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Lemmy

Silver Machine von Hawkwind hatte ich in der Jugend mit dem elterlichen Magnetophon aus dem Radio aufgenommen und ewig gedudelt. (Wir hatten ja nix anderes, Stereoanlagen waren zu teuer.) Es war und ist eines meiner Lieblingsstücke aus dem Jahr 1972. Lemmy spielt Baß und singt. Dass er nur wenige Tage nach seinem siebzigsten Geburtstag am 24.12.2015 und kurz nach einer Krebsdiagnose gestorben ist bewegt mich. Mit Respekt verlinke ich diesen Titel hier. (Achtung: Video nicht unter CC-Lizenz!)

Der Fliegende

Das Städtchen war klein, besaß zwar kein Kaufhaus dafür aber zwei Radio- und Fernsehfachgeschäfte, die, man könnte fast meinen die Nähe zueinander suchten, auf der gleichen Straße und Seite, nicht weit voneinander entfernt, lagen. Über den Tag verteilt füllten sich die Läden, wellenartig am Vormittag wenn die Schule aus war und kontinuierlich am Nachmittag und frühen Abend wenn die ersten Berufstätigen Feierabend machten. Das Hauptinteresse der Besucher galt überwiegend nicht den verschiedenen Apparaten sondern den Schallplatten, die dort auch zum Verkauf standen. Die Schallplatten waren in viele Kategorien eingeteilt und in unterschiedlichster Reihung angeordnet. So zum Beispiel nach aktueller Popularität, das heißt nach der Häufigkeit in der die Musik im Radio gespielt wurde oder nach den Verkaufszahlen der Schallplatten. Andere Einteilungen wie beispielsweise nach Musikarten, Stilrichtungen und Unter-Unterkategorien waren an der Tagesordnung. Aber die einfachste und entspannteste Ordnung war diejenige nach dem Alphabet. Der Musikfreund konnte sich in den Läden auch einzelne Musikstücke und Platten anhören. Dazu standen an Tresen Plattenspieler bereit und in den Tresen waren pro Plattenspieler zwei Hörer versenkt, die aus einer Vertiefung herauszuholen und mit einem Kabel am Plattenspieler verbunden waren. So konnten sich jeweils zwei Menschen das gleiche Lied anhören. Die Hörer waren lustig anzusehen, schwarz wie Telephonhörer aber ohne Sprechmuschel. Fortgeschrittene Musikfreunde hielten sich ein Hörer an das linke und den anderen an das rechte Ohr. Wollte der Interessent in eine Platte hinhören so mußte er sich an einen der Verkäufer wenden. Die Verkäufer, meist selbst noch sehr jung, stellten gegenüber den jüngeren oder gleichaltrigen Interessenten eine gewisse Überlegenheit und Blasiertheit zur Schau als ob sie sich mit den Musikkünstlern gemein machen wollten in dem Sinne, als ob durch sie der Künstler spricht.

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RIP Alvin Lee

Alvin Lee, der begnadete Gitarrist, und wie manche auch meinen, der schnellste Gitarrist der Welt, ist gestern im Alter von 68 Jahren an unvorhergesehenen Komplikationen nach einer Routineoperation gestorben. Dies erschüttert mich sehr verbindet sich auch mit seiner Musik und der Band „Ten Years After“ das Lebensgefühl in meiner Jugendzeit. Insbesondere das Album „Recorded Live“ ist heute noch ein Juvel, das meine Freunde und ich nach Erscheinen rauf und runter gehört haben und das auf keiner Party fehlen durfte. 1978 folgte dann der grandiose Auftritt mit der Formation „Ten Years Later“ beim 3. Rockpalastfestival, das zeitgleich im TV und Radio übertragen wurde. Ein Tonbandmitschnitt davon liegt irgendwo im Keller meiner Eltern vergraben. Unvergessen und legendär war natürlich sein Auftritt bei Woodstock 1969. Ein Video davon bette ich in diesem Artikel ein. (Achtung! Video hat keine CC-Lizenz)

RIP Alvin Lee und danke für Deine großartige Musik!