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Über Relektüre

„Wenn ich zuweilen in einem meiner alten Gedankenbücher einen guten Gedanken von mir lese, so wundere ich mich, wie er mir und meinem System so fremd hat werden können, und freue mich nun so darüber, wie über einen Gedanken meiner Vorfahren.“ schreibt Georg Christoph Lichtenberg in den Gedankenbüchern, 1963 herausgegeben von Franz Mautner bei S. Fischer.

Beim erneuten Lesen einzelner Posts hier in meinem Blog oder in meinem Tumblelog ergeht es mir ähnlich. Ich wundere mich, daß ich bestimmte Sachverhalte bereits gedacht und verschriftlicht habe, die mir in der Gegenwart einfallen und irgendwie wichtig erscheinen und von denen ich denke, daß ich sie mir im Moment einfallen. Es scheint tatsächlich so zu sein, daß Verschriftlichen Vergessen heißt. Geschriebenes ist – egal ob in Binärschrift oder alphabetisch – fixiert beziehungsweise gespeichert und kann getrost vergessen werden. Vielleicht sollte ich mehr verschriftlichen um Platz für Neues zu machen…

(Beitrag vom 10.6.2021 in „horax sammelt hier“)

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Kommentar

  1. Avatar von felix schwenzel
    felix schwenzel

    „Wenn ich zuweilen in einem meiner alten Ge­dan­ken­bü­cher einen guten Gedanken von mir lese, so wundere ich mich, wie er mir und meinem System so…

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