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Eine unbequeme Jeans

Daß mir der Hosen- bzw. Jeanskauf sauer aufstößt schrieb ich bereits hier. Was habe ich nur für ein Glück, daß ich wieder in meine alten Jeans aus dem vergangenen Jahrhundert passe. Besonders gerne ziehe ich meine ausgeblichenen Lieblings-Lee-Jeans mit Knöpfen statt Reisverschluß im Hosenstall an. Die mußten vor dem Tragen noch gestopft werden.

Allerdings ist unter den alten Jeans auch eine von einer Marke, die schon damals völlig uncool daher kam und die nur verschämt getragen wurde wenn es nicht mehr anders ging. Ich bin nicht so etepetete, deshalb wurde auch diese Jeans gestopft und kann getragen werden. Beim neuerlichen Tragen bemerke ich, daß der Tragekompfort unterirdisch ist, die Jeans ist völlig unbequem. Sie streicht beim Gehen unangenehm über das Perineum (bitte bei der Wikipedia suchen, traue mich nicht das zu verlinken), was hochgradig irritierend ist. Ich könnte sie ja entsorgen aber da sei der Sparfuchs in mir vor …

Ein Jeanskauf

Klamottenkauf ist für mich eine Qual. Es macht mir keinen Spaß, scheint aber gelegentlich notwendig falls mal ein Bekleidungsstück kaputt geht. Danach richtet sich auch mein Einkaufsverhalten, überlegen was man braucht und dann rein in den Laden, kaufen und – zack – wieder raus, gucken und schlampern ist nicht. Das ist übrigens ein Verhalten, das ich schon als Teenie an den Tag gelegt habe. Allerdings hatte ich damals einen Markenwahn kultiviert – bei Jeans, die Marken der restlichen Bekleidung waren schnuppe. Das hat sich mit den Jahren gelegt und ist teilweise ins Gegenteil mäandriert wenn ich z.B. beim Kaufhaus um die Ecke, das es längst nicht mehr gibt, Jeans für 15€ kaufte, die jetzt noch im Schrank liegen, die allerdings aus mir unbekannten Gründen in der Weite etwas geschrumpft sind.

Neulich war es wieder soweit, eine Jeans mußte her. Ich begab mich in das Kaufhaus des Vertrauens in der City West und steuerte guter Dinge die Etage mit den Jeansmarken an jeweils eigenen Ständen an. An einem der Stände musterte mich der agile Verkäufer mit Kennerblick und empfahl mir eine sehr coole Jeans in belebendem Steingrau. Auf dem Weg zur Anprobe in die Umkleidekabine blickte ich auf das Preisschild – 170€ – und fühlte nichts, nicht mal eine Empörung ob dieses Preises. Frozen Man Syndrom, oder so. Anprobe – und was soll ich sagen der Schnitt war eine Hüfthose. H Ü F T H O S E! Das fühlte sich hochgradig unangenehm an und ich bat entschlossen um eine Hose mit normalem Schnitt. Und dann stellt sich raus, an all den Jeansständen der verschiedenen Marken gibt es keine Hosen im „klassischen“ Schnitt. Ein weiterer freundlicher Verkäufer verwies mich an die Herrenabteilung, ich verstand Altherrenabteilung, dort hätte man Jeans im „klassischen“ Schnitt und mit Stretch. Mit S T R E T CH! Was will mir der Mann sagen? Dank des Studiums der Stoiker blieb ich ruhig. Allerdings, der Tip war o.k., ich konnte eine Jeans erwerben, die mir gefiel und die im Preis in vernünftigen Dimensionen lag.

Aber eines ist klar, Klamottenkauf wird durch mir durch diese Erfahrung nicht leichter.