Labskaus with a view

Mein Faible für Labskaus habe ich bereits in meinem kurzen Post zur kleinen Labskausforschung kundgetan und möchte von einer weiteren Variante berichten. Mein Kurztrip nach Hamburg führt mich zum Lunch in das Restaurant Port im Hotel Hafen Hamburg. Das Restaurant hat eine wunderbare Terrasse, leicht überdacht mit einer natürlichen Blätterdecke und einem grandiosen Blick auf Elbe und Hafen. Bei gutem Wetter dort zu sitzen und zu schauen hebt die Stimmung, lockert innere Anspannungen und streichelt die Sinne. Das Interieur des Restaurants und den Teilen des Hotels, die ich von der Terrasse aus einsehen kann, bezeichne ich als gediegen. Das sei aber nur eine Randnotiz. Auf der Speisenkarte lese ich also über den Gegenstand des Interesses:

Hamburger Labskaus, gebratene Jakobsmuschel, gebackenes Wachtelei
klein 10 €
groß 15 €

Ich entscheide mich für die kleine Portion, da ein Hauptgang folgen wird. Die Küche hat den Labskaus ansprechend angerichtet (Bilder auf der Homepage des Restaurants zeigen, daß da mehr geht. Ist aber zum Lunch nicht erforderlich).

Labskaus mit gebackenem Wachtelei und Jakobsmuschel

Labskaus mit gebackenem Wachtelei und Jakobsmuschel

Der Labskaus ist geschmacklich sehr gut, das Wachtelei harmoniert ebenso wie die Jakobsmuschel, die den Rollmops, den Bismarckhering oder den Matjes ersetzt. Eine abgewandelte, zeitgemäße  Labskausvariante, die Rollmops- oder Heringsverächtern durch den feinen Geschmack der Jakobsmuschel auch dieses Gericht näherbringt. Und bei diesem Blick wird der Labskaus zum Gaumen-, Sinnenschmaus!