Über den Zwang zum Blockeditor

Jetzt ist es soweit, WordPress macht Ernst mit dem Gutenbergprojekt und erhöht den Druck auf die Bloggerïnnen: im Begleittext zum neuesten Update der App wird darauf hingewiesen, daß in Bälde neue Posts mit dem klassischen Editor nicht mehr möglich sein werden; die Bloggerïnnen mögen sich bitte an den Blockeditor gewöhnen.

Ich selber tue mich erheblich schwer mit dem Blockeditor. Nicht so sehr in der App, deren Möglichkeiten begrenzt sind, sondern in der Browserversion direkt auf WordPress.com. Dort mögen die Möglichkeiten deutlich erweitert sein, die Usablility ist für mich unterirdisch, es bedarf noch einiges an Übung bis zur Gewöhnung.

Das ist mein erster Post mit dem Blockeditor, geschrieben in der App auf dem iPad.

Über die Onleihe

Heute morgen um 5:30 Uhr war es soweit. Noch bevor die Tages- und die Wochenzeitung aus Holz zugestellt waren, habe ich zwei Tageszeitungen in digitaler Form über die Onleihe App heruntergeladen und gelesen. Dazu braucht es einen, zur Zeit kostenlosen, Besucherausweis der Öffentlichen Bibliotheken Berlin und natürlich die App um auf dem iPad lesen zu können. Eine Stunde Zeit gewähren die Bibliotheken zum Lesen nach dem jeweiligen Laden der Zeitung. Hier ist Eile geboten. Eingefahrenes Leseverhalten, die Zeitung weglegen und sich um etwas anderes kümmern oder die Aussicht, einen Artikel zu einem späteren Zeitpunkt (erneut) zu lesen funktioniert nicht. Das Zeitregime zwingt zur sofortigen Auswahl und zur Oberflächlichkeit. In der kapitalistischen Gesellschaft, in der Zeit Geld ist und Lizenzen Knappheiten produzieren ist das nicht überraschend. Ein Genuß ist diese Art Lesen jedenfalls nicht wirklich.

Über Clubhouse

Faszinierend wie der Fortschritt Haken schlägt: vom Bild zur Sprache codiert in Binärschrift. Sprache ist schnell, spontan, fluffig – Schrift ist langsam und widerständig, sperrig halt. Von Clubhouse ist heute kaum noch die Rede, es scheint zu funktionieren und seine Nutzerïnnen gefunden zu haben… ein Hypechen.

Persistierte eigene Mündlichkeit ist mir ein Graus – dem Knochenschall sei dank. Ich rede oder singe gerne mit mir selber…

Über das ringende iPad

Vier oder fünf Jahre sind, beim heutigen Stand der Technik, für ein iPad eine sehr, sehr lange Zeit. Es ist eine Seniorin und manchmal zeigt es auch Gebrechen. Der Home-Button ist so eine Schwachstelle. In ihm sedimentiert sich besonders das Zusammenspiel zwischen iPad und der Besitzerin. Je nach Intensität der Nutzung dringen mikroskopisch kleine Partikel des Home-Buttons in die Haut des Fingers der Besitzerin ein, ebenso dringen Hautpartikel der Besitzerin in die oberste Lackschicht des iPads ein. Zudem verändert der Druck der Besitzerin den Home-Button und seine Gängigkeit. Aber das iPad nimmt noch mehr von der Besitzerin auf: Gedanken, die verschriftlicht werden und im Gerät abgespeichert werden. Mathematische Operationen führt das iPad in verschiedenen Applikationen für die Besitzerin durch. Durch das Speichern von Informationen und durch das Rechnen ist es eben auch Geist und zeigt eine Ähnliches wie Intelligenz. Geht das iPad verloren oder ist es defekt, so ist auch der Geist der Besitzerin in Mitleidenschaft gezogen wenn das Gespeicherte nicht mehr verfügbar ist und mathematische Operationen nicht mehr durchführbar sind.

Manchmal ist beobachtbar wie ein gebrechliches iPad ringt. Es ringt mit sich selber und mit der Besitzerin. Mal zeigt sich der Home-Button störrisch, funktioniert er tadellos. Ist das ein Hinweis darauf, daß es nicht ersetzt oder deaktiviert werden will?  Denn beide sind sich im Laufe ihrer gemeinsamen Zeit buchstäblich nähergekommen. Und zumindest eine von Beiden weiß das auch.

Über ein Beta-Testing mit Instagram

Über die nicht-chronologische Timeline in Instagram sind wir wenig erfreut, trotzdem geben wir dem Dienst immer wieder noch eine Chance. Nicht wirklich aus vollem Herzen, sind die Locations doch nicht von Foursquare sondern Eigengewächse, was uns immer wieder Probleme bereitet und die Timeline wird dazu von völlig irrelevanter/m Werbung/Sponsoring verstopft. Gelegentlich fragt uns Instagram ob wir an einem Beta-Testing teilnehmen wollen und wir sagen gerne zu, in der Hoffnung, daß sich wesentliches zum Guten ändert. Wir probieren die Betaversion diesmal auf dem iPad aus. Mit großem Interesse wollen wir über das Neue Feedback geben – wir haben nur ein Problem: Wir wissen nicht was wir testen sollen. Und wir sehen keine Veränderung. Hinweise suchen wir vergeblich. Ein Anschreiben des Dienstes ist müßig, der Testgegenstand sollte klar sein. Aber so ist halt Instagram (sagen wir fatalistisch zu uns selbst) – unvollkommen, intransparent und eigentlich haben wir keine Lust drauf.

Aber warum benutzen wir es immer noch?

2017

Meine Follower auf Instagram sehen mein 2017 etwas weniger selektiv als das 2016… Oder hab ich andere Inhalte gepostet? Wie dem auch sei … knorke war es auch diesmal.

2017
2017

Und jetzt auch noch MacBook Air

Die langjährige erfolgreiche Nutzung von iPhone und iPad haben mich langsam aber sicher auch im Notebooksegment weichgekocht: seit Freitag habe ich ein MacBook Air. Es ist mein erstes Notebook von Apple. Das Teil sieht großartig aus und fühlt sich großartig an aber werde ich es ebenfalls so gut oder sogar besser nutzen können wie meine alten Windowsrechner? Das Anmelden am heimischen Wlan war ein Klacks, sogar die Installation meines heißgeliebten Twitterclients Twhirl ging problemlos. Allerdings bereiten mir andere Dinge, die bis jetzt unter Windows ohne Nachdenken funktionieren, Schwierigkeiten. Wie legt man selbsterstellte Dateien und Dokumente ab, gibt es ein Ordnersystem, sowas wie einen Explorer oder muß ich mich völlig umgewöhnen? Wie konvertiere ich Fotos in ein anderes Format, wie richte ich mir den Bildschirm vernünftig ein? Wo sehe ich tiefergehende Systemeinstellungen?

Screenshot MacBook Air

Im Moment fühle ich mich mit dem Air wie ein Anfänger, wie ein Kind, das das völlig Unbekannte langsam tastend erkundet. Bin gespannt wie lange diese Phase dauert.

Urlaub 1

Endlich mal eine Woche Urlaub. Und bekomme gleich einen Hals wie unfaßbar unkonfortabel das einfache Teilen eines Photos auf WordPress mit einem Apple-Device ist. Und das Taggen funzt auch nicht. Sehr arm A B E R der Urlaub ist knorke!