Heute wurde auf Twitter an die „Microblogging Conference 2009“ in Hamburg erinnert. indenti.ca, Twitter, Pownce, Jaiku und Plurk waren Inhalte der damaligen Diskussionen. Dazu gab es eine Vielzahl an Livestreamingdiensten wie z.B. Mogulus. Die Nutzung wurde als „Mogulieren“ bezeichnet. Diese Vielfalt an unterschiedlichen Services ist Geschichte. Das Heute ist die Zeit der Öde, die Zeit der Riesenplattformen, die Zeit der Datenindustrie. Oder blüht da etwas Neues im Verborgenen?
Schlagwort: technologie
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Über Routine
Fragen wir doch einmal was an Routine schlecht sein kann. Im Reich der Notwendigkeiten und Zwecke kann sie genau das Gegenteil, das Richtige sein. Denn die Routine kann die Gedanken fließen lassen, die sich dann zur Spekulation aufraffen und sich wieder hinterfragen und sich reflektierten. In der Routine können sich die Rancièreschen Subjektivierungen entfalten, Dissens entstehen, sich Politik vorbereiten. Das Gegenteil von Routine benennen wir Innovationsprozeß. Ein, in der heutigen Zeit, positiv konnotierter, vom Reich der Notwendigkeiten und Zwecke fast eingeforderter Zustand des Tuns. Nur was macht es mit dem Einzelnen wenn der Zustand auf Dauer gestellt ist?
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Über betrunkene Algorithmen
Wir machen es uns einfach und vermeiden den Begriff Künstliche Intelligenz sowie Smarte Maschinen. Wir nennen das Ergebnis eines ausgeführten Algorithmus „Entscheidung“ wohl wissend, daß eigentlich nur Menschen entscheiden können. Algorithmus steht in unserem Falle einfachhalber auch für ein ganzes Bündel von Algorithmen, für Millionen Zeilen Maschinenschrift. Entscheidend ist, daß dieser Algorithmus eine Entscheidung über Menschen trifft ohne daß das Ergebnis von einem anderen Menschen geprüft wurde und somit als alleinige Entscheidung im Raum steht.
Um doch etwas Komplexität in den Gedanken zu bringen nehmen wir an, der Algorithmus besäße Emotionen. Dazu sei jetzt nicht notwendigerweise Bewußtsein notwendig. Auf einem Panel wird der Algorithmus, der negative Emotionen zeigt und Entscheidungen trifft „betrunkener Algorithmus“ genannt. Nicht nur ein betrunkener Algorithmus sondern ganz grundsätzlich ein Algorithmus mit Emotionen ist etwas, das viele Menschen erschreckt.
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Zehnjähriger Geburtstag meines Tumblelogs
Mein Tumblelog „horax sammelt hier“ ist zehn Jahre alt geworden. Vor fünf Jahren schrieb ich über seine Wiederentdeckung. Und ja, es hat sich bewährt. Ich hoffe es wird halten…..

Zehnjähriger Geburtstag Tumblelog
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Steckdosen am Strand von Kaua’i
Unsere kleine Gesellschaft fährt die kurvige Küstenstraße vom Kilauea Lighthouse, vorbei an den Strandhäusern der Reichen und Schönen, in Richtung Anini Beach. Wir machen dort eine Lunchpause in einem Pavillon direkt vor dem Strand. Der Pavillon ist zu allen vier Seiten offen, enthält zwei große Tische und vier Bänke aus Beton. An unserem Nachbartisch sitzt ein junger Mann mit einem Ukulelenkoffer und schreibt fleißig in sein MacBook. Irgendetwas an dem Anblick des Schreibenden ist irritierend. Er hat das Ladekabel des MacBooks mit einem Pfeiler des Pavillons verbunden und bei genauerem Hinsehen wirk klar, daß in dem Pfeiler zwei Steckdosen verbaut sind. Insgesamt zwei Pfeiler des Pavillon sind mit Steckdosen ausgerüstet. Steckdosen am Strand im Nirgendwo.
Auch am Strand von Waikiki in Honolulu, sind ähnliche Pavillons verbaut, ob sie allerdings Steckdosen enthalten entzieht sich meiner Kenntnis.

