Schlagwort-Archive: Technik

Poken

Gut – dies ist ein Füll-Post aber ich bin sehr begestert davon, daß katti heute mit einem Tweet die Erinnerung an die Pokens auf der re:publica 2009 wachgerufen hat. Hier mein Überbleibsel:

Poken

Poken

Upgrade durchgeführt

Im Dezember gab ich Bedenken an, WordPress auf einen höheren Tarif up-zu-graden. Da jetzt zum Mai sowieso die Zahlungen zum Domain-Mapping und zur Werbefreiheit auf WordPress.com anstehen habe ich mir ein Herz gefaßt und das Upgrade auf meine Bedürfnisse (Domain-Mapping, Werbefreiheit, etwas mehr (Medien)Speicherplatz) durchgeführt. Das geht schnell und ohne Probleme. Und ich spare im ersten Jahr 20$, in den folgenden 8$, die ich erfreut in ein paar Biere umsetzten werde…

Zitat aus einem Roman

Ich nehme John Steinbecks Roman „Reise mit Charly“ zur Hand und schlage zufällig eine Seite auf und lese folgende Sätze:

Ein Tier, daß irgendwo gelagert hat oder durchgezogen ist, hinterläßt geknickte Grashalme, Fußspuren und vielleicht Losung, aber ein Mensch, der sich eine Nacht lang in einem Zimmer aufgehalten hat, drückt ihm seinen Charakter, seine Biographie, seine jüngere Geschichte und manchmal auch seine Zukunftspläne und Hoffnungen auf. Ich glaube auch, daß die Persönlichkeit eines Menschen irgendwie in die Wände einsickert und sich nur langsam wieder aus ihnen löst.

Diese Sätze elektrisieren mich ist doch das wechselseitige Verhältnis der Menschen zu Dingen äußerst spannend. Zugleich denke ich an einen Satz aus dem Technischen Manifest der futuristischen Malerei:

Wir werden die Sofas auf denen wir sitzen, und die Sofas werden wie wir.

Wie wird das wechselseitigen Verhältnis der Menschen zu den Dingen, die „im Internet sind“ sein?

Die Sau ist ein Mastodon

Dieser Tage wird, in Sachen Mikroblogging, eine Sau namens Mastodon durchs Dorf getrieben. Im Gegensatz zu Twitter und dem Gesichtsbuch werden diesem Dienst die üblichen Heilsversprechen wie Dezentralität, Open Source und antikapitalistische Haltung zugeschrieben. Natürlich bin ich vollkommen begeistert und in meiner tiefsitzenden Neomanie melde ich sofort einen Account auf einer Instanz an. Leider ist auf der „Urinstanz“ „mastodon.social“ wegen Überfüllung keine Anmeldung möglich und so versuche ich es auf „hostux.social“, was problemlos klappt. Auf der Suche nach Mails von dieser Instanz, die im Spam-Ordner verschwinden, stelle ich fest, daß ich Mails von der „Urinstanz“ erhielt und somit bereits dort einen Account dort eröffnete.

Mastodon

Mastodon

Das ist schon geschlagene fünf oder sechs Monate her. Merkwürdig, daß ich mich nicht erinnere; wurde der Dienst einfach uninteressant?

Unterschiedliche Grade des Nichtstuns

Ziemlich schnell erfolgt nach den üblichen Begrüßungsfloskeln beim wöchentlichen Wochenendanruf die Frage: „Was habt ihr gemacht?“. „Nichts, und selber?“. „Nichts“. Diese „Nichts“ sind jedoch Grade unterschiedlicher Aktivität; ihnen ist ein Gemeinsames inne, nämlich, daß die Wohnung nicht verlassen wird. Mein „Nichts“ ist ein wirkliches Nichtstun, das von den Tätigkeiten Sonntagzeitungen und Buch lesen, von der Couch an den Esstisch und zurück schleppen, sowie einigen kurzen Aktivitäten zum Überleben eingerahmt ist. Dieses wird auch an meinem sonntäglichen Umfang von unter 1800 Schritten deutlich. Das „Nichts“ der Gesprächspartner ist eben kein wirkliches Nichts sondern umfaßt vielfältige Tätigkeiten wie Balkon sommerfest machen, Wohnung saugen, Wäsche waschen und im Keller aufhängen u.v.m. Mein „Nichts“, das ich voller Inbrunst tue läßt mich jedoch im Gespräch unsicher sein, es stellt sich sogar ein wenig Scham ein. Gut, daß die Gesprächspartner dies durch das Telephon nicht bemerken…

