Bin zum Dinner eingeladen und treffe mich mit Gastgeber und Mitessenden vor dem Restaurant. Der Abend ist lau, wir unterhalten uns ein wenig, warten noch auf Nachzügler um dann gemeinsam unseren reservierten Tisch zu besetzen. Die Runde besteht aus sehr netzaffinen Menschen, ein paar Jährchen jünger als ich. Der Crémant wird serviert, wir prosten dem Gastegeber zu, trinken auf sein Wohl. Speisenkarten werden verteilt und ich spreche darüber, daß ich mich ein wenig über das Restaurant im Netz informiert habe, einige Artikel in Presseerzeugnissen, die online verfügbar sind, gelesen habe und die ein oder andere Kritik in Blogs. Ich erzähle so weiter über die etwas ungewöhnlichen Speisen auf Karte und was ich davon gerne probieren möchte, Entenzungen zum Beispiel und das Quallencarpaccio. Ich rede über die glühenden Empfehlungen und die vermeintlichen Enttäuschungen, die Gäste ins Netz gestellt haben. Einer der Mitessenden meint darauf hin zu mir: „Mußt Du aber Zeit haben Dich mit sowas zu beschäftigen.“ Bin leicht verwirrt, was ist denn da falsch gelaufen…?
Schlagwort: Fleisch
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Noch zwei keep-it-simple Dinner für Strohwitwer
Zwei neue einfache und schnelle Strohwitwerdinner ohne großen kochtechnischen Aufwand mit maximal zwei Pfannen/Töpfe wegen meiner mangelnden Multitaskingfähigkeit mache ich mir in der Abwesenheit der Holden. Dabei lege ich deutlichen Wert auf Qualität, Bioprodukte sollen es schon sein und wenn nicht möglich dann trotzdem hochwertig. Die Dinner aus dem letzten Jahr finden sich hier und hier.
Auf dem Wochenmarkt in der Markthalle Neun gibt es einen Stand, der Schweinefleisch aus artgerechter Haltung anbietet, es sind, wenn ich mich nicht ganz täusche, Wollschweine. (Der Link auf der Seite der Markthalle fehlt leider). Ich erstehe dort vier Bratwürstchen, die bereits gebrüht sind. Daraus entseht dann Dinner Nummero 1:„Schweinsbratwürste, Zwiebelgemüse, scharfer Sent, Vollkornbrot:
Drei Zwiebeln schälen und in einer Pfanne mit etwas Fett glasig dünsten. Kurz bevor die Zwiebeln die gewünschte Konsistenz haben in einer weiteren Pfanne etwas Fett zerlassen und die Bratwürstchen anbraten. Alles zusammen auf einem Teller anrichten, scharfen Senf dazu geben und eine Scheibe Vollkornbrotals Sättigungsbeilage dabei geben. Wenn das nicht einfacht ist!

Schweinsbratwürstchen mit Zwiebelgemüse, scharfer Senf, Vollkornbrot
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Labskaus with a view
Mein Faible für Labskaus habe ich bereits in meinem kurzen Post zur kleinen Labskausforschung kundgetan und möchte von einer weiteren Variante berichten. Mein Kurztrip nach Hamburg führt mich zum Lunch in das Restaurant Port im Hotel Hafen Hamburg. Das Restaurant hat eine wunderbare Terrasse, leicht überdacht mit einer natürlichen Blätterdecke und einem grandiosen Blick auf Elbe und Hafen. Bei gutem Wetter dort zu sitzen und zu schauen hebt die Stimmung, lockert innere Anspannungen und streichelt die Sinne. Das Interieur des Restaurants und den Teilen des Hotels, die ich von der Terrasse aus einsehen kann, bezeichne ich als gediegen. Das sei aber nur eine Randnotiz. Auf der Speisenkarte lese ich also über den Gegenstand des Interesses:
Hamburger Labskaus, gebratene Jakobsmuschel, gebackenes Wachtelei
klein 10 €
groß 15 €Ich entscheide mich für die kleine Portion, da ein Hauptgang folgen wird. Die Küche hat den Labskaus ansprechend angerichtet (Bilder auf der Homepage des Restaurants zeigen, daß da mehr geht. Ist aber zum Lunch nicht erforderlich).

