Ausflüge an den Scharmützelsee bereiten mir große Freude, denn rund um den See finden sich kulinarische Perlen wie das Café Dorsch in Bad Saarow-Strand. Überrascht hat mich der interessant terrassierte Außenbereich, in dem man sich auf verschiedenen Ebenen, umgeben von Kiefern und Eichen und mit Seeblick, auf das Angebot des Hauses einlassen kann. Glücklicherweise hatten wir einen Tisch zu früher Mittagsstunde reserviert und saßen so in einem windgeschützen, sehr sonnigen Außenbereich direkt am Haus mit wunderbarem Blick auf den See. Die Wand des Hauses war mit einer, der Holden unbekannten, rotblühenden Pflanze berankt. Der Inhaber persönlich beantwortete die Fragen der Holden zu diesem Gewächs. Seine Leidenschaft für diese Dinge waren unübersehbar.
Natürlich hatte ich bereits im Internet die Speisenkarte studiert, die den Grundstock des Speisenangebots bildet und analog mit saisonalen Gerichten ergänzt wird. Ich entschloß mich zu Zurückhaltung und damit für drei Gänge:
Kategorie: essen & trinken
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Café Dorsch – Rucola 2.0
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Roter Schnapper
Der Rote Schnapper oder Red Snapper ist keine Persönlichkeit oder Institution aus dem Feld der Politik sondern ein Speisefisch aus der Familie der Schnapper. Der Fischhändler unseres Vertrauens hatte an diesem Wochenende Rotes Schnapper Filet im (Sonder)Angebot von 29,95 €/kg. Der Fisch wurde im Indischen Ozean vor Thailand gefangen, hatte also eine weite Reise hinter sich, die mich zumindest nachdenklich stimmt. Fisch ist in Deutschland leider schlecht regional „produzierbar“ und konsumierbar, sodaß der Transport über weite Strecken erfolgen muß. Die Alternative zu den weiten Transportwegen hieße also völliger Verzicht.

Red Snapper Der Fisch hat festes weißes Fleisch und wenig Gräten. Allein die Konsistenz des Fleisches ist großartig, erinnerte mich an Thunfisch in feinster Sushiqualität. Der Geschmack ist ausgezeichnet. Wir haben den Fisch wiefolgt zubereitet:
- Zunächst salzen, säuern und ca. 1,5 Stunden stehenlassen
- Danach von allen Seiten leicht mehlen
- Fett in der Pfanne stark erhitzen und auf der Haut ca. zwei Minuten bratenlassen, nach einer Minute die Hitze runterdrehen
- Fisch wenden und auf der anderen Seiten zwei Minuten bratenlassen
Fertig.
Dazu gab es Biokartoffeln und braune Champignons in einer Sahnesauce.
Ein wunderbares Fischgericht.
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Frankfurt überrascht mich
Mein Kurztrip nach Frankfurt am Main hat sich überraschenderweise auch kulinarisch gelohnt. Dank Jens war ich gestern abend im Walon & Rosetti, einer Bar im Bahnhofsviertel. Ich habe mich auf die Empfehlungen des Wirtes, Radu Rosetti, vollständig verlassen und wurde nicht enttäuscht. Als leichtes Abendessen empfahl er lauwarmen Heilbutt mallorquinische Art mit Tomaten, Avocado, Chilli etc., sehr spicy, vielleicht ein wenig zu spicy für meine Geschmackspapillen aber sehr lecker und absolut lohnenswert.
Zum Essen empfahl Radu als Weißwein einen Franzosen, einen Cuvée, den Namen habe ich vergessen. Eigentlich kein Freund von Cuvées war auch diese Empfehlung genau richtig, der Wein harmonierte bestens mit dem Essen und aus einem Glas zum Essen wurden mehrere nach dem Essen.
Ausdrücklich lobenswert sind Freundlichkeit und Kompetenz der Mitarbeiter.Ich empfehle die Bar nachdrücklich und rate jedem, der dort einkehrt nach den tagesfrischen Gerichten zu fragen, die nicht auf der Karte stehen. Es lohnt sich! Und ich werde wiederkommen.
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Eisern Bloggen, eisern Biertrinken auf der re:publica
Wir kennen alle die Vielfalt der Blogosphäre. Von Artblogger über Laufblogger bis hin zu Wissenschaftsblogger spannt sich das Universum.
Ganz vorn dabei und brandneu sowie brandheiß sind die Iron Blogger. Die Ironblogger kann man demnächst live und in Farbe auf der re:publica beim eisernen Biertrinken treffen.

