Den besten Pfannkuchen Berlins hat die Lebensmittelabteilung des Vertrauens in der Stadt. Und besonders wohlgeraten sind die mit Eierlikör. Kein anderer Pfannkuchen hat diesen runden Geschmack; der Geschmack, der zwischen dem Backfett, der Süße und dem Eierlikör fluktuiert; nichts ist voller im Mund. Statt Kaffee ist Stout das Getränk dazu; Imperial Stout oder noch dicker. Ein gutes Leben ist einfach…
Schlagwort: gehobene Gastronomie
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Über das Karfreitagsteakessen
Die Motive des Initiators des Karfreitagsteakessens liegen im Dunklen. Ob es ein Widerspruch gegen die religiöse Verzehrvorschrift oder ob es einfach die Sehnsucht nach einem geselligen Abendessen war, wer weiß? Die Essensvorlieben der Dinnergesellschaft sind in Bewegung. Von Jahr zu Jahr nimmt die Zahl der Vegetarierïnnen zu….
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Über das Schokoladenhaus
In Mitte steht das Schokoladenhaus prominent am Rande des Gendarmenmarkts. Dort gibt es süße Versuchungen zu probieren und zu kaufen. Touristïnnen aus aller Welt mögen das Angebot. Vor dem Haus kniet am Rande des Bordsteins, in einiger Entfernung vom roten Teppich, der in den Laden führt ein Bettler. Mit leiser Stimme trägt er sein Anliegen vor. Die Menschen übersehen ihn. Es ist ein kaum zu ertragenden Kontrast zwischen dem süßen Luxus im Gebäude und der bitteren Armut vor ihm.
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Über den Verlust des Fettrands
Fett ist der Geschmacksträger par excellence. Muß sein Verzehr eingeschränkt werden ist die Irritation groß. Kein Mett, keine panierten Schnitzel, keine Fritten, keine Hämmchen, nicht mal Rumpsteak, ja was soll denn jetzt werden? Auf sich selbst zurückgeworfen, hat sich das Subjekt mit seiner Natur zu beschäftigen, die es verdrängt hat. Der eigene Körper macht Angst. Diese Erfahrung ist fürchterlich. Wird der Verzicht mit Rigidität gelebt ist überzogen. Bei richtig gelebtem Verzicht werden Mett, panierte Schnitzel, Fitten und Hämmchen das zwar Seltene, das Besondere sein und genußvoller als je zuvor. Der Fettrand ist zurück.
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Über einen Sonntag 6
Wo ist die Pflicht geblieben? Wo hat sich der Zwang versteckt? Wo verkrümelt sich das verdinglichte Bewußtsein? Morgentliches Schwimmen im Pool, der Strandspaziergang am Vormittag, der Mittagschlaf scheinen frei davon zu sein. Das Lesen der Sonntagszeitungen gibt eine Menge preis. Das 7-Gänge-Menü am Abend ist sich noch nicht sicher darüber. Das Gute-Nacht-Stout weiß nichts von solchen Dingen. Twitter, das Gesichtsbuch, Swarm und Instagram sind prall gefüllt. Das Blog versucht sich fern zu halten.
