Mit mehreren Tüten beladen komme ich bei dieser Hitze vom üblichen Wochenendeinkauf zurück. Dabei überquere ich nicht den Mehringplatz sondern durchquere ihn unterirdisch über die doch freundlicher temperierte Station der U6 um dann den Schatten der Luftgeschosse der Nachbarhäuser auszunutzen. Kinder spielen im deutlich kühlen Raum um die große Briefkastenanlage. Ein kleines Mädchen öffnet mir freundestrahlend die Haustüre und ich bedanke mich bei ihr. Ich öffne meinen Briefkasten und sichte die einliegende Post als das kleine Mädchen mir stolz einen Werbekatalog zeigt. „Guck ma was ich hier habe“ fordert sie mich strahlend auf und blättert in dem Werbekatalog. „Kannste schon lesen und wo haste den denn her?“ frage ich sie und sie zeigt auf einen Briefkasten. „Und wo wohnste?“. Sie zeigt auf einen anderen Briefkasten in einem anderen Stockwerk. Belustigt wende ich mich in Richtung des Fahrstuhls.
Schlagwort: Großsiedlung
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Mächtig was los
Das Straßenfest zum zwanzigsten Karneval der Kulturen besuchte ich, den Üblichkeiten folgend, gleich am ersten Tag, am Freitagnachmittag. Zu der Zeit erwartete ich, wie jedes Jahr, noch wenig Publikum und gutes Durchkommen um die Strecke schnellen Schrittes abzulaufen und mir interessante Aussteller zu merken, die ich dann gezielt besuchen könnte. Aber – Überraschung das Straßenfest war schon gut besucht, insbesondere am Waterloo-Ufer drängten sich bereits die Interessenten. Es war also mächtig was los.

Waterloo-Ufer Das Angebot war eigentlich wie jedes Jahr, auffällig nur die Zahl der „Vodka-Bars“. Vodka scheint einen Hype zu erfahren.
Ich aß ein sehr leckeres Schaschlik, trank dazu verschiedene Vodka und zum Abschluß ein Augustiner gegen den Durst. Internationale Biere waren selbstverständlich präsent, Craftbiere nicht oder so unscheinbar präsentiert, daß ich sie übersah.
In der Erwartung noch deutlich erhöhter Besucherzahlen verzichtete ich auf weitere Besuche an den Folgetagen. Im kommenden Jahr dann wie üblich.
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Knochen mit Loch
Die Lebensmittelabteilung des Vertrauens hat Ossobuco im Angebot und ich eile zum Einkauf, doch wie zubereiten? Die Wikipedia hat einen Vorschlag, den wir dankbar aufnehmen und nach eigenem Gutdünken umsetzten – Ossobuco alla milanese. Weiteren Support holen wir uns hier.
Drei schöne Beinscheiben werden gewaschen, getrocknet und aus Zimmertemperatur gebracht.
Ossobuco In der Zwischenzeit werden zwei Möhren, ein Staudensellerie, ein Fenchel und eine Zwiebel gewaschen, gepellt und geschnippelt. Sind die Beinscheiben auf Zimmertemperatur werden sie gesalzen, gepfeffert, mehliert und mit Fett in der Pfanne scharf angebraten um die Aromen zu sichern. Nach dem Anbraten werden sie in einen großen Topf gelegt und das Fett in der Pfanne mit 400 ml Kalbsfond abgelöscht. Die Flüssigkeit aus den Pfanne über die Beinscheiben im Topf gießen, dazu kommen fertig feingehackte Tomaten mit Tomatensaft aus einer 400 gr Dose. Das geschnippelte Gemüse ebenfalls in den Topf geben und alles auf kleiner Flamme mit geschlossenem Deckel ca. 1,5 Stunden schmoren lassen. Nach Belieben Salz, Pfeffer, Pfefferkörner und weitere Gewürze zugeben.

Ossobuco
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Schneeengel
In der Nacht von Freitag auf Sonnabend so kurz nach Mitternacht stehe ich am Fenster und schaue auf die beleuchtete Stadt und dem Schneetreiben zu. Der Impuls einen Scheeengel in den frisch gefallenen und unberührten Schnee zu formen steigt in mir auf. Bei Twitter schreibe ich später:
Der Blick aus dem Wohnzimmerfenster zeigt strukturelle Ähnlichkeiten mit dem Blick aus meinem Zimmer in meinem Elternhaus. Die von mir selbstgeformten Scheeengel konnte ich von dort aus gut sehen. Zufall oder Impuls aus dem Unbewußten? Schön, daß Schneeengel einen Eintrag in der Wikipedia haben.
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Vom überraschenden Unbewußten
Gewisse Streiche spielt mir mein Gehirn ja gelegentlich und wenn ich das bemerke, bemerke ich es meistens mit Amusement wie die Filtertütensache. Ein Streich letzte Woche war völlig überraschend. Mich im Urlaub befindend wollte ich kurz ins Büro um einige Unterlagen abzulegen und etwas zu drucken. Bewußt ließ ich meine Paßwortnotizen daheim und schon in der U-Bahn auf dem Weg ins Office versuchte ich das Paßwort für die Macbookverschlüsselung zu erinnern. Es gelang mir nicht. Ich versuchte zu entspannen und nicht mehr weiter daran zu denken. Im Büro angekommen und das Macbook wie üblich angeschlossen erinnerte ich das Paßwort immer noch nicht. Ich mußte aufgeben, meine Sachen stehenlassen um wieder nach Hause zu fahren um in den Notizen nachzusehen. Beim Gang von der heimischen U-Bahnstation in Richtung der Wohnung war das Paßwort kurz vor dem Zuhause überraschend wieder präsent, sofort – ohne zu zögern und ohne Anstrengung.
Ich denke immer noch darüber nach, war es Zufall oder wollte etwas im Unbewußten mich von irgendeinem Tun abhalten? Verwirrend ….
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Weihnachtsurlaub
Ich bin im Urlaub. Vor ungefähr einem Jahr schrieb ich diesen kurzen Post von der Ostsee in gefühlt kontemplativen Zustand. Wir haben in diesem Jahr auf eine Reise dorthin verzichtet. Kontemplation hat sich ebenfalls noch nicht eingestellt, zu angespannt ist die Gedankenlage – zu zerrissen die Gefühlslage. Loslassen fällt schwer. Weiterdenken.
Ausgleich …

Pale Ale



