Die wundersame Instagram-2-flickr-bridge

Manchmal ist Technik besonders störrisch. Da schimpfe ich mit den Dingen als wären sie Menschen und könnten mich verstehen. Die Instagram-2-flickr-bridge ist so ein Ding. Sie setzte im vergangenen September völlig aus. Alles Löschen und Neuerstellen brachte nichts, selbst der Einsatz von iftt blieb erfolglos. Heute schaue ich zufällig auf meine flickr-Seite und sehe, daß seit September diesen Jahres Photos funktionsgemäß übertragen werden. Ein geschlagenes Jahr fast auf den Tage genau bleibt die Bridge stumm. Sehr, sehr wundersam oder wohnen Kobolde nicht nur in Fahrstühlen?

Die Sache mit der Uhrenumstellung

Vor dem Schreiben dieses Blogposts schaue ich alle von mir geschriebenen Beiträge durch und finde tatsächlich etwas über die Uhrenumstellung aus 2014.

Was hat sich seitdem geändert? Technisch sind wir immer noch auf dem gleichen Niveau. Dem Umstellungsprozeß bei Laptop, Tablet oder Smartphone, der die Uhren automatisch aktualisieren wird keine Aufmerksamkeit geschenkt, dem Prozeß der drei Funkuhren, die ebenfalls automatisch aktualisiert werden schon eher, da gibt es regelmäßig Ausälle nur eben in diesem Jahr in anderer Reihenfolge. Der, im Aktualisierungsprozeß unzuverlässige Funkwecker hat sich bereits umgestellt, die beiden anderen Funkuhren zeigen noch Sommerzeit an. Die Uhren an den Haushaltsgeräten und dem Festnetztelephon stelle ich händisch um. Same procedure as every year… Und nein, die Uhrenumstellung hat keinerlei Auswirkungen aus mein Wohlbefinden.

Edvard Munch und der Burger

Über Prisma und wie ich es nutze berichtete ich bereits. Dass damit Essensbilder nicht unbedingt „verbessert“ werden sondern beim Betrachter einen eigenen Blick entstehen lassen können bemerkte ich ebenfalls. Der Filter „Der Schrei“ nach vier Werken von Edvard Munch gibt dem „Punkin Beef Burger“ mit gebratenem Kürbisfleisch einen interessanten Spin. Ob Edvard Munch einen Burger so gemalt hätte?

Regelmäßige Durchquerung des physischen Raums

Jeder durchquert den Raum in mehr oder weniger zyklischer Regelmäßigkeit. Ob zur Arbeitsstätte zum Einkaufen oder zur Freizeitgestaltung, wer kein Hikikomori ist, muß von einem Punkt des Raumes an einen anderen gelangen. Drei solcher regelmäßigen Gänge habe ich an den Swarm/Forsquare-Venues mit Schwarzweißbildern in Galerien protokolliert:

1. Der Weg durch Kreuzberg vom Discounter des Vertrauen nach Hause.
2. Der Weg durch Kreuzberg von Zuhause in die Lieblingsbierbar.
3. Der Weg durch Kreuzberg von Zuhause in die Stadt zur Lebensmittelabteilung des Vertrauens (untergliedert in zwei Galerien – bis zum Gebäude und innerhalb des Gebäudes).

Wähernd ich sonst meine Blogbeiträge ins Tumblelog schicke, ist die Reihenfolge heute erstmals umgekehrt. Der Inhalt wird von dort hier eingebettet.

http://horax.cc/post/151487775808/der-freit%C3%A4gliche-einkaufsweg-vom-discounter-des
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Und nun noch ein Finger-Pulsoximeter

Die Holde hat sich ein Finger-Pulsoximeter gekauft. Was das Gerät macht samt dem innewohnende Verfahren liest sich hier einfach. Natürlich werde ich gleich mit gemessen, diene als eine Art Referenz.

Finger-Pulsoximeter
Finger-Pulsoximeter

Ein weiteres Verfahren samt Gerät zur Überwachung der Körperfunktionen ist also in unseren Haushalt eingezogen und das hat mich angeregt, die Verfahren bzw Geräte, die wir besitzen, einmal auf zulisten:

Eine Waage zur Messung des Körpergewichts.
Mehrere Thermometer (mit Quecksilber als auch digital) zur Messung der Körpertemperatur.
Ein Brustband und jeweils ein Empfangsgerät in Fahrrad- und Ruderergometer zum herzfrequenzgesteuerten Training.
Ein Formular aus starkem Papier zum Protokollieren des Widerstands, der Dauer der Übung sowie Datum des Krafttrainings.
Ein Finger-Pulsoximeter zur Messung des Sauerstoffgehalts im Blut.

Diese Verfahren und Geräte scheinen nicht die Speerspitze der vernetzten Digitalisierung zu sein, die Protokollierung der Daten wird nur beim Krafttraining angewandt. Das spiegelt unsere Haltung zur Überwachung von Körperfunktionen wider: Messung ausschließlich um Abweichungen vom Zustand der Gesundheit zu ermitteln bzw als Erinnerungshilfe zum letzten Training. Keine Messungen zum Zwecke der Optimierung von Fitness, denn die Optimierung von Fitness kennt keine Grenze sondern ist eine selbstgewählte Tretmühle ohne Ausgang und damit sinnlos.

