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Das kann Instagram doch eigentlich besser

Ja, Instagram ist knorke, genauer gesagt war knorke. Es ist nachvollziebar, daß die Eigentümer diesen Dienst nicht aus reiner Philanthropie betreiben, nein, der Dienst soll auch wirtschaftlich sein. Verständlich sind Versuche die Timeline in der Form zu verändern, daß der geneigte Nutzer dort länger verweilt und somit den Dienst wirtschaftlich attrakiver macht. Diese Manipulation von Chronologie zu einem irgendwie gearteten Gebilde ist einigen, mir auch, sauer aufgestoßen. Aber der Mensch lernt damit umzugehen, erfindet Techniken, sodaß das gestörte Nutzererlebnis fast wieder wie unter chronologischen Bedingungen ist. Auch das Problem der, zunächst erratischen und dann nicht mehr angebotenen instagram-2-flickr-bridge läßt sich verschmerzen.

Kritisch, nein, nervend ist die aktuelle Ausspielung von Werbung, der gesponserten Post. Dabei hat Instagram die sanfte Werbeausspielung hat ja beherrscht. Zur Zeit ist es so: Wird Instagram geöffnet, ist nach den ersten drei Posts der vierte ein gesponserter, danach folgt nach acht bis neun Posts ein gesponserter. Das ist zuviel, das ist Flatulenz. Die Aufforderung, bzw die Möglichkeit diesen Posts zu verwerfen, indem man ihn anklickt um dann eine Begründung zu markieren ist respektos gegenüber dem Nutzer. Dieses wäre bei einer deutlich geringeren Frequenz angemessen. Aber man weiß ja nie. Vielleicht lernen die Nutzer damit zu leben. Ist das Muster halbwegs erkannt kann sich eine Technik des Weiterscrollens, des Nichtwahrnehmens etablieren. Davon haben zwar Instagram und der Werbetreibende nichts, für den Nutzer wird die Flatulenz der gesponserten Posts halbwegs erträglich

Trotzdem, das geht so nicht. Instagram ist kaputt!

Die wundersame Instagram-2-flickr-bridge

Manchmal ist Technik besonders störrisch. Da schimpfe ich mit den Dingen als wären sie Menschen und könnten mich verstehen. Die Instagram-2-flickr-bridge ist so ein Ding. Sie setzte im vergangenen September völlig aus. Alles Löschen und Neuerstellen brachte nichts, selbst der Einsatz von iftt blieb erfolglos. Heute schaue ich zufällig auf meine flickr-Seite und sehe, daß seit September diesen Jahres Photos funktionsgemäß übertragen werden. Ein geschlagenes Jahr fast auf den Tage genau bleibt die Bridge stumm. Sehr, sehr wundersam oder wohnen Kobolde nicht nur in Fahrstühlen?

Über Prisma

Der Hype um die Prisma App hat sich binnen vier Wochen gelegt. Ausprobiert habe ich diese interessante Foto-Filtertechnologie ebenfalls und behalte sie auch weiter auf dem Device installiert. Die Filtertechnologie habe ich an Räumen wie die Perspektive in einem Hallenbad, an Gebäuden wie an einem neunstöckigen Wohngebäude, an Personen und natürlich an verschiedensten Gerichten ausprobiert. Prisma ist keine Fotoverbesserungstechnologie wie „Perfectly Clear“, „Tadaa SLR“ oder „SKRWT“ sondern transformiert Fotos in den Stil „alter“ und „junger“ Meister wie Mondrian oder Lichtenstein.

Hallenbad

Hallenbad

Paar

Paar

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Heute ist Handtuch-Tag

Heute ist Towel Day und was der Tag sein will erklärt die Wikipedia sehr schön hier. Im vergangenen Jahr habe ich das Haus mit Handtuch verlassen und instagrammiert, in diesem Jahr ebenfalls ein „Selfie“ gepostet.

Towel Day 2015

Towel Day 2015

So ein Handeln ist vor mir selbst erklärungsbedürftig, habe ich kein Buch von Douglas Adams gelesen und an die Verfilmung von „Per Anhalter durch die Galaxis“ nur eine schwache Erinnerung. Ich bin also kein Fan. Warum sollte ich andere Menschen nachahmen? Das Erlangen von Aufmerksamkeit ist nicht wirklich stichhaltig und das Gefühl zu einer Gruppe (Fans) zu gehören erklärt das Handeln ebenfalls nicht. Es geht eigentlich nur darum (zur Entlastung?) Blödsinn, Quatsch, etwas Verrücktes zu machen und dafür in anderen, gewichtigeren Kontexten vernünftig zu handeln. (Ich soll früher soetwas wie der Klassenclown gewesen sein behaupten meine Eltern, die Erinnerung daran ist aber ausgelöscht)

Towel Day 2016

Towel Day 2016

Einen schönen Towel Day!

Essen, überall Essen

Essentweets, Essenplurks, Essenfotos – Essen scheint überall zu sein. Selbst als eigene Kategorie in meinem Blog, was ich tatsächlich vergaß, hatte ich das Schreiben über Essen und Trinken in mehr als 140 Zeichen seit den Veränderungen auf Qype aufgegeben. Trotzdem präsentiere ich permanent Essensbilder auf Instagram, flickr und Plurk. Und ich scheine nicht alleine zu sein.

Mercedes Bunz hat in einem Artikel im Tagesspiegel einige Erläuterungen zu diesem relativ neuen Massenphänomen gegeben. Einen Satz finde ich besonders interessant:

„Und auch heute könnte man das Foto der Mahlzeit immerhin als so etwas wie das moderne Tischgebet lesen, halten wir doch damit vor dem Essen einen Moment inne und vergegenwärtigen uns selbst unser gutes Leben.“

Das „Innehalten“ ist für mich des Pudels Kern. Ein gutes Essen herzustellen verlangt Zeit und ein gutes Essen läßt sich nicht ohne Zeit genießen. Zeit und Autonomie sind miteinander verwoben und verschränkt denn Autonomie braucht Zeit. Wer ein gutes Essen genießt handelt autonom und wer ein Photo von gutem Essen, das er genießt, in das beschleunigte Digitale injiziert, der zeigt seine Autonomie.

Werde mal diese Hypothese bei nächster Gelegenheit an mir selber überprüfen.