Mein Tumblelog „horax sammelt hier“ ist zehn Jahre alt geworden. Vor fünf Jahren schrieb ich über seine Wiederentdeckung. Und ja, es hat sich bewährt. Ich hoffe es wird halten…..

absichtsloses herumliegen | erfüllte leichtigkeit | aufzeichnungen
Mein Tumblelog „horax sammelt hier“ ist zehn Jahre alt geworden. Vor fünf Jahren schrieb ich über seine Wiederentdeckung. Und ja, es hat sich bewährt. Ich hoffe es wird halten…..

Unsere kleine Gesellschaft fährt die kurvige Küstenstraße vom Kilauea Lighthouse, vorbei an den Strandhäusern der Reichen und Schönen, in Richtung Anini Beach. Wir machen dort eine Lunchpause in einem Pavillon direkt vor dem Strand. Der Pavillon ist zu allen vier Seiten offen, enthält zwei große Tische und vier Bänke aus Beton. An unserem Nachbartisch sitzt ein junger Mann mit einem Ukulelenkoffer und schreibt fleißig in sein MacBook. Irgendetwas an dem Anblick des Schreibenden ist irritierend. Er hat das Ladekabel des MacBooks mit einem Pfeiler des Pavillons verbunden und bei genauerem Hinsehen wirk klar, daß in dem Pfeiler zwei Steckdosen verbaut sind. Insgesamt zwei Pfeiler des Pavillon sind mit Steckdosen ausgerüstet. Steckdosen am Strand im Nirgendwo.
Auch am Strand von Waikiki in Honolulu, sind ähnliche Pavillons verbaut, ob sie allerdings Steckdosen enthalten entzieht sich meiner Kenntnis.

Telephonie- und Breitbandzugangsbetreiber sind in unserem Haushalt verschiedene Unternehmen. Um eine höhere Bandbreite zu bekommen und auf IP-Telephonie umzustellen möchte ich beide Funktionen in die Hand des DSL-Zugangsbetreibers legen. Das Preis-Leistungsverhältnis ist gut, mit dem Unternehmen bin ich seit Jahren sehr zufrieden. Ich logge mich mit meinen Zugangsdaten ein um den Provider- und Tarifwechsel zu bestellen. Auf einer der letzten Seiten muß ich meine Festnetznummer, die portiert werden soll, eingeben. Nach dem Drücken des „Weiter-Buttons“ erfolgt eine Fehlermeldung in der Art „Diese Rufnummer existiert schon“ und nichts geht mehr. Ich breche den Bestellvorgang etwas verunsichert ab. Ich probiere es nun mit dem Telephoniebetreiber, obwohl etwas teurer und für mich zweite Wahl. Meiner Festnetznummer werden, obwohl ich angebe, daß keine weiteren Nummern gewünscht werden, trotzdem noch zwei Nummern zugeordnet. Dazu soll ich den Betreiber meiner jetzigen Festnetznummer, die er selber ist, eingeben. In dem Auswahlmenü ist er logischerweise nicht aufgelistet. Verwirrt und verunsichert breche ich auch den Bestellvorgang ab. Nach einer Weile probiere ich es erneut beim Breitbandbetreiber bis zum erneuten Auftreten des beschriebenen Fehlers. Kurzentschlossen rufe ich das Unternehmen an. Nach der Schilderung der Fehlermeldung bekomme ich die fröhliche Antwort, daß dies bekannt sei, da auch meine Festnetznummer des DSL-Anschlusses in ihrem System sei. Ich gebe also meine Bestellung telephonisch auf und hoffe auf eine problemlose Umstellung. Aber warum ist der Fehler, wenn bekannt, nicht abgestellt?
Werbung sollte verständlich sein um zu wirken. Dies ist eine Voraussetzung über die kaum nachgedacht wird, so banal scheint sie zu sein. So gibt es die Plurk App in deutscher Sprache. (Plurk ist ein Social Media Dienstleister und in Asien sehr erfolgreich. Ich nutze Plurk seit 2008) Die dort ausgelieferte Werbung von Unternehmen in Form von Antworten auf das eigene Geschriebene wird jedoch nur in chinesischer Schrift gezeigt. Wer kein Chinesisch beherrscht versteht die Werbung nicht. Möglicherweise betrachtet der ein oder die andere zu Beginn der „Plurkkarriere“ die ikonographische und geheimnisvolle Form der Schriftzeichen, die auch als ästhetisch schön empfunden werden können, etwas länger. Aber – die Werbung wird nicht den gewünschten Effekt erreichen. Die Auslieferung in chinesischen Schriftzeichen zeigt, daß die Werbetreibenden oder genauer Plurk die angesprochenen Nutzer zur selben Sprachgemeinschaft zählen. Damit scheint die Ansprache als Person gegeben zu sein. Aber ist es das wirklich, fühlt sich der Nutzer durch automatisierte und damit hochfrequente, unverständliche Werbung als Person angesprochen? In dem Kontext wäre die Frage eher zu verneinen.
Beim Lesen in der papiernen Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung fällt mir ein Artikel über Jodel auf. Was das ist sagt der Link. Zu meiner Überaschung existiert die Applikation seit 2014 und ich könnte Stein auf Bein schwören noch nie von ihr gehört zu haben. Weder in irgendeinem journalistischen Format, der Twittertimeline noch im Gesichtsbuch oder im persönlichen Gespräch bin ich über Jodel gestolpert. Selbst als Gasthörer der FU Berlin ist mir die App dort nicht in den Räumlichkeiten begegnet. Natürlich lade ich sie runter und schaue mir auch einzelne Channel an: Foodporn und FU Berlin könnten interessant sein.
Was mich allerdings verwirrt ist die Tatsache erst heute von der Applikation zu erfahren. Ist das dieses Älterwerden und/oder eine (damit) verbundene selektive Wahrnehmung… ?
Der Schöpfer-Gott erschafft die Welt durch das Wort. Der Schöpfer-Gott handelt durch das Wort. Der Schöpfer-Gott spicht in Wort und Tat: „Es werde Licht!“ Und es ward Licht. Mein Wort ist nicht demiurgisch: „Es werde Spiegelei!“ Und nichts passiert. Ein Mensch eben…
Mit bestem Dank an Frau Krämer für diesen inspirierenden Moment.
Ich richte mir eine Teststellung G Suite ein. Eigentlich möchte ich die Domain .io darauf mappen aber das WordPressangebot dazu verunsichert mich zur Zeit ein wenig. Also nehme ich eine andere Domain um einmal die Einrichtungsroutine durchzuspielen. Alles klappt ohne Probleme bis zum Installieren des Profilbildes, das andere G Suite Nutzer sehen können. Natürlich nehme ich das Bild des „obamisierten Horax“, den Twitteravatar, der auch Header in diesem Blog und anderen Diensten ist. Zu meinem Erstaunen erklärt mir G Suite, daß kein Gesicht auf dem Bild zu erkennen sei. Das automatisierte Gesichtserkennungssystem – ich bringe es nicht mit Künstlicher Intelligenz in Verbindung, denn die würde ein Gesicht erkennen – läßt mich das Bild nicht einbauen. Klar ist, die Teststellung wird auslaufen und der Account wird gelöscht.