspirierte Blutwurst dazu IPA
  5. Salami mit Fichtennadeln und Blauschimmel, Steinbocksalami dazu New England IPA mit Apfelsaft und Fichtennadeln
  6. Chorizo dazu Stout

Die Biere kommen von Heidenpeters und Ödipus, die Wurst von Kumpel und Keule. Bilder von der Verkostung gibt es auf „horax sammelt hier“.

Der letzte Besuch auf der „Wurst und Bier“ war 2015.

Über die Spießigkeit

Hanno Rauterberg schreibt im Feuilleton der „Die Zeit“ vom 1.2.2018 folgende Sätze:

Und dieses Verlangen, alles Unkontrollierbare abzuspalten, erinnert doch stark an das leitende Lust- und Lebensprinzip der Gegenwart: an Cola ohne Zucker und Koffein, Bier ohne Alkohol, den Rausch ohne Rausch. An Schnitzel vom garantierte glücklich getöteten Schwein. An all die schizoiden Versuche des Gegenwartsmenschen, seine Gelüste auszuleben, das aber mit besten Gewissen.

Wir wollen dieses Handeln als Spießigkeit und die Handelnden als Spießer bezeichnen. Allerdings unterscheidet sich dieser Spießer vom Spießer und der Spießigkeit der jungen Bundesrepublik bis Anfang der achziger Jahre. Jener war kleinbürgerlich und religiös angehaucht. Der heutige gibt sich jakobinerhaft in seiner Spießigkeit. Beide Arten der Spießigkeit haben wir mit höchstem Erstaunen betrachtet. Und wir wenden uns derweil leise lächelnd unserem Bier und unserer Wurst zu.

2017

Meine Follower auf Instagram sehen mein 2017 etwas weniger selektiv als das 2016… Oder hab ich andere Inhalte gepostet? Wie dem auch sei … knorke war es auch diesmal.

2017

2017

Gestrandet

Vom grandiosen Honolulu kommend auf dem Flughafen von Los Angeles gestrandet. Warum und wieso demnächst auf diesem Blog,…

Entschleunigen

Am anderen Ende der Welt zum Entschleunigen zu sein ist herrlich. Bedeutet aber auch sich hier kurz zu fassen. Dementsprechend zeigt das Bild in diesem Blogbeitrag mein, zur Zeit, höchstes Aktivitätsniveau.

Geburtstagsbrunch des Kaufhauses des Vertrauens

Das Kaufhaus des Vertrauens in der Stadt begeht dieses Jahr das 110-jährige Bestehen. Herzlichen Glückwunsch! Dazu werden an drei Sonntagen jeweils ein Geburtstagsbrunch in der Lebensmittelabteilung veranstaltet. Zum ersten Termin wurden rund 600 Tickets ausgegeben, zum heutigen 1200 und zum zukünftigen bis jetzt bereits 1600 Tickets. Zur Öffnungszeit um 11 Uhr war die Warteschlange rund ums Haus bis in die Passauer Straße lang. Der Einlaß ging trotzdem schnell vonstatten, um 11:08 Uhr erreichte ich die 6. Etage. Mit vielen Bekannten verbrachte ich eine schöne Zeit, wir hatten Spaß, aßen gut und tranken die Budweiserfässer der Tschechischen Bierbar aus. Alles easy, tutti und knorke. Meine verzehrten Schnittchen habe ich im Tumblelog hier und hier abgelegt.