Das Sushischiff

Auf Besuch in Hamburg – es ist Lunchtime. Großes Palaver und die Mehrheit entscheidet für einen Sushiladen. Bin etwas geknickt, Sushi verbinde ich nicht mit Hamburg, dann doch eher Labskaus oder Pannfisch auf die ich mich gefreut habe. Heute dann also nicht.

Beim Sushiladen angekommen erinnert mich das Gebäude eher an ein Barackenensemble an der Genzkontrollstelle Marienborn der DDR. (Erfahre später, das Gebäude ist als Fischhalle gebaut worden). Der Gastraum ist sehr großzügig, mit freier Sicht auf die offene Küche des Restaurants und zur Lunchzeit zu meiner Überraschung schon gut besucht. Ich studiere die Mittagskarte, sie liest sich hervorragend, tendiere zum Tunasteak „rare“ oder „blackened“ mit Tagesbeilage für ordentliche 26,50€. Allmählich dämmert mir, daß ich in einem Restaurant der gehobenen Gastronomie bin. Orientiere mich dann doch um, wir bestellen für alle neun Personen einen Sushi-Sashimi Mix mit Tempura. Also etwas, bei dem man eine interessante Variationsbreite der Küche kennenlernen kann. Als Getränk nehme ich einen heißen Sake. Der Sake ist köstlich, der Alkohol des Weins versetzt mich in eine heitere und gelassene Vorfreude auf das was da so an Köstlichkeiten kommen wird. Mein anfängliches Geknicksein ist wie weggeblasen.

Sakezeremonie

Sakezeremonie

Der Sushi-Sashimi Mix wird mit eingelegtem Ingwer und Wasabipaste auf einem hölzernen Sushischiff serviert. Also für uns neune nicht ein sondern drei Sushischiffe, das Tempura auf Extraplatten, serviert mit zwei weiteren Saucen, eine Kerbelsauce, die andere vergesse ich.

Das Sushischiff

Das Sushischiff

Ich beginne mit einem Tempura von Black Tiger Garnelen – großartig – und esse mich weiter über Sashimi vom Lachs über Sahimi vom Tuna bis zum Loup de Mer. Das alles in einer Qualität, die mehr als bemerkenswert ist und meine Laune immer stärker steigen läßt. (Ein Teilnehmer an dem Lunch wird gegenüber einer dritten Person später behaupten ich hätte glücklich und mit seligen Grinsen an der Tafel gesessen – was ich nicht bezweifele). Die Leistung der Küche ist eine, die Seinesgleichen sucht.

Beim Verlassen des Restaurants fällt mein Blick auf die ausgelegten Bücher von Steffen Henssler und so langsam wird mir klar wo ich heute gegessen habe, bei Henssler & Henssler.

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