Archiv der Kategorie: politik

Über das Ergebnis der Mitgliederbefragung (4)

Das Bestehende, das Bräsige, das Neoliberale, das Anti-Digitale ist nicht gewählt. Ratlosigkeit überall. Diese Ratlosigkeit, bei den Anhängern des Bestehenden ist klar, bei den Befürwortern des Anderen ebenfalls, wenn auch auf bestimmte Art und Weise. Die Ziele, die Zwecke des Anderen sind klar, die Mittel, die Verfahren, die Wege nicht. Das schafft Irritationen. Die Auflösung ist offen. Zudem, das öffentliche Konzert um das Ergebnis von denjenigen, die sich wichtig empfinden, ist traurig. Inhalte werden bis zur Unkenntlichkeit verwischt in der personalisierten Welt, die ein Teil der Kulturindustrie zornig um das Progressive spinnt. Die Chance das Verbaute, den Schein zu durchzustechen ist da, sie sollte genutzt werden…

Über das Ergebnis der Mitgliederbefragung (3)

Taktik prägt die Mitgliederbefragung. Menschen, die nicht mit den Inhalten eines Teams übereinstimmen, nicht mal  in nenneswerten Relationen, wählen es trotzdem. Das nützt dem Bestehenden. Veränderung ist unangenehm. Das Bestehende, das Bräsige, das Neoliberale, das Anti-Digitale werden zwar nicht wirklich goutiert, sind aber für die Vielen erträglicher als frischer Wind. Das Konservative sitzt tief.

Über eine Twittersperre

Twitter hat Kosmar gesperrt nachdem er 200 inaktiven Accounts entfolgt ist. Twitter sah dies als Bedrohung an. Das ist grotesk und zeigt die Maßlosigkeit von Automatisierung. Die Politik, das Unverständnis der Digitalisierung im politischen Betrieb, ist ursächlich daran beteiligt. Leider kann sich davon auch bis heute die Sozialdemokratie nicht freisprechen, ist das NetzDG ein Baby des ehemaligen Justizministers. Netzpolitische A**chtritte durch D64 sind nötiger denn je. Keine kosmaresquen Tweets mehr lesen zu können ist kein großes Kino von Twitter. Schämt und entschuldigt euch!

Über das Ergebnis der Mitgliederbefragung (2)

Die Mitgliederbefragung bestätigt im ersten Wahlgang das Bestehende. Erschütternd…

Über das Ergebnis der Mitgliederbefragung

Wird das Ergebnis der Mitgliederbefragung das Bestehende bestätigen? Der Abstieg in die Bedeutungslosigkeit würde denkbar werden. Singend, Seit‘ an Seit‘ schreitend der Rückzug des Politischen aus der Politik. Die Selbstaufgabe einer Partei…

Über die Chemie der Atmosphäre

CO2, Klimawandel, Globaler Temperaturanstieg

Gelöst?
FCKW, Ozonloch, UV-Strahlung
SO2, Waldsterben, Saurer Regen.

Über Autofreie Sonntage

1973 gab es Autofreie Sonntage. Die Politik hatte sie beschlossen, da Öl knapp zu werden drohte. Einfach so beschlossen. Was ging damals, das heute nicht mehr geht?

Über die Verhärtung der Linken

Linke Politik ist an der Idee der Aufklärung orientiert – Freiheit, Abwesenheit von Leid und Not. Verhärtete Linke, die ein entfremdetes Verhältnis zu den Menschen und sich selbst haben, sind zahlreich in der Öffentlichkeit und in politischen Funktionen vertreten. Ihre Versteinerung artikulieren sie in beispielsweise in einer solchen Forderung: „Abschaffung der 1. Klasse in Regionalzügen“.  Es ist mehr als bestürzend, ja zum Weinen, denn die Forderung muß lauten: „1. Klasse für alle in den Regionalzügen“.

Über den symbolischen Körper

Das 21. Jahrhundert. Demokratie ist die Herrschaftsform in Europa. Die Zahl, das Rechenbare strukturiert zunehmend die Gesellschaft und droht sich selbst zum Mythos zu machen. Da verwundert es nicht wenn die Leerstelle der Macht in der Demokratie in Frage gestellt wird. In Frage gestellt durch die Behauptung der Existenz eines symbolischen Körpers der Kanzlerin. Nicht anders sind die maßlosen Fragen zu ihrem Gesundheitszustand zu deuten. Auch dies ein weiteres Indiz zu einer Etablierung eines zeitgenössischen Mythos.

Über die (politische) Talkshow

Der Begriff besteht aus zwei Teilen: Talk und Show. Reden und Spektakel. Ein Spektakel war die politische Talkshow der Jahrtausendwende – Christiansen. Medial wurde hier die Neoliberalisierung des Landes begleitet. Das ökonomische Prinzip ist spätestens seitdem in jede Pore des gesellschaftlichen Lebens eingesickert. Der Stolz auf den ÖRR speist sich einerseits auf die Idee der Staatsferne, andererseits auf die Idee des Fehlen der Meinungsmacht Einzelner, einer gewissen Kapitalismusferne. Trotzdem wirkte die politische Talkshow toxisch. Wie konnte das geschehen? Und was bedeutet das für bestehende Formate?