Meet ironblogger in action @ re:publica 12 Ich poste hier mit freundlicher Genehmigung von antischokke den Aufruf zum gemeinsamen Biertrinken:
Wenn ihr aufmerksam die letzten Ergebnislisten studiert habt, ist es euch sicher aufgefallen: Die Bierkasse muss dringend wieder geleert werden! 240 Euro warten darauf, von uns in Bier umgesetzt zu werden.
Bei der re:publica (2.-4. Mai 2012, Station Berlin) ist es endlich soweit: Das zweite Treffen der Berliner Iron Blogger wird zugleich auch das erste bundesweite Treffen. Wir laden die Ruhrpott-Blogger und die Freiburger ebenso ein, ihre Kassen auf der großen Bloggerkonferenz gemeinsam mit uns zu leeren.
Wir treffen uns am 3. Mai um 21 Uhr in der re:fill-bar auf dem #rp12-Gelände der Station Berlin. Die Bar ist am Abend auch für Bloggerinnen und Blogger ohne re:publica-Ticket zugänglich und hat bis 1:00 Uhr geöffnet. Kommt und trinkt zahlreich!
Und wenn ihr Lust habt, einem der bestehenden Teams beizutreten oder gar eine eigene Sektion zu gründen: Tut das! Mitgliedsanträge können nach Aufsagen der Regeln vor Ort ausgefüllt werden.
Alle Fragen gerne hier in den Kommentaren oder per Mail an Michelle Thorne und Nicole Ebber unter ironbloggerberlin@gmail.com.
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Der letzte Skrei des Jahres
In der Freitagsausgabe des Tagesspiegel studiere ich gerne die Angebote der Lebensmittelabteilung des KaDeWe und ganz speziell die Offerten der Fischabteilung. Von meinem Kiez aus ist dies die nächste gutsortierte Gelegenheit zum Fischeinkauf.
An diesem Freitag hatte das KaDeWe vermutlich das letzte Angebot an Skrei für dieses Jahr. Diesen schmackhaften Winterkabeljau, dessen Fang streng reglementiert und durch die norwegischen Fischereibehörden ebenso streng kontrolliert wird, gibt es nur im Februar und März bis Anfang April in den Läden. Auch der Spiegel schwärmt auf seinen Onlinekulturseiten von dieser wunderbaren kulinarischen Köstlichkeit. Frischer Fisch entwickelt sich bedauerlicherweise immer mehr vom gesunden und für jedermann erschwinglichen Lebensmittel hin zu einem unbezahlbaren Luxusgut, was der monströse Angebotskilopreis von 34,95€ verdeutlicht.Wir haben den Fisch wie folgt zubereitet:
- Zunächst ganz klassisch, Salzen, Säuern und ca. 1,5 Stunden Stehenlassen
- Danach von allen Seiten leicht gemehlt und photographiert
- Fett in der Pfanne stark erhitzen und Fisch auf der Haut zwei Minuten bratenlassen, nach einer Minute die Hitze herunterdrehen
- Fisch wenden und noch einmal auf dieser Seite zwei Minuten braten lassen
Fertig.
Dazu gab es handverlesene Biokartoffeln mit zerlassener Butter und Rahmwirsinggemüse aus der Tiefkühltruhe.
Eine großartige Köstlichkeit.
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Tschechische Bierbar im KaDeWe
Als Ironblogger mit dem heroischen Wahlspruch „blogging our way to beer“ ist es angemessen auch über Lokationen zu berichten, die dieses erfreuliche Naß offerieren. Ein Quell der feuchten Freuden ist mir die Tschechische Bierbar im KaDeWe. Gelegentlich kaufe ich am Wittenbergplatz ein und finde mich dann regelmäßig magisch oder wurmlochreisend in der Feinschmeckerabteilung im 6. Stock wieder.
Die Bedienung versteht ihr Handwerk, ist zuvorkommend und die Biere sind großartig gezapft, haben die richtige Temperatur und eine famose Schaumkrone, in der der ein 2-Euro-Stück senkrecht fixiert werden kann. Der Preis von 4,10 € ist natürlich ambitioniert.

Das Publikum ist eine sehr eigene Mischung silbergrauer Stammgäste und Berlintouristen. Mit den Stammgästen habe ich noch nie ein Wort gewechselt allerdings das ein oder andere flüchtige Nicken des Erkennens ausgetauscht. Die Berlintouristen sind da expressiver, erzählen gerne von ihrer Reise und ihrer Herkunft und freuen sich auf Unterhaltung. Introvertiert wie es nun so meine Art ist bin ich meistens froh einfach nur bei einem gutgekühlten Budweiser dort sitzen und in mein Device sehen zu können.Würde mich aber freuen, dort mit euch ein Pläuschen zu halten, falls ihr mal in der Gegend seid.



