Aus nördlicher Perspektive scheinen bayerische Restaurants ein Schlaraffenland zu sein: krosse Keulen, herrliches Bier – aber das Zentrale ist die Innereienküche. Das ist wichtig zu wiederholen: Innereienküche, Innereienküche, Innereienküche…… Um so seltsamer ist die Erfahrung sobald im Draußen der bayerischen Restaurants am Gendarmenmarkt meistens „Currywurst, Pommes“ gegessen wird. Das wirft Fragen auf…
Schlagwort: Gesellschaft
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Warum sollte die SPD ihren Wählern etwas zumuten?
In (bürgerlichen) Presseorganen – aus Frankfurt, München, Hamburg und Berlin – wird die Sozialdemokratie aufgefordert ihren Wählern und Mitgliedern etwas zuzumuten. Damit ist gemeint Renten, Krankenversicherungs- und Pflegeleistungen zu kürzen und einen ungebremsten Anstieg der Mieten zu gewährleisten sowie Arbeits- und Kündigungsschutz abzubauen.
Dieselben Presseorgane schreiben allerdings nichts über Zumutungen der konservativen oder sogenannten liberalen Parteien für ihre Wähler und Mitglieder.
Was begründet dieses seltsame Ungleichgewicht?
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Habermas
Als hätten wir nicht im Alltag das Gefühl, der Himmel fiele uns auf den Kopf, da stirbt Jürgen Habermas.
Das geht ja eigentlich gar nicht, ist aber leider so…
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Selbstreferentielles (5)
Das Blog bekam im Januar vor fünf Jahren einen neuen Anstrich. Auch im Januar dieses Jahres ist es soweit: Nach einem responsiven, „klassischem Theme“ hat es ein Block-Theme bekommen.
„Poema“ ist minimalistisch, zum Lesen sehr gut geeignet. Viele Installationen von Poema scheint es nicht zu geben; es ist ein Nischentheme. Die gewählte Schriftart ist Fira Sans.
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Über den Sprech von Mitte
Xerotisch und strunzdumpf ist die Moralisierung der „Mitte“ als „fleißige“ durch den institutionellen politischen Liberalismus in Deutschland.
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Über das TV-Programm an Heiligabend
Von den Jahren zuvor unterscheidet sich das diesjährige TV-Programm zur „Prime Time“ nicht: Tränendrüseniges, Actionkomödiantisches oder Kriegsgeballere füllen die Sendeplätze ob Öffentlich-Rechtlich oder Privat. Der Pandemie Angepasstes? Fehlanzeige. Ein Programm zum Wegschauen, was dem Tag angemessen wäre – Fernseher aus.
Nachmittags läuft eine kleine Serie schwarzweißer Sherlock Holmes Filme aus den 1940er Jahren. Amüsant anzusehen, sie wirken anarchisch frech und aus der Zeit gefallen. Genau die richtigen Filme um die Zeit zu überbrücken bis das Christkind kommt…
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Über Twitterlisten
Obwohl ich Listen in Twitter unnötig fand – die Beschäftigung damit würde Twitter zuviel Bedeutung zuschreiben – habe ich schließlich doch einen Set Listen eingerichtet. Die Listen sind themenspezifisch und auf privat gesetzt. Einige Listen konzentrieren Accounts und die Informationen weil das Thema relevant ist. Der Zugriff wird erleichtert. Andere Listen invisibilisieren Accounts und die Informationen weil das Thema zwar nicht unbedingt irrelevant ist aber spezifisch sehr viel Rauschen erzeugt. Das erleichtert das Lesen der Timeline ungemein. Ein Feature benutze ich schon länger für die Selbstsorge, das der stummgeschalteten Worte. Es ist hochwirksam…
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Über Seniorität
„Ich habe den goldenen Knoten des Ehrgeizes durchhauen, um meine Freiheit zurückzugewinnen.“
Peter Paul Rubens (1634)
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Über die Onleihe
Heute morgen um 5:30 Uhr war es soweit. Noch bevor die Tages- und die Wochenzeitung aus Holz zugestellt waren, habe ich zwei Tageszeitungen in digitaler Form über die Onleihe App heruntergeladen und gelesen. Dazu braucht es einen, zur Zeit kostenlosen, Besucherausweis der Öffentlichen Bibliotheken Berlin und natürlich die App um auf dem iPad lesen zu können. Eine Stunde Zeit gewähren die Bibliotheken zum Lesen nach dem jeweiligen Laden der Zeitung. Hier ist Eile geboten. Eingefahrenes Leseverhalten, die Zeitung weglegen und sich um etwas anderes kümmern oder die Aussicht, einen Artikel zu einem späteren Zeitpunkt (erneut) zu lesen funktioniert nicht. Das Zeitregime zwingt zur sofortigen Auswahl und zur Oberflächlichkeit. In der kapitalistischen Gesellschaft, in der Zeit Geld ist und Lizenzen Knappheiten produzieren ist das nicht überraschend. Ein Genuß ist diese Art Lesen jedenfalls nicht wirklich.