Stochastische Papageien als Metapher für das auf mathematischen Prinzipien beruhende aber sinnlose Geplapper der LLMs scheint im ersten Moment überzeugend. Allerdings tut man den Papageien unrecht, sie sind eben keine Maschinen, sie sind leibliche Wesen. Besser wäre: stochastische Tröte…
Kategorie: medialität
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Über den Haufen
Die Ledercouch, ein Zweisitzer, ist auf linken Seite belegt. Auf dieser Sitzfläche ist eine Ansammlung an Papier in verschiedenen Formen: Bücher, Zeitungsseiten, Zeitschriften, Notizen und Papierschnipsel. Ganz obenauf liegen eine Brille, ein Kopfhörer sowie ein USB-Stick. Die Basis des Haufens bilden Bücher, drei mal drei Bücher deren Rücken in den freien Raum zeigen, nach oben zeigen die Rückseiten. Darüber geschichtet ist eine zweite Lage Bücher, ebenso geordnet. Die dritte Schicht an der Armlehne besteht aus teilweise schon gilbigen Zeitungsausschnitten und bedeckt zwei mal drei Bücher. Auf den verbleibenden Büchern ist direkt an der Rückenlehne ein Stapel aus sieben Büchern gebaut, davor sind zwei aufgehäuft und daneben liegen drei Finanzzeitschriften. Zwischen allem verstreut sind Notizzettel und handschriftlich beschriebene Papierschnipsel gelagert.
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Selbstreferentielles (5)
Das Blog bekam im Januar vor fünf Jahren einen neuen Anstrich. Auch im Januar dieses Jahres ist es soweit: Nach einem responsiven, „klassischem Theme“ hat es ein Block-Theme bekommen.
„Poema“ ist minimalistisch, zum Lesen sehr gut geeignet. Viele Installationen von Poema scheint es nicht zu geben; es ist ein Nischentheme. Die gewählte Schriftart ist Fira Sans.
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Über das TV-Programm an Heiligabend
Von den Jahren zuvor unterscheidet sich das diesjährige TV-Programm zur „Prime Time“ nicht: Tränendrüseniges, Actionkomödiantisches oder Kriegsgeballere füllen die Sendeplätze ob Öffentlich-Rechtlich oder Privat. Der Pandemie Angepasstes? Fehlanzeige. Ein Programm zum Wegschauen, was dem Tag angemessen wäre – Fernseher aus.
Nachmittags läuft eine kleine Serie schwarzweißer Sherlock Holmes Filme aus den 1940er Jahren. Amüsant anzusehen, sie wirken anarchisch frech und aus der Zeit gefallen. Genau die richtigen Filme um die Zeit zu überbrücken bis das Christkind kommt…
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Über die verschüttete Suppe
Quo vadis soup.io? Die Suppe ist demnächst ein Jahr abgestellt. Schade, war sie doch ein Aggregator europäischer Herkunft und für mich ein weiteres Tumblelog neben Tumblr. Auf meiner Suppe „horax ist hier“ hatte ich die Domain „horax.me“ gemappt. Gestern habe ich auf Tumblr die Seite „horax ist hier“ als Nebenblog zum Tumblelog aufgemacht und die Domain darauf gemappt. „horax ist hier“ ist kein zweites Tumblelog sondern ein weiteres Blog. Ich begann vor geraumer Zeit auf dem Tumblelog Blogposts zu schreiben, die ich hier in diesem Blog nicht schreiben wollte. Dazu ist aber das Tumblelog nicht gedacht. Das neue Blog wird solche Posts enthalten. Drei Blogs sind dann aber wirklich genug…
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Über Twitterlisten
Obwohl ich Listen in Twitter unnötig fand – die Beschäftigung damit würde Twitter zuviel Bedeutung zuschreiben – habe ich schließlich doch einen Set Listen eingerichtet. Die Listen sind themenspezifisch und auf privat gesetzt. Einige Listen konzentrieren Accounts und die Informationen weil das Thema relevant ist. Der Zugriff wird erleichtert. Andere Listen invisibilisieren Accounts und die Informationen weil das Thema zwar nicht unbedingt irrelevant ist aber spezifisch sehr viel Rauschen erzeugt. Das erleichtert das Lesen der Timeline ungemein. Ein Feature benutze ich schon länger für die Selbstsorge, das der stummgeschalteten Worte. Es ist hochwirksam…
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Über die Onleihe
Heute morgen um 5:30 Uhr war es soweit. Noch bevor die Tages- und die Wochenzeitung aus Holz zugestellt waren, habe ich zwei Tageszeitungen in digitaler Form über die Onleihe App heruntergeladen und gelesen. Dazu braucht es einen, zur Zeit kostenlosen, Besucherausweis der Öffentlichen Bibliotheken Berlin und natürlich die App um auf dem iPad lesen zu können. Eine Stunde Zeit gewähren die Bibliotheken zum Lesen nach dem jeweiligen Laden der Zeitung. Hier ist Eile geboten. Eingefahrenes Leseverhalten, die Zeitung weglegen und sich um etwas anderes kümmern oder die Aussicht, einen Artikel zu einem späteren Zeitpunkt (erneut) zu lesen funktioniert nicht. Das Zeitregime zwingt zur sofortigen Auswahl und zur Oberflächlichkeit. In der kapitalistischen Gesellschaft, in der Zeit Geld ist und Lizenzen Knappheiten produzieren ist das nicht überraschend. Ein Genuß ist diese Art Lesen jedenfalls nicht wirklich.
