Gelbflossen-Thun

Der GrafTypo hat ja einen feinen Artikel mit dem Titel „Fische, die ich nicht mehr esse“ gebloggt. Davon inspiriert könnte ich meinen kurzen Post etwa „Fische, die ich eigentlich nicht mehr essen sollte“ nennen. Ich schreibe darin über den Gelbflossen-Thun, der auf der Roten Liste gefährdeter Arten steht und zur Zeit mit „gering gefährdet“ bewertet wird. Ich sollte mich in Zurückhaltung üben und den Verzehr eigentlich ganz vermeiden.

Der Fischhändler des Vertrauens hatte Gelbflossen-Thun in Sashimi-Qualität im Angebot. Wobei Angebot eher ein relativer Begriff ist, war der Kilopreis von 79,90€ auf 49,90€ reduziert. Beim Kauf vom 500 Gramm ist das schon eine erkleckliche Summe. Der Thun in Sashimi-Qualität hat ein Aussehen wie ein hervorragendes Stück Rindersteak, rote Farbe mit einer feinen Maserung.

Gelbflossenthun

Gelbflossenthun


Ich habe mir zwei etwa gleichgroße 250 Gramm Stücke schneiden lassen. Zubereitet haben wir ihn ohne das küchengestrige „Salzen, Säueren, Stehen lassen“ sondern nur mehliert und dann kurz auf jeder Seite zwei Minuten mit starker Hitze in flüssige Rama und einem Stück Butter angebraten. Nach dem Braten habe wir den Fisch gesalzen und ein wenig gepfeffert. Als Beilagen nahmen wir Biokartoffeln und Blattspinat.

Gelbflossenthun

Gelbflossenthun

Die Konsistenz und der Geschmack des gebratenen Gelbflossen-Thun sind ein Gedicht. Er ist zur Zeit mein absolutes Highlight unter den Fischgerichten. Allerdings ist es ein Gericht, das ich bewußt genießen sollte und diesen Genuß auf ein Minimum beschränken sollte. Erfreulicherweise gibt es Projekte zwischen der Fischereiwirtschft und dem WWF um eine nachhaltige MSC-zertifizierte Fangweise des Gelbflossen-Thuns zu etablieren.