Steckdosen am Strand von Kaua’i
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Figuration des Badetuchs
Die Kulturtechnik der Körperpflege ist uralt und wurde bereits von den Ägyptern vor tausenden von Jahren betrieben. In der heutigen Welt und hier insbesondere in Hotels, scheint diese Kulturtechnik auf wundersame Weise aufgespalten zu sein. Als Indiz dafür betrachten wir das Badetuch. Befinden wir uns in unserem ganz persönlichen Bereich – in unserem Zuhause – so verwenden wir nach jeder Gelegenheit des Duschens oder Badens ein Badetuch. Das Badetuch ist groß und sehr weich. Es umschmeichelt unseren Körper, es streichelt uns, es spendet uns Wärme, es liebt uns und unseren Körper ohne Einschränkung. Begeben wir uns auf Reisen und wollen uns nach dem Duschen oder Baden auf dem Hotelzimmer in das Badetuch hüllen so treffen wir auf etwas höchst Unerfreuliches. Das Badetuch hat die Größe eines Taschentuchs, es ist kaum als Lendenschurz zu gebrauchen, es kratzt und duftet oft genug streng nach Desinfektionsmittel. Wir halten uns mit ihm so kurz wie möglich auf, nutzen das bißchen Trockeneigenschaft die es hat und flüchten so schnell wie möglich in unsere Wäsche. Ganz anders tritt uns das Badetuch im sogenannten Spa oder Schwimmbad eben des gleichen Hotels entgegen. Meist in beruhigender hellblauer Farbe, in imposanter Größe und mit einer Weich- und Zartheit, wie wir sie nur von unserem heimischen Badetuch kennen, wird es uns umhüllen. Wie kann das sein? Aufgrund welcher Gründe erscheinen uns unterschiedliche Badetücher und teilen uns in welche Figuration auf?
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2017
Meine Follower auf Instagram sehen mein 2017 etwas weniger selektiv als das 2016… Oder hab ich andere Inhalte gepostet? Wie dem auch sei … knorke war es auch diesmal.

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Scheitern an Online-Formularen
Telephonie- und Breitbandzugangsbetreiber sind in unserem Haushalt verschiedene Unternehmen. Um eine höhere Bandbreite zu bekommen und auf IP-Telephonie umzustellen möchte ich beide Funktionen in die Hand des DSL-Zugangsbetreibers legen. Das Preis-Leistungsverhältnis ist gut, mit dem Unternehmen bin ich seit Jahren sehr zufrieden. Ich logge mich mit meinen Zugangsdaten ein um den Provider- und Tarifwechsel zu bestellen. Auf einer der letzten Seiten muß ich meine Festnetznummer, die portiert werden soll, eingeben. Nach dem Drücken des „Weiter-Buttons“ erfolgt eine Fehlermeldung in der Art „Diese Rufnummer existiert schon“ und nichts geht mehr. Ich breche den Bestellvorgang etwas verunsichert ab. Ich probiere es nun mit dem Telephoniebetreiber, obwohl etwas teurer und für mich zweite Wahl. Meiner Festnetznummer werden, obwohl ich angebe, daß keine weiteren Nummern gewünscht werden, trotzdem noch zwei Nummern zugeordnet. Dazu soll ich den Betreiber meiner jetzigen Festnetznummer, die er selber ist, eingeben. In dem Auswahlmenü ist er logischerweise nicht aufgelistet. Verwirrt und verunsichert breche ich auch den Bestellvorgang ab. Nach einer Weile probiere ich es erneut beim Breitbandbetreiber bis zum erneuten Auftreten des beschriebenen Fehlers. Kurzentschlossen rufe ich das Unternehmen an. Nach der Schilderung der Fehlermeldung bekomme ich die fröhliche Antwort, daß dies bekannt sei, da auch meine Festnetznummer des DSL-Anschlusses in ihrem System sei. Ich gebe also meine Bestellung telephonisch auf und hoffe auf eine problemlose Umstellung. Aber warum ist der Fehler, wenn bekannt, nicht abgestellt?