Über Prisma

Der Hype um die Prisma App hat sich binnen vier Wochen gelegt. Ausprobiert habe ich diese interessante Foto-Filtertechnologie ebenfalls und behalte sie auch weiter auf dem Device installiert. Die Filtertechnologie habe ich an Räumen wie die Perspektive in einem Hallenbad, an Gebäuden wie an einem neunstöckigen Wohngebäude, an Personen und natürlich an verschiedensten Gerichten ausprobiert. Prisma ist keine Fotoverbesserungstechnologie wie „Perfectly Clear“, „Tadaa SLR“ oder „SKRWT“ sondern transformiert Fotos in den Stil „alter“ und „junger“ Meister wie Mondrian oder Lichtenstein.

Hallenbad
Hallenbad
Paar
Paar

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Heute ist Handtuch-Tag

Heute ist Towel Day und was der Tag sein will erklärt die Wikipedia sehr schön hier. Im vergangenen Jahr habe ich das Haus mit Handtuch verlassen und instagrammiert, in diesem Jahr ebenfalls ein „Selfie“ gepostet.

Towel Day 2015
Towel Day 2015

So ein Handeln ist vor mir selbst erklärungsbedürftig, habe ich kein Buch von Douglas Adams gelesen und an die Verfilmung von „Per Anhalter durch die Galaxis“ nur eine schwache Erinnerung. Ich bin also kein Fan. Warum sollte ich andere Menschen nachahmen? Das Erlangen von Aufmerksamkeit ist nicht wirklich stichhaltig und das Gefühl zu einer Gruppe (Fans) zu gehören erklärt das Handeln ebenfalls nicht. Es geht eigentlich nur darum (zur Entlastung?) Blödsinn, Quatsch, etwas Verrücktes zu machen und dafür in anderen, gewichtigeren Kontexten vernünftig zu handeln. (Ich soll früher soetwas wie der Klassenclown gewesen sein behaupten meine Eltern, die Erinnerung daran ist aber ausgelöscht)

Towel Day 2016
Towel Day 2016

Einen schönen Towel Day!

Was hat Craftbeer mit der re:publica zu tun?

Die zehnte re:publica ist vorbei, großen Dank an die Organisatoren, das habt ihr wieder knorke hinbekommen. Eine sehr gute Idee ist die Erweiterung der Räumlichkeiten um mehr Stages und einen zusätzlichen Außenbereich.

Inhalte

Meine must-haves sind die Sessions von Gunter Dueck „Cargo Kulte“, Richard Sennet „The city as an open system“ und Thomas Fischer „Strafrecht, Wahrheit und Kommunikation“. Zum den must-haves gehören auch die Sessions von Freunden wie Maxim & Katrin „Fluch und Segen – intime Körperdaten in eHealth Anwendungen“ sowie der Michi „Netzinnenpolitik – Grundzüge einer Politik der Plattformgesellschaft“.

Beeindruckend sind die Ausführungen von Carolin Emcke „Raster des Hasses“. Emcke beschreibt Hass nicht einfach als Emotion des Individuums sondern sucht nach den Bedingungen, die ihn generieren, strukturieren und kanalisieren. Hass kann also sozial konstituiert werden. Ihre zentrale Frage ist: „Was sehen die Hassenden?“ (am Beispiel des belagerten Flüchtlingsbus in Clausnitz) Sie sehen im Gegenüber nicht eine Person, sie fragen nicht „Wer einer ist?“, sie müssen etwas anderes sehen, einen Stellvertreter, sie verdinglichen. Ihre Ausführungen regen mich zum Weiterdenken an.

Total fasziniert bin ich von Kate Stones  Session „A feel for print – paper music instruments“. Die Verbindung von Papier mit Musik, das Überführen des Digitalen in Analoges, Körperliches, Materielles und damit Haptisches ist eine großartige Idee. Ihre Arbeit ist eine höchst anregende, kreative Art des Tüftelns, der Bricolage. Das Überführen eines Computerprogramms zum Erstellen von Musikstücken auf ein Papier mit aufgemalten Blumen und Tieren, die jeweils ein Feature der Software beinhalten und mit deren Berühren Musikstücke erstellt werden können ist verblüffend.

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Und was mach ich mit Peach?

Wieder ist ein neues Social-Media-Messenger-Techno-Dings aufgetaucht – Peach. Ein rosa Pfirsich zur Kommunikation und mit sogenannten „Magic Words“, Kurzbefehle für technische Funktionen wie z.B. das Teilen von Locationen („here“) oder das Wetter („weather“) bzw. das Erstellen von Zeicnungen („draw“). Das Ausprobieren ist kinderleicht und macht Spaß (jedenfalls jetzt noch am Anfang).

Peach
Peach

Peach ist so frisch, daß zur Zeit noch kein Wikipediaeintrag existiert. Mal sehen wie lange sich Peach hält und ob es den Weg vieler Dingse in die Bedeutungslosigkeit geht. Ein Plurk ist es jedenfalls nicht.

#prexmasdrinkup

Am Morgen möchte mir das Gesichtsbuch etwas Gutes tun, nämlich mir meine Erinnerung an schöne Geschehenisse auffrischen und zeigt mir deshalb einen Link zu einem Twitpic vom 23.12.2008 mit dem Hashtag #prexmasdrinkup. Zwei Pics verlinke ich hier und hier. Bin belustigt, fand doch gestern der diesjährige prexmasdrinkup mit einem ganz anderen Personenkreis in einer anderen Lokation statt.

Auf dem Drinkup vor sieben Jahren war ich übrigens der einzige Teilnehmer ohne iPhone, ich benutzte ein Blackberry. Allen Teilnehmern damals und heute wünsche ich Frohe Weihnachten.