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Über Insubordination

Ist die Teilnahme am Rosenmontagszug unmöglich und wird im Unternehmen Karneval nicht gebührend gewürdigt, hilft nur Insubordination – der Livestream vom WDR.

Wieverfastelovend im Office

Wir waren zu früheren Zeiten ein sehr karnevalaffines Unternehmen, an dem zum Wieverfastelovend Kölsch gereicht und selbstverständlich um 11:11 Uhr der WDR-Livestream aus den rheinischen Karnevalhochburgen gesehen wurde. Dazu waren wir kostümiert … Ich selber bin Rosenmontag gerne am Zug in Köln gewesen und schrieb darüber hier, hier, hier und hier. Heute sitze ich, minimal kostümiert, etwas alleingelassen dazu noch ohne Kölsch dafür mit kleinem Pils vor dem Livestream. Aber die gute Laune, die habe ich.

Wieverfastelovend

Wieverfastelovend

Die Herbstschöne

Für den Sommer braut der Johannes Heidenpeter gelegentlich ein Framboise. Sein beliebtetstes Bier, das American Pale Ale wird eine angessene Zeit lang auf gefrorenen Himbeeren gelagert und entwickelt sich so zu einem Framboise – mein absolutes Oberlieblingslieblingsbier. Im Sommer ist es herrlich zu trinken, in Sommernächten noch viel, viel herrlicher. Ein Sommerbier also, nicht für die ungemütliche oder kalte Jahreszeit gedacht. Allerdings haben er und sein Team sich doch an eine weitere Framboise gewagt, die sogenannte „Herbst Framboise“. Was für ein Ale auf den Himbeeren gelagert wird ist mir unbekannt. Im fehlt auf jeden Fall die Fruchtigkeit und der Duft der amerikanischen Hopfen, kein Aprikosen- oder Holunderblütenaroma, es fehlt die Leichtigleit. Das Ale der „Herbst Framboise“ ist schwer, der Alkoholgehalt höher. Die Schwere zusammen harmoniert ungewöhnlich mit einer gewissen Säure, es ist biergewordene Bricolage. Deshalb trinkt sich diese schwere, säuerliche Framboise wunderbar zu Pfannkuchen. Die Säure der Farmboise kontrastiert die Süße des Pfannkuchens (natürlich mit Eierlikör) zu einem ganz ungewöhnlichen Geschmackserlebnis. Passend in der eher ungemütlichen Jahreszeit ist es zum Karnevalsbeginn am 11.11. eine überraschende Herbstschöne.

Herbst Framboise, Pfannkuchen mit Eierlikör

Herbst Framboise, Pfannkuchen mit Eierlikör

Mächtig was los

Das Straßenfest zum zwanzigsten Karneval der Kulturen besuchte ich, den Üblichkeiten folgend, gleich am ersten Tag, am Freitagnachmittag. Zu der Zeit erwartete ich, wie jedes Jahr, noch wenig Publikum und gutes Durchkommen um die Strecke schnellen Schrittes abzulaufen und mir interessante Aussteller zu merken, die ich dann gezielt besuchen könnte. Aber – Überraschung das Straßenfest war schon gut besucht, insbesondere am Waterloo-Ufer drängten sich bereits die Interessenten. Es war also mächtig was los.

Waterloo-Ufer

Waterloo-Ufer

Das Angebot war eigentlich wie jedes Jahr, auffällig nur die Zahl der „Vodka-Bars“. Vodka scheint einen Hype zu erfahren.

Ich aß ein sehr leckeres Schaschlik, trank dazu verschiedene Vodka und zum Abschluß ein Augustiner gegen den Durst. Internationale Biere waren selbstverständlich präsent, Craftbiere nicht oder so unscheinbar präsentiert, daß ich sie übersah.

In der Erwartung noch deutlich erhöhter Besucherzahlen verzichtete ich auf weitere Besuche an den Folgetagen. Im kommenden Jahr dann wie üblich.

Nachtrag zum Rosenmontagszug

Der diesjährige Ausflug zum Rosenmontagszug nach Köln war wieder ein gelungener Kurztrip. Nach den anfänglichen Schwierigkeiten, die mir meine Devices immer noch unterwegs bereiten war das Treffen mit den Narren auf dem ganz besonderen Wagen wieder sehr schön. Vorher hatte ich noch zum gemütlichen Vorglühen dem von mir so geschätzten Paeffgen einen Besuch abgestattet.

Die diesjährige Verkleidung als „Blue Man“ habe ich um Perücke und Morph Maske erweitert. Leider waren die blauen Masken ausverkauft aber schräg genug fand ich es auch so.

Blue Man 2015

Blue Man 2015

Ein ganz besonderer Wagen – Rosenmontag 2013 in Köln

Ja o.k. – auch dieses Jahr kann ich es nicht lassen und stürze mich in den Karneval in Köln. Natürlich sehr zurückhaltend, Anreise Sonntagabend um eigentlich nur den Rosenmontagszug zu erleben. Für weitere Karnevalfestivitäten fühle ich mich, gerade die tödliche Männergrippe überwunden, zu schwach.
In diesem Jahr stehe ich nicht mit den befreundeten Jecken einfach so am Zug oder wir sitzen auf einer Tribüne der Karnevalsvereine mit Vollpamperung zu steilen Preisen, nein, wir stehen auf einem rein privaten Wagen von „Freunden von Freunden“. Das ist eine interessante Konstellation. Privatleute bekommen am Steckenrand des Zugs einen Stellplatz für ihren LKW samt Dixiklo (letzteres ist mandatory!) um dort dem Zug zuzuschauen und kräftig zu feieren. Diese Genehmigung gilt solange, bis sie ein einem Jahr den Platz nicht mehr nutzen, dann wird er an jemanden anderes vergeben.

Rosenmontag Köln 2013 - Blick auf das Publikum

Rosenmontag Köln 2013 – Blick auf das Publikum

Ich finde die Idee faszinierend. Privatleute haben die Chance in nichtdurchkommerzialisierter Form mit Freunden und Bekannten den Zug auf Wagen zu feiern.

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