Gut eine Woche nach dem Aufschreiben meiner Filtertüteneigenheit ist sie verschwunden. Bin erstmal fasziniert davon und habe da aber eher noch mehr Fragen: Ist das durch das Aufschreiben verschwunden und falls ja, für wie lange oder ist das nur vorübergehend? Wie funktioniert der Mechanismus? Welche anderen Tätigkeiten können helfen? Irgendwie scheint das ja ein Gewinn an Autonomie zu sein. Und falls das so wäre, welche weiteren Eigenheiten, insbesondere im sozialen Kontext lassen sich so verändern? Kann sich die Lebensqualität dadurch verbessern? Das wird sicher noch eine interessante Reise ….
Schlagwort: internet
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Bahnfahrt in den Norden
15:30 Uhr
Heute geht es per Bahn in den Norden. Was so auf einer langweiligen Bahnfahrt passiert möchte ich gerne in diesem Post protokollieren. Da ich per iPad und iPhone reise und immer noch nicht weder mit der wordpress-App noch mit blogsy warmgeworden bin, schreibe ich schonmal ein paar Sätze vorneweg, sodaß ich mir die Formatierungen dann jeweils kopieren kann. Klingt amateurhaft ist aber genau so.16:50 Uhr
Warten in der DB Lounge. Irgendwie nicht viel los für einen Sonntag oder ist die Ferienzeit schon rum?. Es gibt Vollkornstulle mit Kochschinken und Beck’s. Lustiger jungscher Typ sitzt neben mir, der erklärt, daß er schon alle DB Lounges besucht hat, nur Hamburg fehle ihm, da führe er jetzt hin.17:30 Uhr
Erster Halt Spandau. Zug ist pünktlich aber übervoll. Frage mich ob er auf seiner Fahrt von Leipzig aus Reisende aus ausgefallenen Zügen aufnehmen mußte. Sitze auf einem Einzelplatz um meine Ruhe zu haben, werde mich aber später den Mitreisenden widmen. Denke die Fülle wird bis Hamburg anhalten. Kann von meinem Platz aus sehen, daß viele Leute vor dem Dienstabteil stehen und mit den Bahnangestellten diskutieren.19:00 Uhr
Zug leert sich erwartungsgemäß in Hamburg Hauptbahnhof. Weiß immer noch nicht warum er so übervoll bis hierher war. Denke lieber an diese Bierbar ohne Namen auf der Südseite des Bahnhofs wo es leckeres Astra auch in kleinen Gläsern gibt. Jetzt auf meinen Lieblingsplatz, einem Doppelsitzer mit kleinem Tischchen am Fensterplatz und Beinfreiheit, gewechselt. Endlich zwei Steckdosen für iPad und iPhone. Na klar, Speisewagen gibt es auch nicht, sondern einen Notverkauf in Wagen Neun. Bei meiner letzte Reise mit diesem ICE im letzten Jahr war das genau so. Warum kriegt die Bahn das eigentlich nicht gebacken? Das letzte warme Beck’s im Notverkauf ergattert, muß eine Stunde halten.
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Yeah, der erste Versuch des Niedrigtemperaturgarens ist ein voller Erfolg
Der Fleischer des Vertrauens hat lecker Kalbskarree im Angebot, das ist etwas Feines fürs Wochenende. Die Holde und ich suchen im Internet nach interessanten Rezepten und eines gefällt uns gut, Kalbskarree im Niedrigtemperaturverfahren gegart. Das Niedrigtemperaturgaren wollen wir schon seit langer Zeit ausprobieren aber irgendwie hat sich das nicht ergeben. Dafür habe ich das große Glück in die Stadt fahren zu dürfen um das Kalbskarree und ein Bratenthermometer zu besorgen. Das große Kaufhaus mit der Tschechischen Bierbar am Wittenbergplatz ist mein Ziel. Natürlich verkaufe ich mich etwas, vier Knöchelchen soll ich besorgen und das Stück hat dann für zwei Personen gepflegte 1,6 Kilogramm für ein Dinner zum Gesamtpreis von ca. 48€. Einige gut gezapfte Budweiser mindern den eigenen Verdruß über das Mißgeschick.

Kalbskarree pariert Am Nachmittag machen wir uns an die Vorbereitungen:
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Meine Antwort auf Antischokkes Rant
Mit diesem Post zu den Iron Bloggern Berlin ist die friedfertige Antischokke gestern für eine logische Sekunde zur „Rantischokke“ geworden und ich bin daran nicht ganz unschuldig. Da es wahrscheinlich etwas länglicher wird antworte ich von hier aus.
