Schlagwort-Archive: Kreuzberg

2019

Ikonographisch erinnert 2019 an 2016. Das ist Zufall. Traurige Ereignisse überwiegen. Die Freude und Neugier auf 2020 ist groß.

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Über das eco in der Waschmaschine

eco in der Waschmaschine ist alt. eco sitzt im Namen des Geräts, in den Namen der Waschprogramme oder als Taste. eco verkauft sich gut. Die neue Waschmaschine ist sehr eco: eco im Namen, eco in den Namen der Waschprogramme, eco als Taste. Und richtig eco wird sie durch Verzicht auf die Vorwäsche als Programm und Taste und durch Verzicht auf die Wlan-Schnittstelle.

Über den Kiezliter

Wer mit dem Bestehenden unzufrieden ist tut gut daran dieses genau zu analysieren oder einen Blick in die Vergangeheit zu tun. Bier im Henkelmann zu kaufen und mit nach Hause zu nehmen war eine Üblichkeit. In Kreuzberg wird dieses in der Markthalle Neun erneut popularisiert und der Gegend damit eine wunderbare Trinkkultur zurück gegeben. Das lose Bier, deutlich billiger als der Flaschenverkauf macht der Nachbarschaft damit ein preislich sehr gutes Angebot und leistet einen Beitrag zur Befriedung nach den Irritationen rund um die Halle. Ästhetisch sind die Trinkflaschen in der tat….

Kiezliter

Kiezliter

Über Autofreie Sonntage

1973 gab es Autofreie Sonntage. Die Politik hatte sie beschlossen, da Öl knapp zu werden drohte. Einfach so beschlossen. Was ging damals, das heute nicht mehr geht?

Über den Spießer und den E-Scooter

Aus einem Lieferwagen stellen zwei junge Männer E-Scooter auf den Bürgersteig. Schön aufgestellt in Reih und Glied, sodass sie keinen Passanten auf dem Gehweg stören. Von hier aus, zentral in Kreuzberg, sollen die interessierten KundÏnnen in alle Richtungen ausschwärmen. Und da kommt er auch schon, der Spießer. Kurze Hosen, Sandalen und Socken. Frotteehütchen und Sonnenbrille, Schnäuzer, ein Bild von einem Spießer. Einen kleinen weißen Pudel führt er an der Leine. „Könnt ihr mal euren Kunden sagen…“ poltert er los. Ja was denn? Ihn stört die Unordnung, die E-Scooter werden mitten auf dem Gehweg abgestellt, die KundÏnnen fahren auch noch auf dem Bürgersteig. Etwas Neues ist plötzlich in der Stadt, neue Technik, neues Verhalten, Chaos, das macht ihn kirre. Ihn, der als Baby lustvoll in die Windeln gekackt hat und den Selbsthaß über die Scham darüber unbewußt als Wut auf das Neue kanalisiert.

Über die Wespenzeit

Im Frühjahr ist da dieses gemütliche Gebrummel – die ersten Hummeln sind unterwegs. Später dann das hellere und geschäftigere Gebrummel der Bienen. Jetzt zu Beginn des Augusts ist das helle Sirren der Wespen zu hören. Auch sie sollen nützlich sein. Nützlichkeit im Sinne von Fressen und Gefressenwerden. Blieben sie auf den Feldern, Wiesen und in den Wäldern – warum nicht. Sie gehen in der bebauten Welt an den Tellern, Schüsseln und Gläser der Menschen auf Jagd. Sie kommern nahe und haben Stacheln. Das macht sie nicht sympathisch und Stoizismus ist keine sehr verbreitete Tugend. Jedes Jahr dasselbe Theater…

Über die Hitze

38 Grad Celsius sind für Berliner Verhältnisse heiß. Die Hitze hat die Stadt im Griff, kaum Menschen im Nachbarschaftspark, wenige auf den Straßen unterwegs. Der Sonntagspaziergang entfällt, selbst ein Museumsbesuch verspricht dabei keine wirkliche Linderung. Ein bewegungsloser Sonntag – dank der Hitze.

Über das Weißwurstfrühstück

Weißwurstfrühstück

Weißwurstfrühstück

Über das Totenglöcklein des Unternehmens

Das Totenglöcklein eines Unternehmens macht sich in der Sprache des Managements bemerkbar. Es sind Satzfragmente wie „…der Markt fordert dies…“ oder „…wir müssen dem Markt folgen…“ die die Sterbephase begleiten. Auf den Markt verweisen, mit ihm schwimmen wollen und nicht eigenen Idee haben und verwirklichen zeigen erste Leichenblässe an.

Über Schaschlik

Nennt sich Schaschlik ist aber keins…

Schaschlik

Schaschlik