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Über Clubhouse
Faszinierend wie der Fortschritt Haken schlägt: vom Bild zur Sprache codiert in Binärschrift. Sprache ist schnell, spontan, fluffig – Schrift ist langsam und widerständig, sperrig halt. Von Clubhouse ist heute kaum noch die Rede, es scheint zu funktionieren und seine Nutzerïnnen gefunden zu haben… ein Hypechen.
Persistierte eigene Mündlichkeit ist mir ein Graus – dem Knochenschall sei dank. Ich rede oder singe gerne mit mir selber…
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Selbstreferentielles (4)
Es ist zurzeit die Form des Blogs zum Inhalt geworden. Das soll kurz ein letztes Mal in diesem Blogpost beleuchtet werden.
Ein guter Ausgangspunkt ist die zunehmende Selbstreflexion während der, gefühlt langsamer verrinnenden Zeit in der Pandemie. Das Gespräch zwischen mir und mir selbst dreht sich noch einmal verstärkt um die Dinge, die für ein gutes Leben wichtig sind. Dies wirkt hinein bis in abgelegene Bereiche, in die Formen der Kleidung und eben auch in die Form des Blogs.
Dieses Blog ist kein Themenblog. Dieses Blog hat keine „Message“, gleichwohl werden Präferenzen in allen möglichen Bereichen erkennbar aber kein Mensch soll von irgendetwas überzeugt werden. Dieses Blog ist kein Diskussionsforum. Die Kommentarfunktion ist abgestellt, wer etwas zu den Inhalten zu sagen hat möge das in den eigenen digitalen vier Wänden tun, Pingbacks und Trackbacks werden moderiert. Dieses Blog ist auch nicht auf Reichweite aus.
Nichts von dem hier Geschriebenen wird auf anderen Kanälen distribuiert außer in meinem Tumblelog verlinkt.Dieses Blog ist dazu da, verstreute Gedanken für mich zu verschriftlichen. Es ist eine Art Tumblelog meiner Gedanken.
Leserïnnen können gerne am Geschriebenen teilhaben – es ist sichtbar – aber es ist eben nicht primär für ein Publikum gedacht.Das Blog ist ein Versuchsraum für das Formulieren meiner Gedanken, für die angemessene Art sie in Materialität zu bringen. Nun zur Form: Da meine Gedanken für mich verschriftlicht werden, soll es auch in einer Form geschehen, die mir zusagt. Vom Blog ist deshalb alles Magazinartige, alles Blogübliche wie der Avatar, das Twitterwidget und alles „Klickibunti“ verbannt um nur auf hellem Hintergrund mit einer mir etwas bedeutenden Schriftart zu erscheinen. Damit sedimentiert sich ein klitzekleiner Baustein für (m)ein gutes Leben. Jetzt aber genug davon…!
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#8f9699 oder Selbstreferentielles (3)
Das Problem des mageren Kontrasts zwischen Schriftfarbe und Hintergrund hat keinen Namen: #8f9699, eine namenlose Farbe im Ton „hellgrau blau“. Als Schriftfarbe ungeeignet kontrastiert sie bei weißem Hintergrund und normaler Schriftgröße nicht wirklich, bei schwarzem Hintergrund und normaler Schriftgröße gerade so. Hier liegt der Pferdefuß des Themes Scrawl.
Als ich heute beim Lesen der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung feststellte, dass die jeweilige Rubriküberschrift links beziehungsweise rechts oben auf den Seiten in einer ähnlichen Farbe gedruckt ist, hat mich das halbwegs beruhigt.
Glücklicherweise erscheint die Farbe nicht im überall im Fließtext. Blockquote-Text und Introtext werden damit dargestellt, zudem Erstellungsdatum, Autor, Kategorien, Beitragsverweise, die Website-Identität und der Hamburger Button.