Schlagwort-Archive: Großsiedlung

Über das eco in der Waschmaschine

eco in der Waschmaschine ist alt. eco sitzt im Namen des Geräts, in den Namen der Waschprogramme oder als Taste. eco verkauft sich gut. Die neue Waschmaschine ist sehr eco: eco im Namen, eco in den Namen der Waschprogramme, eco als Taste. Und richtig eco wird sie durch Verzicht auf die Vorwäsche als Programm und Taste und durch Verzicht auf die Wlan-Schnittstelle.

Über die Rosinenschnecke

Die leckersten Rosinenschnecken der Stadt werden in der Lebensmittelabteilung des Vertrauens in der Stadt angeboten. Sie sind rechtsgewunden. Die beste Art sie zu verspeisen ist, sich entlang der Sutur mit Bissen in den Windungsumgang, der Apex zu nähern. Mit jedem Bissen wird der Mund mit köstlichen Rosinen gefüllt, ein Genuß. Beim Finale wird mit Wonne die Apex fein zerkaut. Nur so geht das Essen von Rosinenschnecken…

Über die Wespenzeit

Im Frühjahr ist da dieses gemütliche Gebrummel – die ersten Hummeln sind unterwegs. Später dann das hellere und geschäftigere Gebrummel der Bienen. Jetzt zu Beginn des Augusts ist das helle Sirren der Wespen zu hören. Auch sie sollen nützlich sein. Nützlichkeit im Sinne von Fressen und Gefressenwerden. Blieben sie auf den Feldern, Wiesen und in den Wäldern – warum nicht. Sie gehen in der bebauten Welt an den Tellern, Schüsseln und Gläser der Menschen auf Jagd. Sie kommern nahe und haben Stacheln. Das macht sie nicht sympathisch und Stoizismus ist keine sehr verbreitete Tugend. Jedes Jahr dasselbe Theater…

Über die Hitze

38 Grad Celsius sind für Berliner Verhältnisse heiß. Die Hitze hat die Stadt im Griff, kaum Menschen im Nachbarschaftspark, wenige auf den Straßen unterwegs. Der Sonntagspaziergang entfällt, selbst ein Museumsbesuch verspricht dabei keine wirkliche Linderung. Ein bewegungsloser Sonntag – dank der Hitze.

Über Schaschlik

Nennt sich Schaschlik ist aber keins…

Schaschlik

Schaschlik

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Gute Reise Dad und danke für alles

Über den Wahlkampf zum Europäischen Parlament

Die Plakate sind unauffällig. Keine Erinnerung bleibt zurück. Gesichter, Losungen, Sprüche, Sätze, Worte verdampfen im Vergessen – sehr erleichternd. TV ist wahlkampfentleert – äußerst beruhigend. Die Inbox ist vollgestopft von Werbemails: die Parteileitung informiert, der Generalsekretär teilt mit, die Spitzenkandidatin fordert auf zur Demonstration, die Wahlkreiskandidaten lädt ein zum Spazierengehen, die lokale Abteilung bittet zum Treffen – und, und, und. Social Media ist in dieser Zeit ein Albtraum der Hyperventilation – in alarmierender Sprache, in grellen Worten – mute, mute, mute, mute… Sonntag ist Wahltag, das Wahllokal wartet. Das Bier steht bereit für die Prognose…

Über „Sie leben“

So ein schöner alter Film. Alt meint hier aus den achziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts. Schön alt ohne Smartphones und ähnlichen Devices, nur mit TV-Geräten. Frisuren mit hippieesquem Touch der siebziger Jahre kommen darin vor und Autos mit erkenn- und schraubbaren Motoren. Roddy Piper, der Wrestler, als Hauptdarsteller im blauen Karohemd wirkt manchmal etwas unbeholfen, ist aber cool. Aliens mit Gesichtern aus „Mars attacks!“, versteckt hinter glatter Wohlanständigkeit, die niemand durchschauen will. Feingeistige Kapitalismuskritik, die ungeheuer aktuell ist.

Über das „es sollen welche kommen…“

Das feierliche Osteressen soll natürlich eine Lammkeule werden. Mit ordentlich frischem Knoblauch, Prinzeßböhnchen, Tüften und lecker Sauce. Die Einkäufe sind, bis auf das Fleisch, getätigt. (Selbst das Bier ist bereits eingeholt). Die Nachfrage bei der freundlichen Verkäuferin im Lebensmittelladen um die Ecke ergibt folgendes Ergebnis: „Es sollen welche kommen…“. Das verunsichert den geneigten Einkäufer und den @Moellus inspiriert dieser Satz zu dem Tweet: „So ungefähr war DDR“. Na denn…

Über die tödliche Männergrippe

Die tödliche Männergrippe hat uns fest in ihrer Gewalt. Die Wurst & Bier heute vorzeitig verlassen. Nicht mal das Bier schmeckt. Sehr schade….