Das Kaufhaus des Vertrauens in der Stadt begeht dieses Jahr das 110-jährige Bestehen. Herzlichen Glückwunsch! Dazu werden an drei Sonntagen jeweils ein Geburtstagsbrunch in der Lebensmittelabteilung veranstaltet. Zum ersten Termin wurden rund 600 Tickets ausgegeben, zum heutigen 1200 und zum zukünftigen bis jetzt bereits 1600 Tickets. Zur Öffnungszeit um 11 Uhr war die Warteschlange rund ums Haus bis in die Passauer Straße lang. Der Einlaß ging trotzdem schnell vonstatten, um 11:08 Uhr erreichte ich die 6. Etage. Mit vielen Bekannten verbrachte ich eine schöne Zeit, wir hatten Spaß, aßen gut und tranken die Budweiserfässer der Tschechischen Bierbar aus. Alles easy, tutti und knorke. Meine verzehrten Schnittchen habe ich im Tumblelog hier und hier abgelegt.
Schlagwort: Rinderfilet
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Die Rache der Pilzfarce
Die Fleischerei hat eine spezielle Kundschaft. Sie stammt aus der Mittelschicht und scheut sich nicht einen höheren Preis für die Wurst- und Fleischwaren, bei hohem Qualitätsanspruch, zu bezahlen. Lieber mal etwas Gutes, dafür nicht jeden Tag scheint die Devise zu sein. Das „Gute Leben“ eine Weltzugewandtheit im Alltäglichen zeichnet sie aus. Möglicherweise stellt sich der neue Fleischer die Kundschaft so vor und sucht nach etwas, das seinen Einstieg als Neuer in der Fleischerei mit Aufmerksamkeit bedacht. Wie wäre es mit Filet Wellington, vom Fleischer bereits bratfertig zubereitet? Filet Wellington, ein Hochamt für verlangende Geschmackspapillen, serviert mit Schwarzwurzel, Sauce Madeira, vielleicht ein feines Kartoffelgratin, das überzeugt die Genießenden. Die Zubereitung von Filet Wellington ist nicht einfach, selbst das vorgefertigte Filet, das er verkauft. Die Opazität des Garzustandes des Fleisches ist Teil der hohen Kochkunst, ein prüfendes Drücken mit dem Finger ist, ob der Ummantelung, unmöglich und nicht jeder Haushalt besitzt einen digitalisierten Herd mit intergriertem Fleischthermometer. Die Genießer können sich also selbst einer gewissen Kochkunst rühmen. Allerdings ist die Beratung der Kundschaft wesentlich, eine Zusage zur Haltbarkeit des Filets zwei Tage im Kühlschrank bis zur Zubereitung kontraproduktiv. Denn der Fleischer hat vergessen, daß der Blätterteigmatel wie eine Plastiktüte wirkt und sich die Pilzfarce für ihren mehrtägigen Einschluß ohne Luftzufuhr mit Gären und Faulen rächt. Sicher ist, der Fleischer lernt dazu.
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New Burger am Wittenbergplatz
Gelegentlich werde ich ja in die Lebensmittelabteilung des Vertrauens in einem Kaufhaus am Wittenbergplatz geschickt. Dort befindet sich eine Stätte zum Stärken und Ausruhen, die ich nach anstrengenden Einkäufen gerne besuche und über die ich bereits berichtet habe. Eine weitere Stätte der Stärkung befindet sich seit Anfang April ebenfalls dort, gleich gegenüber der Fleischabteilung.

New Burger
New Burger finde ich hochspannend. Das möchte nicht eine einfache Burgerbraterei sein sondern verwendet verschiedenste Fleisch- und Fischsorten und hat ebenfalls zwei vegetarische Varianten auf der Karte. Die Zutaten sind vielfältig. Die Beschreibung der Burger liest sich anspruchsvoll und die Produkte liegen ab ca. 9€ im höherpreisigen Segment. Dreimal habe ich die Gelegenheit genutzt und drei verschiedene Burger probiert, jeweils ohne Beilagen dafür aber mit leckerem Craft Beer aus Kalifornien.
Mein erster Versuch ist der Lamb Burger:
The Lamb Burger – Lamm, Feta, Minze, Chilli, Oliventapenade, Tomate, Gurke, Gemüsepaprika, Vollkorn Bun
Dieser Burger ist eine kulinarische Überaschung. Beim ersten Bissen bereitet das perfekte Lammhack meinen Geschmackspapillen großes Vergnügen, der zweite Bissen löst Geschmacksexplosionen aus. Geschmacksexplosionen durch die Minze, die in hervorragendem Verhältnis das Lamm unterstreicht – ein Hochgenuß – und ich empfehle diesen Burger ausdrücklich weiter.