Ich bin strikt gegen die Zulassung von mehr als ein Blog pro Person.
Es gibt auch aus meiner Sicht für eine Person gute Gründe mehrere Blogs zu betreiben. Was die Teilnahme von zwei, drei, fünf oder zehn Blogs pro Person bei den Iron Bloggern soll, erschließt sich mir dagegen in keinster Weise. Diese Blogger haben nach meinem Verständnis ein Performance- bzw. Optimierungsproblem und keine akute Bloghemmung. Der Gedanke, och da mach ich mal mit um meine zwei, drei, x anderen Blogs zu pushen, finde ich abwegig. Iron Blogging ist für mich viel tiefergehend, es ist die praktizierte Selbsthilfe um überhaupt erst einmal sprechfähig zu werden und langfristig zu bleiben. Auch heute noch nach fast eineinhalb Jahren Iron Blogging quäle ich mich bei jedem Wort, jedem Satz, jedem Artikel, es flutscht eben nicht einfach so. Allerdings möchte ich Interessenten mit mehreren Blogs nicht einfach von vornherein ausschließen, sie mögen sich bitte auf ein Blog beschränken. Dies haben wir bei dem ein oder anderen auch bisher praktiziert. Anderen Chaptern sei eine andere Vorgehensweise unbenommen. Ich habe übrigens die Zulassung von mehreren Blogs hier in Berlin gegenüber Antischokke kritisiert und sie hat daraufhin die Diskussion eröffnet.
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Das hast Du ja gar nicht geplant!
Die Holde spielt leidenschaftlich gern Billiard. Vor vielen, vielen Jahren tat sie das abendelang mit Freundinnen in den Frauencafés der Stadt. Seit kurzem nutzt sie die Billiard-Applikation „Pool“ auf ihrem iPad. Das Spiel spielt sie unter lautstarken Kommentaren wie „Dummkopf“ oder „Was für ein Idiot!“ mit dem virtuellen Gegenspieler. Die Freude dabei ist ihr anzusehen und sie spielt ausgiebig.
Gelegentlich spielen wir beide gegeneinander, wobei unsere Bilanz ausgeglichen ist. Sie begleitet mein Spiel ebenfalls mit Kommentaren, insbesondere wenn ich den Ball in eine andere Tasche als erwartet einloche: „Das hast Du ja gar nicht geplant!“ ist der emotionale Ausruf. Zuerst bin ich bei dem Kommentar verwirrt, denn ich verstehe nicht was sie meint. Auf die Frage warum sie nicht kommentiere wenn ich den Ball nicht einloche, antwortet sie, daß es ja ihr Vorteil sei. Und warum nun eine Bemerkung wenn der Ball unerwartet in eine andere Tasche fällt: „Weil ich mich darüber freue!“.
Ach ja! ❤
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Die Wiederentdeckung des Tumblelogs
Keine vier Wochen nach dem Erstellen meines Twitteraccounts hatte ich mir das erste Tumblelog zugelegt. Was ich damit wollte war glasklar, automatisch von verschiedenen Diensten Texte, Links und Bilder chronologisch an einer Stelle ablegen. Einerseits um das Sammelsurium mit Interessierten zu teilen und andererseits um für mich selber eine Art Archiv anzulegen. Tumblr und soup.io sind die beiden Plattformen, die ich dafür nutze. Die automatische Übermittlung der Posts an die Tumblelogs wurde mit der Zeit immer instabiler und seit Ende 2011 ist der Import von Tweets durch die geänderte Twitter-Api nicht mehr möglich. Der Reiz des Neuen zieht natürlich und so wurden mit dem Aufkommen neuer Dienste wie z.B. Posterous die wackeligen Tumblelogs immer uninteressanter und ich habe sie schlichtweg nicht mehr genutzt, ich könnte auch sagen ich hätte sie vergessen.
Der Artikel „Tumblr is not what you think“ von Adam Rifkin Mitte Februar weckte nun erneut mein Interesse für die Tumblelogs. Tumblr ist nun, dank der jungen Generation unter den ersten 10 meistbesuchten Webseiten in den USA.
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Ein Jahr Iron Blogger Berlin
Heute vor einem Jahr, am 25.12.2011 begann die erste Auswertungswoche der Iron Blogger Berlin. Glückwunsch an alle Iron Blogger des Berliner Chapters zum „ersten Geburtstag“. Herzlichen Dank an Nicole und Michelle, die die Idee des eisernen Bloggens in Deutschland evangelisiert und in Berlin das erste Chapter in Deutschland gegründet haben.
