Urlaubslektüre

Entgegen meiner sonstigen Gewohnheit passe ich diesmal die Urlaubslektüre Ort und Zeit an. In der kalten Jahreszeit ist an der Ostsee ein kontemplatives Liegen am Strand in der Sonne samt Lauschen der Wellen und ihrer meditativen Wirkung eher unangemessen. Gehen am Strand und auf der Promenade sowie durch die Wälder des Naturschutzgebiet Granitz sind das Gebot der Stunde. Begleitend dazu ist David Le Bretons Essay „Lob des Gehens“ im Gepäck. Ich darf nicht vergessen zu recherchieren ob ein Essay über den Mittagsschlaf publiziert ist, denn der Mittagsschlaf ist ein Zustand in den ich im Urlaub ohne willentliche Anstrengung falle. Das will ich verstehen.

Ein weiteres Buch mit vielen Essays zu den kleinen Dingen des Lebens, die aber einiges über die Gesellschaft als Ganzes sagen, reist ebenfalls mit. Tilman Allerts Sammlung „Latte Macchiato“ liest sich vergnüglich und führt immer wieder zu Aha-Erlebnisse. Titel wie „Die Zukunft des Grandhotels“, „Vom gemeinsamen Mahl zur Tischflucht des modernen Menschen“ oder „Weihnachten feiern. Eine Typologie der Ritualität“ sprechen für sich selbst. Sie sind ein Lesevergnügen während eines Hotelaufenthalts mit gutem Essen kurz vor Weihnachten.

Eine Antwort zu “Urlaubslektüre

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