Labskaus mit gebackenem Wachtelei und Jakobsmuschel Der Labskaus ist geschmacklich sehr gut, das Wachtelei harmoniert ebenso wie die Jakobsmuschel, die den Rollmops, den Bismarckhering oder den Matjes ersetzt. Eine abgewandelte, zeitgemäße Labskausvariante, die Rollmops- oder Heringsverächtern durch den feinen Geschmack der Jakobsmuschel auch dieses Gericht näherbringt. Und bei diesem Blick wird der Labskaus zum Gaumen-, Sinnenschmaus!
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Über Seniorenteller
In wenigen Tagen werde ich auf einen Kurztrip nach Schleswig-Holstein fahren. Das Hotel ist gebucht und, wie es halt so meine Art ist, schaue ich mir die Speisenkarte des hoteleigenen Restaurants an. Nicht, daß mir Hotel und Restaurant fremd wären aber ein Blick in die Karte sollte sein, interessant was sich vielleicht geändert hat. Beim Lesen fällt mir auf, daß dort nichts von Seniorentellern geschrieben steht, sondern alle Hauptgerichte gibt es auch als Vorspeisenteller. Mir fällt ein, daß ich an diesem Ort im Restaurant eines traditionsreichen Hotel, daß eher einen älteren, gut betuchten Kundenstamm bedient, ebenfalls nie von Seniorentellern, sondern von kleinen Portionen gelesen habe. Auch im Restaurant des bevorzugten Hotels der Holden und mir auf Rügen wird diese Wortwahl verwendet. Das ist eine eher neue Entwicklung und ich finde diese Wortwahl ist respektvoll gegenüber der älteren Generation und ich goutiere das außerordentlich.
Gut erinnere ich mich an die Badeurlaube mit meinen Eltern an der ostholsteinischem Küste vor Urzeiten. Dort war es in den Restaurationen üblich Seniorenteller anzubieten, die mich eher an Kleinkindkost erinnern. Ich habe eine Erinnerung von viel Kartoffelbrei mit heller Sauce und einem gekoschte Ei. Die Vorstellungen an das Altern waren damals andere, Konrad Adenauer zum Trotz. Aber selbst heute noch, ein Blick in die Suchmaschine des Vertrauens verrät es, befleißigen sich Restaurant solcher Wortwahl. Das wird sich sicher im Laufe der Zeit noch ändern.
Jedenfalls habe ich mir vorab mein Dinner in der nächsten Woche schon zusammengestellt:
Vorspeise: Gebratenes Filet vom Barsch aus dem Selenter See mit buntem Mangold
Hauptgericht: Rumpsteak vom Holsteiner Rind mit Nordseekrabben, Zwiebelmarmelade, Krabbenbutter und BratkartoffelnDanach wird zur Verdauung ein Gang an die Hotelbar fällig werden und entgegen meiner Geflogenheiten werde ich mich für Gin-Cocktails interessieren. Denn beim Gin scheint es spannende Entwicklungen zu geben, die mich irgendwie an die Craft Beer Szene erinnern.
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New Burger am Wittenbergplatz
Gelegentlich werde ich ja in die Lebensmittelabteilung des Vertrauens in einem Kaufhaus am Wittenbergplatz geschickt. Dort befindet sich eine Stätte zum Stärken und Ausruhen, die ich nach anstrengenden Einkäufen gerne besuche und über die ich bereits berichtet habe. Eine weitere Stätte der Stärkung befindet sich seit Anfang April ebenfalls dort, gleich gegenüber der Fleischabteilung.

New Burger
New Burger finde ich hochspannend. Das möchte nicht eine einfache Burgerbraterei sein sondern verwendet verschiedenste Fleisch- und Fischsorten und hat ebenfalls zwei vegetarische Varianten auf der Karte. Die Zutaten sind vielfältig. Die Beschreibung der Burger liest sich anspruchsvoll und die Produkte liegen ab ca. 9€ im höherpreisigen Segment. Dreimal habe ich die Gelegenheit genutzt und drei verschiedene Burger probiert, jeweils ohne Beilagen dafür aber mit leckerem Craft Beer aus Kalifornien.
Mein erster Versuch ist der Lamb Burger:
The Lamb Burger – Lamm, Feta, Minze, Chilli, Oliventapenade, Tomate, Gurke, Gemüsepaprika, Vollkorn Bun
Dieser Burger ist eine kulinarische Überaschung. Beim ersten Bissen bereitet das perfekte Lammhack meinen Geschmackspapillen großes Vergnügen, der zweite Bissen löst Geschmacksexplosionen aus. Geschmacksexplosionen durch die Minze, die in hervorragendem Verhältnis das Lamm unterstreicht – ein Hochgenuß – und ich empfehle diesen Burger ausdrücklich weiter.
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Kotelett mit Filet
Natürlich hätte ich es besser wissen können, ein Kotelett vom Schwein ist nicht gleich einem Kotelett von Schwein, es gibt Unterschiede. Ein Blick in die Wikipedia hätte genügt. Mit der unerschütterlichen Gewißheit ein Kotelett sei ein Kotelett begebe ich mich zum Schlachter des Vertrauens im großen Haus am Wittenbergplatz und staune. Verschiedene Koteletts vom Schwein werden angeboten, welches ich denn gerne hätte werde ich gefragt. Nackenkotelett schließe ich gleich aus aber was sind eigentlich Stielkoteletts oder Koteletts mit Filet? Intuitiv entscheide ich mich für Letzteres, hört sich einfach besser an „… mit Filet“. Selbstverständlich gebe ich mein Nichtwissen von dem Verkäufer nicht zu sondern entscheide, Wissen vorspielend, mit Nachdruck.
Kotelett mit FiletMeine Wahl ist die richtige. Das Filetstück ist nach dem kurzen Anbraten besonders weich und schmackhaft. Für den nächsten Einkauf bin ich jedenfalls gerüstet.
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Besuch bei Gänsen und Gallowayrindern
Ungefähr 80 Kilometer nord-nordwestlich von Berlin, in der Nähe von Neuruppin liegt das Gut Hesterberg. Dort leben ca. eintausend Tiere in Freilandhaltung, davon 500 Gallowyrinder in extensiver Mutterkuhhaltung. Im Hofladen des Gutes läßt sich hervorragend speisen und Fleisch- bzw Wurstwaren für den Hausgebrauch einkaufen. Gerichte sowie Fleisch- und Wurstwaren sind natürlich von den Tieren aus eigenem Bestand.

Gallowaykalb Drei Besuche zu drei unterschiedlichen „Themen“ haben wir bisher gemacht, die unterschiedlichen Themen, Freitag bis Sonntag, sind auf der Homepage des Gutes im Veranstaltungskalender einsehbar.
Das erste Thema war Steaks – Steaks – Steaks zu dem der Gast die Auswahl zwischen Filetsteak, Rumpsteak, Schweinesteak und Hacksteak hat. Das Filetsteak war auf den Punkt, wurde mit Bohnen und Bratkartoffeln serviert und schmeckte großartig.

Filetsteak vom Gallowayrind
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