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Über die Klobrille

Ich frage mich ob die Digitalisierung bei der Klobrille Einzug gehalten hat und muß feststellen, daß das bereits seit den achziger Jahren der Fall ist. Zwar nicht unbedingt in Berlin, Deutschland oder Europa sondern am andere Ende der Welt in Japan, wie die Wikipedia weiß. Das erstaunt mich dann doch, hielt ich bisher unsere, mechanisch sich selbst absenkende Klobrille den Gipfelpunkt der Toilettentechnologie. Ich bin eines besseren belehrt und freue mich darüber.

Klobrille

Klobrille

Ich werde meinen Kumpel Roger beim Bier danach befragen …

Eine unbequeme Jeans

Daß mir der Hosen- bzw. Jeanskauf sauer aufstößt schrieb ich bereits hier. Was habe ich nur für ein Glück, daß ich wieder in meine alten Jeans aus dem vergangenen Jahrhundert passe. Besonders gerne ziehe ich meine ausgeblichenen Lieblings-Lee-Jeans mit Knöpfen statt Reisverschluß im Hosenstall an. Die mußten vor dem Tragen noch gestopft werden.

Allerdings ist unter den alten Jeans auch eine von einer Marke, die schon damals völlig uncool daher kam und die nur verschämt getragen wurde wenn es nicht mehr anders ging. Ich bin nicht so etepetete, deshalb wurde auch diese Jeans gestopft und kann getragen werden. Beim neuerlichen Tragen bemerke ich, daß der Tragekompfort unterirdisch ist, die Jeans ist völlig unbequem. Sie streicht beim Gehen unangenehm über das Perineum (bitte bei der Wikipedia suchen, traue mich nicht das zu verlinken), was hochgradig irritierend ist. Ich könnte sie ja entsorgen aber da sei der Sparfuchs in mir vor …

Kurzbericht zur Verleihung des Zedler-Preises für Freies Wissen

Irgendwie hatte ich mich über die Einladung zur „I. Verleihung des Zedler-Preises für Freies Wissen“ gewundert. Warum? Hatte ich nicht in den letzten Jahren selbst hier auf meinem Blog für „Zedler“ mit einem Banner geworben? Ja, in der Tat, nur dabei ging es um die „Zedler-Medaille“ der Wikimedia. Also nun etwas Neues, irgendwie hatte ich diese Entscheidung eine andere Auszeichnung einzuführen nicht mehr parat. Dabei berichtete Leonhard Dobusch bereits im letzten Jahr auf netzpolitik.org darüber.

Die Preisverleihung fand heute im Supermarkt  statt, einer Location, die mir bis dato unbekannt gewesen war, mitten in Wedding nahe dem U-Bahnhof Voltastraße gelegen. Die Veranstaltung war für diesen sonnigen und heißen Sonntagnachmittag gut besucht. Pavel Richter, Vorstand der Wikimedia Deutschland, moderierte persönlich die Verleihung. Zudem waren drei hochkarätige Laudatoren gewonnen, die die Entscheidungen der Jury verständlich kommunizierten. Die fünf, laut Aussage von Pavel Richter, klaren Gewinner der drei Kategorien „Wikipedia Artikel des Jahres“, „Wikipedia Community des Jahres“ und „Externes Wissensprojekt des Jahres“ sowie den beiden Sonderpreisen aus insgesammt 117 Einreichungen sind auf Wikipedia dokumentiert. Die Gewinner der Kategorien eins, Nuklearkatastrophe von Fukushima, und zwei, österreichisches Portal Denkmallisten, waren mir völlig unbekannt. Ich habe erst nach der Veranstaltung den ausgezeichneten Artikel Nuklearkatastrophe von Fukushima gelesen und finde ihn richtig gut. Ein verdienter Gewinner. Die Entscheidung für das VroniPlag Wiki in der Kategorie drei finde ich kritikwürdig, erschließt sich mir Relevanz und Nachhaltigkeit im Sinne der Kategorie „Externes Wissensprojekt des Jahres“ nicht wirklich, da scheint mir z.B. OpenStreetMap  näher an der Erfüllung der geforderten Kriterien zu sein.

Nach der Preisverleihung gab es einen Sektempfang und die Gelegenheit mit vielen interessanten Gästen in Kontakt zu kommen und ich konnte so einige gute Gespräche führen. Location und Event passten zusammen, es gab zwar einen roten Teppich aber der doch sehr zurückhaltende „Glamour“ des Events fügte sich treffsicher zum Veranstaltungsort und seiner Lage im Wedding. Wikimedia Deutschland lud zu einer rundum gelungenen Veranstaltung.

Tag der offenen Tür bei Wikimedia Deutschland

Ein volles Haus hatte gestern nachmittag Wikimedia Deutschland zum Tag der offenen Tür in Kreuzberg. Mitarbeiter, Mitglieder und Gäste kamen in der Obentrautstraße zusammen um die neuen Räumlichkeiten zu besichtigen oder um sich über die Arbeit des Vereins zu informieren.

Sebastian Sooth erläuterte das Raumnutzungskonzept, das unter anderem einen freien Space von Interessierten an freiem Wissen beinhaltet und so ein erster Schritt zu einem „Haus des freien Wissens“ an diesem temporären Standort ist. Der freie Space ist in dieser Phase freilich erst nach Anmeldung nutzbar. Vielfältige Mitwirkungsmöglichkeiten für Interessierte werden angeboten und wir erfuhren, daß sogar ein Mikroskop vorhanden sei, das gerne zur Wissensgenerierung zur Verfügung gestellt wird.
Schwerpunkt des Standortes ist ein Großraumbüro, das flexibel, je nach Platzanforderung von Projekten, Themen etc, ausgerichtet werden kann. Das Projekt Wikidata mit ca. elf bis zwölf Mitarbeitern, beansprucht dabei einen gehörigen Platz.

Über das Projekt Wikidata informierte mich Nicole Ebber. Eine zentrale Datenbank mit statistischen Daten wird aufgebaut. Aus dieser werden die Daten automatisiert und sprachenübergreifend in Wikipediaartikel einpflegt und können auch externen Anwendern zur Verfügung gestellt werden. Inhalte können so wesentlich schneller und kostengünstiger aktualisiert werden. Die Eingabe in die zentrale Datenbank erfolgt allerdings manuell.

Es war ein sehr interessanter und lehrreicher Nachmittag, selbstverständlich kam auch das leibliche Wohl nicht zu kurz.

Und um 18 Uhr wurde dann zur Freude vieler auch ein ganz besonderer Kühlschrank geöffnet.