Was hat mich damals eigentlich bewogen bei den Iron Bloggern mitzumachen? Jeder, der mich kennt weiß, daß mir allein schon das Motto „Blogging our way to beer“ eine Herzensangelegenheit ist, selbstverständlich ist da aber noch mehr.
Ich hatte mein Blog im Jahre 2009 während der Zensursuladebatte aufgemacht, weil meine Empörung über Formen und Methoden der (Netz)Politik nicht mehr in 140 Zeichen paßten. Nach dieser sehr emotionalen Debatte mochte ich mich zu (netz)politischen Themen nur noch vereinzelt in meinem Blog äußern. Auch zum Schreiben über Themen abseits der Politik hatte ich keine Lust. Zudem tue ich mich seit jeher mit dem Schreiben schwer, es ist diese unsägliche mangelnde Zufriedenheit mit jeder Art des eigenen Textes, die mich dann lieber keinen Text schreiben ließen.Als sich ein kleines Häuflein Leute Mitte Dezember letzten Jahres über das Iron Bloggen austauschten wurde mir klar, daß ich in dieser Situation nicht alleine war. Zeitmangel, Lustlosigkeit und „Schreibhemmungen“ waren einige der Gründe weshalb andere ihr Blogs nicht mehr pflegten. Iron Bloggen war für uns die Gelegenheit zum virtuellen Unterhaken, zu einem Neustart.
Was hat sich während diesem Jahr des eisernen Bloggens für mich am Bloggen geändert? Erstens habe ich Interessen und Themen abseits des Politischen gefunden, die für mich genau so relevant sind. Beispielsweise sind mir gutes Essen und Trinken, gute Gastronomie, gute Hotellerie oder Themen aus meiner unmittelbaren Nachbarschaft wichtig und deshalb schreibe ich sie auf.
Zweitens gehe ich gelassener mit meinen Beiträgen um. Das geschliffene Wort können andere besser als ich, ich schreibe so wie ich kann, denn entscheidender als die Form des Beitrags ist die gelungene Selbsttransparenz des Schreibenden und deren bin ich mir sicher.Besonders gefreut hat mich, daß ich in dieser Zeit viele tolle Bloggerinnen und Blogger kennengelernt habe. Bei Iron Blogger Berlin sind wir eine tolle Mischung verschiedenster Charaktere und damit auch Blogs. Ich lese alle Beiträge meiner Mitschreibenden und genieße jedes Treffen mit den großartigen Gesprächen und den kalten Getränken.
Ich hoffe, daß wir auch im nächsten Jahr so zahlreich weitermachen wie bisher und freue mich auf viele Beiträge, gute Gespräche und kalte Biere in 2013. Und ich hoffe, daß wir endlich ein klasse „Iron Blogger Berlin“ – Logo finden.
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Wenn mir Daddeln Spaß macht – Landlordgame
Gegen Spielezeugs bin ich ja einigermaßen immun. Möglicherweise ertrage ich es nur schwer selbst spielerisch zu verlieren. Einzig Location Based Services wie Foursquare, Gowalla und Friendticker haben mich fasziniert und zum Spielen animiert. (Jedem Institutionellen Datenschützer werden sich bei dem Gedanken sicherlich die Fußnägel hochrollen). Seit August gibt es nun Landlord, ein Spiel, das auf Foursquare aufsetzt. Genauere Einzelheiten beschreiben sowohl Thomas Knüwer hier und der @moellus da.
Mich hat das Spiel sofort in den Bann gezogen und ich habe wenig rational sowohl unser Büro als auch das Willy-Brandt-Haus als „Immobilien“ erworben.

Landlordgame Wenig rational deswegen, das ich nicht auf die „ökonomische“ Wertigkeit der Venues sondern auf Emotionen gesetzt habe. Ist mir bewußt.
Die Spielstrategien von @moellus und mir unterscheiden sich sehr. Er ist der risikoreiche Spekulant, der bis an die Grenze seiner Barmittel geht, ich bin da wesentlich schisseriger und finde eine unzureichende Liqidität unerträglich. Er ist der Ossi-Hasardeur, ich bin der Wessi-Langweiler.

Landlordgame Es macht Spaß, versucht es auch und … äh, sorry, ich muß mal eben in mein iPhone gucken ob da neue Earnings sind…
