Schlagwort-Archive: Stoiker

Lesekick

Möge es Unterschiede zwischen Flash, Flow oder Kick geben, jedenfalls befinde ich mich seit Ostern in einem fast rauschhaften Zustand des Lesens von – Büchern, genauer gesagt Büchern aus Holz. Selbst außer Haus, bei der Fahrt zur Arbeit, zur Party oder auf Dienstreise, habe ich ein Buch bei mir. In der Zeitspanne bis heute habe Werke von Gigerenzer, Taleb, Gladwell, Gray und Seneca gelesen, Werke von Graeber, Sandel, Shirer und anderen stehen teilweise noch orginalverpackt im Regal und warten auf Entdeckung.

Bücher

Bücher

Gelesen habe ich schon mein Leben lang, als Kind Titel wie Robinson Crusoe oder Robin Hood und sogar das Alte und Neue Testament für Kinder, mit siebzehn, achtzehn Jahren dann Bukowski, Kerouac und die Beat Generation. Die gelesene Literatur als Twen und später erspare ich mir jetzt einfach.
Was mag wohl der Grund für diesen plötzlichen Lesekick sein?

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Seneca und die Rinderrouladen

Eine nachmittägliche Rundreise.

Gestern haben die Holde und ich unsere ritualisierte Wochenendeinkaufstour ändern müssen, da das Lebensmittelgeschäft des Vertrauens in der Nachbarschaft die gewünschten Rinderrouladen nicht vorrätig hatte. Daraus resultierte eine ungeplante Nachmittagsreise durch die Stadt. Wir entschlossen uns zu einer Fahrt von Kreuzberg nach Mitte um vor dem Einkauf im nächsten Lebensmittelgeschäft noch einem Kulturkaufhaus in der Friedrichstraße einen Besuch abzustatten. Gerne war ich dabei, denn an diesem Ort finde ich immer Lesestoff der, wenn nicht sofort konsumiert, meine Antibliothek füllt. (Meine Antibibliothek ist frei nach Nassim Taleb die Sammlung meiner ungelesenen Bücher, die mein [niedergeschriebenes] Nichtwissen enthalten und mir damit [fast] wertvoller/interessanter als die gelesenen sind.) Die Holde fand, wie gewünscht, Jo Nesbøs „Die Larve“ und ich selber verließ den Buchladen mit David Graebers „Schulden“, einem Heftchen mit Texten von Immanuel Kant „Kant zum Vergügen“ und Senecas Dialog „Von der Kürze des Lebens“. Graeber und Kant landeten sofort in meiner Antibibliothek, Seneca las ich gestern in einem Zug durch. Die Gelassenheit des Stoikers, seine „Theorie der Zeit“ interessierten denn doch sofort.

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