GML-Taschenmesser

Ich suche in der Küchenschublade den Entklammerer. Da fällt mir ein kleines schwarzes Etui auf, das ich vorher noch nie gesehen hatte (meine ich). Es enthält ein Taschenmesser mit etwa acht Zentimeter Klingenlänge. Dabei liegt ein kleiner Zettel mit der Aufschrift GML-Taschenmesser sowie EVP 9,40. Ich denke letzteres meint Ostmark, denn ich gebe in die Suchmaschine des Vertrauens „GML“ ein und erhalte als Ergebnis „Genossenschaft der Messerschmiede Leegebruch“. Auf der Seite des Geschichtsvereins Leegebruch finden sich mehr Informationen darüber.

Auch die Holde kann sich nicht erklären wie das Messer dorthin kommt. Wir sind beide verwirrt.

GML-Taschenmesser

GML-Taschenmesser

Bitte beachten Sie die angezeigte umgekehrte Wagenreihung

Nachts Viertelvorzwölf auf Gleis 2 des Hauptbahnhofs Bonn: „Bitte beachten Sie die angezeigte umgekehrte Wagenreihung!“ Diese Durchsage hat der durchschnittliche Bahnreisende sicher schon einmal gehört. Brav trotte ich in den Abschnitt, für den mein Wagen angezeigt ist; es ist der erste Wagen. Es sind noch ungefähr zehn Minuten bis zum Eintreffen des Zugs. Seltsamerweise tauchen Zweifel auf ob ich wirklich im richtigen Abschnitt warte. Ich gehe langsam zur nächstgelegenen analogen Wagenstandsanzeige und sehe, daß die normale Wagenreihung meinen Wagen am Ende des Zugs zeigt. Also alles in Ordnung. Ich begebe mich wieder in den vorgesehen Abschnitt. Der Zug trifft ein, mein Wagen ist nicht im durchgesagten Abschnitt. Der Zug ist normal gereiht!

Die seltsame Sache mit dem Klo

Fahre ich mit der Bahn oder bin im Flieger unterwegs so gibt es Klos unabhängig vom Geschlecht und niemanden stört das. Die alten Römer saßen vor zwei Jahrtausenden, unabhängig vom Geschlecht, gemeinsam auf dem Donnerbalken und tauschten sich über den neuesten Tratsch aus, während sie ihr Geschäft verrichteten. Neulich war ich auf einer Unisextoilette in einem Restaurant. Sie hat ein Pissbecken für die Stehpinkler, einen Sitz zum Kacken und für die Sitzpinkler, ein ordentliches Waschbecken und ist abschließbar. Seltsam ist, daß dies obskur sein soll.

Unisextoilette

Unisextoilette

Notiz zu Pownce

Um die Jahre 2007 und 2008 traten zahlreiche Mikrobloggingdienste auf den Plan. Die meisten sind verschwunden und heute fallen mir im Gespräch die meisten nicht mehr ein. Ein interessanter Dienst war Pownce. Trotz des für mein Ohr ungewöhnlichen Namens vergesse ich ihn immer wieder. Die Notiz soll ihn nun für mich festhalten. Ein weiterer Dienst ist fanfou, ein chinesischer Twitter-Klon, der 2009 der Zensurbehörde zum Opfer fiel und geschlossen wurde, ab 2010 jedoch wieder geöffnet ist. Von der Wiedereröffnung habe ich erst heute erfahren und mein Account existiert heute noch. Ich kann also wieder in China auf deutsch schreiben …

Screenshot vom chinesischen Microbloggingservice fanfou

Screenshot vom chinesischen Microbloggingservice fanfou

Die Lässigkeit des ICO

WordPress.com halte ich für eine großartige Plattform und blogge hier auch gerne. Ich stelle bis heute die Kommentarfunktion aus Datenschutzgründen nicht zur Verfügung wie hier erläutert. Das mag überzogen erscheinen hat aber aktuell in Zeiten des Brüllens und Geschreis eingeschriebene Vorteile. Mich fasziniert immer wieder wie die britische Datenschutzaufsichtsbehörde ICO mit einer gewissen Lässigkeit ihr Blog ebenfalls auf WordPress.com in den USA hostet und dazu Kommentare ohne weiteren Datenschutzchichi wie umständliche Einwilligungsprocedere zuläßt. Bin ich in der Angelegenheit etwa päpstlicher als der Papst?